Einige Klubs hatten sich beim Geschäftsführer der Premier League, Gary Hoffman, darüber beschwert, dass sie von der geplanten Übernahme durch den saudischen Kronprinzen nichts gewusst hatten.
Im Frühjahr 2020 gab es schon einmal solch einen Plan, der allerdings wieder verworfen wurde. Vor zwei Wochen auf der Aktionärsversammlung stand das Thema offenbar auch nicht auf der Tagesordnung. Das berichtet die britische Tageszeitung "Guadian".
Die Premier-League-Vereine hatten am Mittwoch über die Medien von der Übernahme erfahren und am Donnerstagnachmittag eine Bestätigung durch die Liga erhalten. Sie befürchten, dass der Deal die gesamte Liga in ein schlechtes Licht rücken könnte, was ein wenig bizarr wirkt, wenn man sich andere Geldgeber, wie etwa die von Manchester City (Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan aus Abu Dhabi), anschaut.
Premier League
Menschenrechte? Egal! Newcastle ist jetzt der reichste Klub der Welt
08/10/2021 AM 11:32

Premier-League-Klubs können Übernahme nicht mehr verhindern

In der Dringlichkeitssitzung können die Klubs die Übernahme zwar nicht mehr verhindern, aber über sie informiert werden und ihre Sorgen zum Ausdruck bringen. Die Liga hatte zuvor erklärt, sie habe "die rechtsverbindliche Zusicherung erhalten, dass das Königreich Saudi-Arabien Newcastle United nicht kontrollieren wird".
Auch einige Politiker in Großbritannien sind bestürzt und fordern strengere Regulierungsmaßnahmen. Die zuständigen Ministerien hielten sich jedoch zurück und verwiesen auf die Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und Saudi-Arabien.
Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hat die Anteile von Newcastle United zu 80 Prozent übernommen. Finanzmogulin Amanda Staveley erhält weitere zehn Prozent. Der bisherige Besitzer Mike Ashley wird ausbezahlt.
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