Jürgen Klopp schimpft gegen Schiedsrichter Tierney - Schiedsrichter-Gremium weist Vorwürfe zurück

Jürgen Klopp hat nach dem spektakulären 4:3-Sieg seines FC Liverpool gegen Tottenham Hotspur schwere Vorwürfe gegen Schiedsrichter Paul Tierney erhoben. "Wir haben unsere Geschichte mit Tierney, ich weiß wirklich nicht, was er gegen uns hat, er hat gesagt, dass es kein Problem gibt, aber das kann nicht wahr sein", sagte der Teammanager gegenüber "Sky Sports".

Jürgen Klopp und Paul Tierney waren sich schon 2021 nach einem Spiel gegen Tottenham uneinig

Fotocredit: Imago

Jürgen Klopp stürmte nach dem Last-Minute-Siegtreffer mit fliegenden Fäusten auf den Vierten Offiziellen zu, schrie ihm seinen Jubel ins Gesicht - und humpelte vom Platz. "Ich habe kein böses Wort gesagt", verteidigte sich der Teammanager des FC Liverpool und fügte scherzhaft an: "Ich habe mir in dem Moment wahrscheinlich den Oberschenkel gezerrt, also bin ich fairerweise schon bestraft worden."
Nach dem schmerzhaften Jubel über den dramatischen 4:3 (3:1)-Erfolg gegen Tottenham Hotspur nahm der 55-Jährige dennoch Schiedsrichter Paul Tierney ins Visier. "Wir haben unsere Geschichte mit Tierney, ich weiß wirklich nicht, was er gegen uns hat", schimpfte Klopp: "Er hat gesagt, dass es kein Problem gibt, aber das kann nicht wahr sein." Sein Jubel sei "unnötig" gewesen, "aber was er zu mir gesagt hat, als er mir Gelb gab, ist nicht in Ordnung".
Klopp gegen Tierney - eine feurige Geschichte, die immer wieder aufflammt. "Ich habe keine Probleme mit Schiedsrichtern - nur mit dir", sagte der Deutsche einst zu Tierney. Nach einer Niederlage in Brentford meinte er, statt mit dem Referee könne er auch mit seiner Mikrowelle reden, "man bekommt keine Antwort".
Seine Worte könnten erneut Konsequenzen haben, Klopp musste in dieser Saison bereits eine Sperre aufgrund seines Verhaltens an der Seitenlinie absitzen. Das englische Schiedsrichter-Gremium wies nach der Überprüfung der Tonaufzeichnung des Spiels "jede Andeutung zurück, dass Tierneys Verhalten unangemessen war".
Noch ist offen, ob Wiederholungstäter Klopp ein Disziplinarverfahren droht. Doch der Liverpooler Traum, sich nach einer holprigen Saison für Europa zu qualifizieren, lebt nach dem vierten Sieg in Serie und Tabellenplatz fünf. Für einen Champions-League-Rang kommt die Aufholjagd aber wohl zu spät, zu weit sind die Top 4 um den neuen Spitzenreiter Manchester City enteilt.
Der Titelverteidiger zog mit dem 2:1 (2:1) beim FC Fulham am FC Arsenal vorbei und hat im Saisonendspurt alle Trümpfe in der Hand - und den immer torhungrigen Erling Haaland. Der Ex-Dortmunder erzielte seinen 34. Ligatreffer und stellte den Bestwert von Andy Cole (1993/94) und Alan Shearer (1994/95) ein.
In allen Wettbewerben war es das 50. Tor des Norwegers. Damit ist er der erste Spieler eines englischen Erstligisten seit Tom Waring von Aston Villa 1930/31, dem dieses Kunststück gelang. "Vor Winston Churchill? Wow! Das ist lange her", adelte Teammanager Pep Guardiola den Superstar.
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(SID)
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Klopp stellt klar: "Keine Panik-Entscheidungen treffen"

Quelle: Perform

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