An einem dominanten Abend und mit einem entfesselten Kevin de Bruyne machen die Cityzens einen großen Schritt in Richtung zweite Meisterschaft in Folge, gleichzeitig wäre es der vierte Erfolg in den letzten fünf Spielzeiten. Auf der anderen Seite standen harmlose Wolves, die in ihrer ohnehin schlechten Form diesen Skyblues keine Paroli bieten konnten.
Es dauerte keine zehn Minuten, da war der Ball das erste Mal bereits im Netz. Es war der Beginn der De Bruyne-Show, der seinen Treffer selbst einleitete und dann in den Sechzehner geschickt wurde. Dort behielt er die Nerven und traf ins lange Eck zum 1:0 (7.).
Die Wolves hatten allerdings eine schnelle Antwort parat. Durch einen schnell ausgespielten Konter, mit denen die Cityzens in der Anfangsphase noch große Probleme hatten, glichen die Hausherren vier Minuten später aus. Pedro Neto wurde links in den Lauf geschickt und nahm Leander Dendoncker an der Sechzehnerkante noch mit, der Ederson im Kasten keine Chance ließ.
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Aber auch die Skyblues ließen nicht lange mit einer Antwort warten. Erneut leitete De Bruyne seinen Treffer selbst ein, indem er die Kugel in den Sechzehner chippt, wo José Sá keine gute Figur machte und das Spielgerät in die Füße des Belgiers beförderte. Dieser setzte den Ball trocken unter die Latte (16.).

Wolves taumeln, City gnadenlos

Für die Wolves ging es in dieser Phase Schlag auf Schlag und keine zehn Minuten später mussten sie den nächsten Gegentreffer hinnehmen. De Bruyne machte seinen Hattrick perfekt und vollendete nach einem Sprint aus 20 Metern ins linke Eck (24.). In der Folge ließen es die Skyblues ruhiger angehen und gingen kein großes Risiko mehr ein, noch einen Konter zu kassieren.
Schiedsrichter Martin Atkinson hatte im ersten Durchgang noch drei etwas knifflige Elfmeter-Szenen zu beurteilen, er entschied allerdings jedes Mal richtig und ließ weiterlaufen, zweimal für die Wolves und einmal für City (33. & 45.+2).
Der zweite Durchgang startete ähnlich wie der Erste mit einem energiegeladenen Beginn der Skyblues. Aus knapper Abseitsstellung heraus erzielte Raheem Sterling nach Vorlage von Joao Cancelo das vermeintliche 4:1, wurde allerdings zurückgepfiffen (47.). Auf der Gegenseite gab es dann eine Riesenchance auf den Anschluss, allerdings auch aus einer Abseitsposition heraus.

De Bruyne krönt einen herausragenden Abend

Nach Kopfballvorlage von Raul Jimenez scheiterte Conor Coady aus kürzester Distanz am stark reagierenden Ederson (56.). De Bruyne machte in der 60. Minute dann endgültig den Deckel drauf und erzielte sein viertes Tor an diesem Abend. Nachdem eine Hereingabe von Phil Foden abgewehrt wurde, staubte der Belgier aus 13 Metern ab.

Kevin De Bruyne war gegen Wolverhampton nicht aufzuhalten

Fotocredit: Getty Images

In der Folge gab es noch einige gute Gelegenheiten auf beiden Seiten. Foden verpasste frei vor Sá aus kürzester Distanz das 5:1 (67.), Jimenez scheiterte aus 25 Metern an Ederson und Sterling vergab nach einer Hereingabe von Foden aus drei Metern (76.). Den Schlusspunkt konnte der Engländer dann aber doch noch setzen und erzielte nach starker Vorarbeit von Cancelo das 5:1 ins leere Tor (84.).
De Bruyne verpasste kurz darauf noch sein fünftes Tor und scheiterte am Pfosten (89.), auf der Gegenseite vergab der ehemalige Leipziger Hee-Chan Hwang noch das zweite Tor der Wolves (89.).

Die Stimmen zum Spiel

Pep Guardiola (Trainer Manchester City):”Wir haben wirklich gut gespielt in diesem Stadion, wir wissen, wie schwierig sein kann. Drei Punkte, Pause und dann West Ham. De Bruyne hat die letzten zwei bis drei Monate vor allem in der Premier League hervorragend gespielt. Er war unser Schlüsselspieler in diesem Teil der Saison. Es geht nicht nur darum, was er vorlegt und die Tore, die er erzielt. Er hilft uns sehr. Ich bin glücklich, weil Kevin so großzügig ist und immer das Beste für das Team will, aber dieses Jahr ist auch das stärkste von ihm.”
Kevin de Bruyne (Manchester City):”Vier Tore passieren sonst nie, das ist das erste Mal für mich in 13 Jahren Karriere gewesen. Heute waren die ersten drei Schüsse, die ich hatte, Tore, das bringt dir Selbstvertrauen. Ich hätte kurz vor dem Abpfiff noch das Fünfte erzielen können, aber ich nehme vier! Als ich jung war und spielte, durfte ich nicht mit dem rechten Fuß schießen, weil ich alle Blumen zertrat, sodass ich nur noch meinen linken Fuß benutzen durfte – dadurch wurde es selbstverständlich! Ich versuche, den Ball so sauber wie möglich zu treffen, es ist mein Stil und die Art, wie ich schieße.”

Der Tweet zum Spiel

Das fiel auf: Mit purer Dominanz zur Meisterschaft?

Die Skyblues legten heute einmal mehr einen mehr als dominanten Auftritt hin und überrollten die Wolves ohne Probleme. Die Hausherren stellten vor diesem Spiel die viertbeste Abwehr der Liga und mussten heute dennoch fünf Gegentore hinnehmen und das in der Höhe auch verdient. City holte damit drei wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft und beförderte sich drei Punkte vor die Reds.
Auch das Torverhältnis spricht mittlerweile klar für die Skyblues, die dort einen Vorsprung von sieben Treffern erreichen konnten, also würde selbst die Punktgleichheit Liverpool aktuell wenig bringen. Diesen Vorsprung im Torverhältnis haben sich die Citizens in den letzten Wochen erspielt, in den letzten fünf Partien gewannen sie immer mit mindestens drei Toren Vorsprung und erzielten dreimal fünf Tore.

Die Statistik: 2

Kevin De Bruyne ist in der laufenden Saison der zweite Spieler der Skyblues, der viermal in einem Spiel getroffen hat. Vor drei Wochen traf Gabriel Jesus ebenfalls vierfach und legte zudem ein weiteres Tor gegen Watford auf. City ist damit erst das dritte Team, dass innerhalb einer Saison zwei Vierfach-Torschützen stellt. Manchester United 1999/00 und Tottenham 2009/10 taten dies vor ihnen.
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