Erling Haaland - Ex-BVB-Star nach Pleite gegen Tottenham Hotspur in der Kritik: "City ein schwächeres Team mit ihm"
Manchester City hat es in der Premier League im Gastspiel bei Tottenham Hotspur verpasst, näher an Spitzenreiter Arsenal heranzurücken. Speziell die hochgelobte Offensive enttäuschte bei der 0:1-Pleite. Im Zentrum der Kritik stand daher im Anschluss Torjäger Erling Haaland. Liverpool-Ikone Jamie Carragher behauptete gar, dass City "ein anderes Team, ein schwächeres Team mit Haaland" sei.
Erling Haaland - Manchester City
Fotocredit: Getty Images
"Ich finde, diese Saison, wenn er seine Tore geschossen hat, haben wir nur 60 Prozent von Haaland gesehen", befand der 45-Jährige in seiner Rolle als TV-Experte für "Sky Sports".
Der norwegische Ausnahmestürmer komme aus einer "Konter-Liga, in der es von einem Ende ans andere geht", wodurch er seinen "atemberaubenden Speed" ausspielen konnte.
In der Premier League sei dies dagegen nicht der Fall. "Er hat sich womöglich wirklich den falschen Klub ausgesucht, um tatsächlich das Beste aus sich rauszuholen", stellte Carragher fest.
Ein durchaus überraschendes Urteil, zumal Haaland die Torschützenliste im englischen Oberhaus mit 25 Treffern in gerade einmal 20 Partien souverän anführt und speziell zu Beginn der Saison für Furore sorgte.
Neville und Souness verteidigen Haaland
Nach Ansicht von Carragher habe das Team von Starcoach Pep Guardiola jedoch gerade im Vergleich zur Vorsaison einen Schritt in die falsche Richtung gemacht. "ManCity hat als Team genauso viele Tore geschossen, aber sie kassieren mehr und es ist deutlich einfacher, gegen sie zu kontern", betonte die Liverpool-Ikone.
Carraghers ehemaliger Nationalmannschaftskollege Gary Neville war dagegen anderer Meinung. Der 47-Jährige, seines Zeichens ebenfalls TV-Experte bei "Sky Sports", nahm Haaland in Schutz und kritisierte dagegen das System von Guardiola.
"Haaland macht die Läufe. Er ist bereit zu gehen, sie (die Spieler von ManCity; Anm. d. Red.) spielen sie nur nicht", nahm er die Teamkollegen des ehemaligen Dortmunders in die Pflicht und ergänzte: "Die Anzahl der Läufe, die er macht und die ignoriert werden, ist unglaublich."
Der ehemalige Liverpool-Profi Graeme Souness pflichtete Neville bei. "Wenn ich ManCity wäre, würde ich zum Trainer sagen, lass ihn uns nutzen, lass ihn seine größten Stärken nutzen. Das tun sie im Moment nicht, sie bekommen den Ball nicht schnell genug zu ihm", bilanzierte der Ex-Kapitän der Reds.
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Quelle: Perform
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