Nach knapp zwei Monaten Verletzungspause feierte Raphaël Varane sein Comeback bei Manchester United. Auch sonst konnte Ralf Rangnick fast aus dem Vollen schöpfen und beschritt die Partie deswegen unumstritten als Favorit. Davon war auf dem Rasen in der Anfangsphase jedoch wenig zu sehen.
Bereits in der siebten Spielminute brach im St. James‘ Park Jubel aus. Rückkehrer Varane verlor in der eigenen Hälfte die Kugel an Sean Longstaff, der nach links zu Allan Saint-Maximin weiterleitete. Der Star der Magpies, der insgesamt sehr überzeugte, zog von links in die Mitte und versenkte die Kugel im Fallen ins lange Eck.
Die Red Devils wirkten weiterhin durcheinander, während die Führung die Hausherren zusätzlich beflügelte. Vor der Pause zappelte der Ball erneut im Manchester-Netz, doch Torschütze Callum Wilson stand beim Zuspiel im Abseits (38.). Wenige Minuten später musste der Pechvogel den Platz verletzungsbedingt verlassen (45.+6).
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Verlassen mussten das Feld auch Mason Greenwood und Fred, allerdings aufgrund ihrer schwachen Leistungen (46.). Die eingewechselten Offensivakteure Jadon Sancho und Edinson Cavani hauchten Manchester zwar wieder ein bisschen Leben ein, aber vorerst kam weiterhin Newcastle gefährlich vor des Gegners Tor.
Doch dann, aus dem Nichts, stach der Joker: Bruno Fernandes bediente seinen portugiesischen Nationalmannschaftskollegen Cristiano Ronaldo, der auf dem rechten Flügel einlief. Der Superstar passte an der Grundlinie flach zurück in die Mitte, wo Cavani aus etwa zwölf Metern Maß nahm und ins rechte untere Eck abschloss (71.).
In der Schlussphase drängten die Magpies tatsächlich auf den Führungstreffer, doch dieser blieb ihnen verwehrt. Unter anderem deswegen, weil United-Torhüter David de Gea phänomenal parierte und seine Mannschaft so im Spiel hielt. Für Newcastle wäre mehr drin gewesen, Manchester United muss sich trotz 70% Ballbesitz mit einem glücklichen Remis zufriedengeben.

Die Stimmen:

Ralf Rangnick (Trainer Manchester United): "Wir hatten zu viele ungezwungene Fehler und das frühe Tor hat die Arbeit nicht einfacher gemacht. In der ersten Hälfte hatten wir zu kämpfen. In der zweiten Hälfte waren wir besser, aber es ist eine Frage der Energie und Körperlichkeit und wir müssen besser werden in diesen Bereichen."

Der Tweet zum Spiel:

Vielleicht wäre Torschütze Cavani heute tatsächlich die bessere Wahl gewesen als der insgesamt blasse Ronaldo…

Das fiel auf: Saint-Maximin und De Gea ragen heraus

Das Ergebnis ist selbstverständlich nicht einem Einzelspieler zu verdanken. Newcastle kämpfte als Mannschaft, aber keiner strahlte so viel Torgefahr aus wie Saint-Maximin. Der Franzose brillierte nicht nur bei seinem Treffer, sondern hätte mehrmals nachlegen können, beispielweise in Minute 66, als de Gea stark parierte.
Apropos de Gea: Der spanische Torhüter erwischte einen perfekten Tag und war die Lebensversicherung für seine Mannschaft. Kurz vor Schluss kratzte er den Schuss von Miguel Almirón aus dem Kreuzeck (87.).

Die Statistik: 1

Das heutige Gegentor kostete Ralf Rangnick nicht nur zwei Punkte, sondern auch einen persönlichen Rekord. Die ersten drei Premier-League-Spiele als neuer Trainer ohne Gegentor zu beenden, gelang nämlich noch niemandem.
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