Manchester City gewinnt Topspiel der Premier League gegen Arsenal: Das Imperium kommt mit Macht

Manchester City ist wieder die Nummer eins in der Premier League. Im direkten Duell mit dem FC Arsenal spielt die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola selten brillant, aber gnadenlos effizient. Zudem profitieren die Skyblues von haarsträubenden Fehlern und einer schwachen Chancenverwertung der Gunners. Das Meisterrennen in England scheint entschieden, bevor es überhaupt richtig losgeht.

Erling Haaland und Jack Grealish

Fotocredit: Getty Images

Schöne 500.000-Euro-Frage bei "Wer wird Millionär": Welcher Spieler erzielte das Tor, das dem FC Arsenal zuletzt einen Punkt in der Premier League gegen Manchester City bescherte? Wir machen's kurz: Es war Shkodran Mustafi.
Am 1. April 2017 glich der deutsche Weltmeister von 2014 in der 53. Minute zum 2:2 aus. Seitdem bekamen die Gunners regelmäßig Backenfutter von City. Das 1:3 am Mittwochabend im Emirates Stadium war die elfte (!) Liga-Pleite in Folge gegen die Skyblues. Zu allem Überfluss musste Arsenal auch die Tabellenführung an die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola abgeben.
"Am Ende ist es enttäuschend, weil wir verloren haben. Es war ein unglaublicher Kampf zwischen zwei starken Teams", sagte Arsenal-Trainer Mikel Arteta. Seine Mannschaft ist zuletzt etwas aus dem Tritt gekommen, der Februar mutiert zum Grusel-Monat. Pleite beim FC Everton, nur 1:1 gegen Brentford und jetzt die Heimpleite im Kracher gegen City.
Schlecht spielen tut Arsenal keineswegs, auch gegen die Skyblues waren die Gunners in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft. Doch die Anzahl der individuellen Fehler nimmt stark zu. Es ist schwer nachzuvollziehen, was Rechtsverteidiger Takehiro Tomiyasu bei seinem so kurz geratenen Rückpass auf Torhüter Aaron Ramsdale gedacht hat, den Kevin De Bruyne zum 0:1 nutzte.

Mikel Arteta hadert: "Wir haben Manchester die Tore geschenkt"

"Das war ein brutaler Bock", kritisierte TV-Experte Alan Shearer, der im gleichen Atemzug De Bruyne für dessen Abschluss abfeierte. "Was ist das bitte für ein genialer Schuss? Wie cool ist De Bruyne? Er riecht die Gefahr und wird am Ende belohnt."
Es war eine Szene, die das gesamte Spiel charakterisierte. Arsenal baut Mist, Manchester bestraft diesen gnadenlos. Auch beim 1:2 durch Jack Grealish stellte sich Arsenal nicht gerade geschickt an. Sieben Spieler waren nicht in der Lage, die Situation im eigenen Strafraum gegen drei City-Akteure zu klären.
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Jack Grealish (r.) und Takehiro Tomiyasu (l.)

Fotocredit: Getty Images

"Wir haben Manchester die Tore geschenkt. Wenn du ihnen Geschenke machst, zerstören sie dich. Sie haben so viel Qualität, du musst über deinem normalen Level spielen, um gegen sie zu gewinnen", sagte Arteta.
Arsenal war hinten fehleranfällig und vorne nicht konsequent genug. Eddie Nketiah, der erneut den verletzten Gabriel Jesus im Sturm vertrat, vergab zwei Großchancen aus kurzer Torentfernung mit dem Kopf kläglich. "In solchen Spielen darfst du dir es nicht erlauben, solche Dinger nicht zu machen", sagte Shearer.

Manchester City kommt mit Macht, Arsenal wackelt

Manchester war auch im Ausnutzen von Torchancen die abgezocktere Mannschaft. Allmählich macht sich die größere Qualität im Kader in der Tabelle bemerkbar. ManCity 1, Arsenal 2.
"Arsenal wackelt gewaltig, aber es fühlt sich mehr wie ein Wackeln an. City kommt mit Macht. Sie haben mehr Tiefe und mehr Erfahrung im Titelkampf. Sie sind jetzt klarer Favorit auf den fünften Meistertitel in den letzten sechs Jahren", schrieb die Zeitung "The Sun".
Guardiola will davon nichts wissen. "Es war wichtig, hier zu gewinnen. Aber es sind noch viele Spiele zu spielen. Jetzt sind wir wieder an der Spitze, aber wir müssen geduldig bleiben und außerdem hat Arsenal noch ein Spiel in der Hinterhand", sagte der Spanier.

Erling Haaland zieht mit Sergio Agüero gleich

Den Deckel drauf machte Erling Haaland. Der Norweger vollendete einen genialen Angriff, der die ganze Wucht von City in der Offensive eindrucksvoll darlegte.
Es war das 26. Saisontor des 22-Jährigen. So viele schoss in der Premier-League-Geschichte von City erst ein Spieler: Sergio Agüero in der Saison 2014/15. Für den Argentinier war bei 26 aber Schluss, Haaland hat theoretisch also noch 15 Spiele Zeit nachzulegen.
Arsenal muss dagegen erst einmal Wunden lecken. Die Londoner sind angepiekst und entschlossen, den Spieß wieder umzudrehen. "Diese Niederlage wurmt uns gewaltig, weil sie total unnötig war. Aber wir werden noch stärker zurückkommen, der Meisterkampf fängt jetzt erst an", sagte Kapitän Martin Ödegaard.
Am 26. April kommt es zum nächsten direkten Duell mit dem Angstgegner. Zeit für Arsenal, die Geschichte gegen City endlich umzuschreiben.
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