Zwar steht Pochettino noch bis 2023 bei Paris Saint-Germain unter Vertrag, soll in Frankreich aber unglücklich sein. Laut der "Daily Mail" fühlt er sich in der Stadt der Liebe unwohl, lebt nach wie vor im Hotel. Seine Familie wohnt weiterhin in London, wo der Argentinier zuvor bei Tottenham Hotspur arbeitete.
Erst im vergangenen Januar hatte er die Nachfolge von Thomas Tuchel in Paris angetreten, die Meisterschaft aber in seiner ersten Saison verpasst und nur den französischen Pokal gewonnen. Derzeit dominiert der Spitzenklub die Ligue 1 und auch in der Champions League ist die Mannschaft um Lionel Messi auf Achtelfinalkurs.
Dennoch hatte der Argentinier in den zurückliegenden Wochen mehrfach angedeutet, dass er sich einen Abgang aus Paris durchaus vorstellen kann.
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Gegenüber "Daily Mail" hatte Pochettino zuletzt einen Einblick in sein Seelenleben gegeben: "Der Druck ist schon ein anderer als bei meinen früheren Stationen bei Tottenham, Southampton und Espanyol. Der Druck ist brutal", gestand der Argentinier.

Starensemble als große Aufgabe

Zudem hatte er darüber gesprochen, wie schwierig es sei, das Starensemble in der Hauptstadt zu managen: "Es ist gar nicht so einfach, wenn man Spieler wie Messi, Mbappé und Neymar hat", erklärte Pochettino. "Jeder dieser drei Spieler kann der König für jedes Team der Welt sein. Aber ich habe hier drei Könige in einem Klub: Drei Könige mit unterschiedlichen Bedürfnissen auf dem Platz", jammerte der PSG-Coach gegenüber "Daily Mail".

Die Argentinier Lionel Messi und Mauricio Pochettino

Fotocredit: Getty Images

Erst kürzlich hatte Pochettino zudem gegenüber "L'Équipe" bedauert, dass in Paris alles dem sofortigen Erfolg untergeordnet werde: "Man hat uns nicht geholt, um ein Projekt aufzubauen, und uns gefragt, was wir brauchen, um unsere Ideen zu entwickeln, oder was wir mögen", hatte der 49-Jährige erklärt. "Wir sind hierhergekommen, um uns anzupassen und um zu gewinnen, mit der Struktur und den Eigenschaften der Spieler, die hier sind", so Pochettino.

Rückkehr in Premier League denkbar

Dementsprechend kokettiert der 49-Jährige nun wohl mit einer Sofort-Rückkehr in die Premier League. Bereits von 2014 bis 2019 hatte er Tottenham Hotspur trainiert und die Londoner ab 2016 vier Mal in Serie in die Champions League geführt. 2019 scheiterte Pochettino mit den Spurs erst im Endspiel der Königsklasse an Jürgen Klopps FC Liverpool.
Schon 2018, als Solskjaer übernahm, war der Argentinier im Old Trafford als Nachfolger von José Mourinho im Gespräch. United-Legende Gary Neville sagte gegenüber "Sky UK": "Ich glaube, dass Mauricio Pochettino - auch wenn er es nie gesagt hat - morgen zu Manchester United kommen und einen Fünfjahresvertrag unterschreiben würde."
Nach der Entlassung des Norwegers hatten zuerst verschiedene Medien berichtet, dass die Red Devils Zidane verpflichten wollen. Informationen der "BBC" zufolge hatte der Franzose allerdings derzeit kein Interesse, Manchester United zu übernehmen. Stattdessen könne er sich ein Engagement bei Paris Saint-Germain vorstellen, sollte der Trainerposten beim Hauptstadtklub frei werden.

Pochettino am Mittwoch schon in Manchester

Noch sitzt dort aber Pochettino auf dem Trainerstuhl. Die Trennung zwischen United und Solskjaer könnte also ein echtes Trainerkarussell in Bewegung setzen. Beim Champions-League-Spiel in Villarreal am Dienstag (18:45 Uhr) trägt Interimslösung Michael Carrick, der zuvor Co-Trainer war, noch die Verantwortung bei den Red Devils.
Am Mittwoch (21:00 Uhr im Liveticker) gastiert Pochettino mit Paris in der Königsklasse in Manchester - allerdings beim Stadtrivalen ManCity. Es scheint aber durchaus nicht unwahrscheinlich, dass der Argentinier künftig häufiger im Nordwesten Englands an der Seitenlinie steht.
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