Zinédine Zidane soll Ole Gunnar Solskjaer bei Manchester United beerben - Norweger nach Pleite entlassen

Bei Real Madrid waren Zinédine Zidane und Cristiano Ronaldo ein königliches Traumduo, jetzt sollen die Weltstars ein tief gefallenes Manchester United zurück auf den Fußball-Thron führen. Erfolgscoach Zidane gilt als Wunschlösung des englischen Rekordmeisters für die Nachfolge von Teammanager Ole Gunnar Solskjaer. Am Sonntag hatten die Red Devils die Entlassung des 48-Jährigen vermeldet.

Cristiano Ronaldo und Trainer Zinedine Zidane

Fotocredit: Getty Images

Weil Solskjaer erst im Sommer bis 2024 bei United verlängert hatte, sollte ihm sein Abschied nach drei titellosen Jahren mit 7,5 Millionen Pfund (fast neun Millionen Euro) erleichtert werden. Zugleich erhöhte Manchester laut Times das Angebot für Traumkandidat Zidane.
Der hatte seit seinem Abschied von Real im Mai pausiert, laut "Manchester Evening News" aber kürzlich einen Englisch-Kurs begonnen.
"Falls die Klubführung etwas tun möchte, ist das ein Gespräch zwischen ihr und mir - nicht zwischen euch und mir", sagte Solskjaer nach der fünften Ligapleite in den jüngsten sieben Spielen zu Reportern. Da waren die Diskussionen der Bosse längst im Gange, wenig später senkten sie und die amerikanische Besitzerfamilie Glazer den Daumen.
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Quelle: Eurosport

Solskjaer entschuldigt sich bei Fans

"Ärmel hochkrempeln und den Job erledigen", hatte Ronaldo vor dem Spiel als Devise ausgegeben. Doch es folgte eine regelrechte Bankrotterklärung der Stars. Solskjaer entschuldigte sich danach mit einigen Spielern vor der Kurve der aufgebrachten Fans und wurde ausgebuht. Nichts war mehr übrig vom Heldenstatus, den er seit seinem Siegtor im Champions-League-Finale 1999 gegen den FC Bayern genossen hatte.
"Es ist offensichtlich, dass die Spieler den Manager nicht mehr wollen. Sie haben den Respekt vor ihm verloren", analysierte BBC-Experte Alan Shearer. Torwart David De Gea nannte den Auftritt "beschämend" und sprach von einem "weiteren Albtraum". Die Schuld trügen die Stars, meinte er, "wir wissen nicht, was wir mit dem Ball anfangen sollen". Solskjaer konnte es ihnen nie vermitteln.
"It's Ole over", titelte die "Mail on Sunday", der Star wortspielte: "Ole Goner". Solskjaer hatte die Red Devils im Dezember 2018 als Nachfolger von Jose Mourinho übernommen und in der vergangenen Saison auf Platz zwei der Premier League sowie ins Finale der Europa League geführt.

Carrick als Übergangslösung

Im Sommer durfte er groß einkaufen, neben Ronaldo kamen Topspieler wie der Dortmunder Jadon Sancho oder Raphael Varane aus Madrid.
Doch von den jüngsten acht Pflichtspielen hat Manchester nur zwei gewonnen. Gegen den FC Liverpool von Jürgen Klopp setzte es ein historisches 0:5, auch beim 0:2 gegen Stadtrivale City war United chancenlos. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Chelsea beträgt bereits zwölf Zähler.
Am Dienstag in der Champions League beim FC Villarreal soll der frühere United-Profi Michael Carrick, bisher Solskjaers Assistent, interimsmäßig übernehmen. Danach soll so schnell wie möglich Zidane verpflichtet werden. Mit Stürmerstar Ronaldo hat der große Franzose Real von 2016 bis 2018 zu drei Triumphen in der Königsklasse geführt. Von solchen Erfolgen kann United derzeit nur träumen.
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(SID)
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Quelle: Perform

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