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Chelsea-Coach Thomas Tuchel reagiert emotional auf Frage nach Ukraine-Krieg und Klubbesitzer Abramowitsch
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Publiziert 02/03/2022 um 10:25 GMT+1 Uhr
Thomas Tuchel hat sich auf einer Pressekonferenz erneut zum Krieg in der Ukraine geäußert. Dabei kam wiederholt der russische Klubbesitzer Roman Abramowitsch zur Sprache. Dem deutschen Coach platzte daraufhin der Kragen und er forderte von den Journalisten: "Ihr müsst aufhören, ich bin kein Politiker. Ich kann es nur wiederholen, und ich fühle mich schlecht dabei, weil ich Krieg nie erlebt habe."
"Ihr müsst aufhören!" Tuchel reagiert emotional
Quelle: Perform
Er fühle sich "sogar schlecht, wenn ich darüber spreche, denn ich bin sehr privilegiert - ich sitze hier im Frieden. Ich tue mein Bestes, aber Sie müssen aufhören, mir diese Fragen zu stellen, denn ich habe keine Antworten für Sie", erklärte ein sichtlich emotionaler Tuchel vor dem FA-Cup-Duell mit Luton Town (heute ab 20:15 Uhr).
Weiter betonte der Chelsea-Coach: "Wir sind uns alle einig, dass es Situationen gibt, die viel, viel wichtiger sind als Fußball, das wird sich nie ändern. Und Situationen wie Krieg sind natürlich viel wichtiger."
Der russische Oligarch Abramowitsch hatte in Folge der russischen Invasion in der Ukraine die Kontrolle über Chelsea abgegeben und die Blues damit in große Unruhe versetzt.
Der 55-Jährige, dem eine Nähe zu Wladimir Putin nachgesagt wird, ist einer von zahlreichen Oligarchen und Firmen, denen in England Sanktionen drohen.
Thomas Tuchel will sich auf Arbeit konzentrieren
Tuchel wollte jedoch keine weiteren Fragen zu diesem Thema beantworten. Er gestand jedoch: "Es gibt immer noch eine große Ablenkung, und wir sind besorgt, aber letztendlich versuchen wir, eine Atmosphäre zu schaffen, in der wir zur Arbeit kommen und uns auf unsere Arbeit konzentrieren können, die unsere Leidenschaft ist."
Man sei "sehr dankbar und privilegiert, dass wir das haben, und es ist kein großes Problem. Aber natürlich denke ich, dass jeder in Europa, mehr oder weniger, dieses Geräusch im Kopf hat, das niemand mag. Man versucht trotzdem, seine Arbeit so gut wie möglich zu machen, und das gilt auch für uns."
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(mit SID)
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