Chelsea-Trainer Mauricio Pochettino will trotz massiver Ausgaben im Winter erneut auf dem Transfermarkt zuschlagen
Publiziert 12/12/2023 um 11:08 GMT+1 Uhr
Trotz Ausgaben von über eine Milliarde Euro in den vergangenen drei Transferperioden läuft es beim FC Chelsea weiterhin nicht rund. Nach der 0:2-Niederlage gegen Everton dümpelt der frühere englische Meister und Champions-League-Sieger im Niemandsland der Premier-League-Tabelle herum. Nun fordert Trainer Mauricio Pochettino weitere Transfers, um die dringend nötige Wende zu schaffen.
Pochettino: "Der Druck bei Chelsea ist enorm"
Quelle: Perform
So gab der argentinische Übungsleiter der Londoner im TV-Interview nach dem Spiel am Sonntag unumwunden zu, "sehr, sehr enttäuscht" zu sein. "Das war ein Spiel, das wir gewinnen wollten. Das ist ein Problem, das wir in den Griff bekommen müssen. Wir müssen die Realität analysieren. Wir müssen darüber reden und versuchen, uns auf dem nächsten Transfermarkt zu verbessern."
Vor allem die mangelnde Aggressivität in seinem Team sei ein wiederkehrendes Problem, mit dem es sich auseinanderzusetzen gilt. "Wir werden gemeinsam mit dem Sportdirektor und dem Eigentümer analysieren und schauen, was wir tun können, um die Dynamik zu verändern und uns in der zweiten Saisonhälfte zu verbessern."
"Unsere Realität ist jetzt das Tabellenmittelfeld und wenn wir klettern wollen, müssen wir uns steigern. Wir werden sehen, was wir tun können, wenn sich das Transferfenster öffnet", fügte der 51-Jährige hinzu.
Er werde nicht konkret nach neuen Spielern fragen, führte er weiterhin aus, aber es gehe darum, zu sehen, "ob die Wahrnehmung mit der Realität übereinstimmt".
Chelsea nur noch Mittelmaß
Wie weit beim Champions-League-Sieger von 2021 Wirklichkeit und Anspruch inzwischen auseinander liegen, wurde bereits in der vergangenen Saison deutlich. Damals verpassten die "Blues" auf Rang 12 deutlich die Qualifikation für die internationalen Plätze.
Gleichzeitig verbrannte der Verein mit Thomas Tuchel, Graham Potter und Frank Lampard gleich drei namhafte Cheftrainer, ehe Pochettino im vergangenen Sommer die Geschicke übernahm. Konstanz ist an der Stamford Bridge seither allerdings genauso wenig eingekehrt. Mit sieben Niederlagen und gerade einmal 19 Punkten ist Chelsea dem Relegationsrang 18 derzeit näher als den Plätzen, welche die Teilnahme an der Europa League garantieren.
"Es ist ein neues Projekt, ein neues Team, bei dem zu viele Umstände gegen uns sprechen. Das ist die Realität, zu viele Probleme und Umstände von Beginn der Saison an. Es ist nicht so einfach, etwas Neues aufzubauen und deshalb müssen wir die Situation richtig einschätzen und kluge Entscheidungen treffen", gab Pochettino die Marschroute voraus.
Aussagen, die so klingen, als würden die West-Londoner im Winter kräftig auf dem Transfermarkt zuschlagen.
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Quelle: Perform
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