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FC Arsenal - 20 Jahre nach den Invincibles: Havertz und Rice rüsten Arsenal für den Meister-Coup
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Publiziert 06/07/2023 um 19:09 GMT+2 Uhr
Der FC Arsenal rüstet auf. Nach dem Wechsel von Nationalspieler Kai Havertz vom FC Chelsea steht auch die Verpflichtung von Bayern-Flirt Declan Rice kurz vor dem Abschluss. Ein echter Statement-Transfer. Die eindeutige Botschaft an die Konkurrenz: Die Gunners sind wieder da! 20 Jahre nach den legendären Invincibles rüstet sich die Mannschaft von Trainer Mikel Arteta für den Angriff auf den Titel.
20 Jahre nach den Invincibles: Arsenal rüstet sich für den Angriff
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Im April träumten die Gunners noch von der ersten Meisterschaft seit 19 Jahren. Bis zum 32. Spieltag führte der FC Arsenal die Premier League an, thronte zeitweise mit acht Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Doch auf der Zielgeraden holte die Mannschaft von Mikel Arteta die berühmte Angst vorm Gewinnen ein.
Nur drei der letzten acht Begegnungen gewann der Hauptstadtklub - der Manchester City kurz vor Toresschluss doch noch passieren lassen musste.
"Im April und Mai braucht man 24 Spieler, die sich von ihrer besten Seite zeigen, voller Selbstvertrauen und Einsatzbereitschaft. Das war aus vielen Gründen nicht der Fall", musste Arteta nach dem 0:1 bei Nottingham Forest konstatieren.
Doch inmitten der tiefen Enttäuschung blickte der Spanier selbstbewusst nach vorne. "Tief im Inneren wissen wir, was wir erreicht haben", sagte der Arsenal-Coach und fügte kämpferisch an: "Wir sind noch nicht auf dem Level von Manchester City. Aber wir müssen andere Wege finden. Wir müssen Gas geben."
Arsenal lässt die Muskeln spielen
Sechs Wochen später und noch vor dem ersten Saisonspiel lassen die Gunners bereits Taten sprechen. Mit dem Transfer von Kai Havertz am zurückliegenden Mittwoch setzte Arsenal das erste dicke Ausrufezeichen auf dem Transfermarkt.
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Kai Havertz wechselt zum FC Arsenal
Fotocredit: Getty Images
Und nur eine Woche später lassen die Nordlondoner erneut die Muskeln spielen. Laut übereinstimmenden Medienberichten ist der Wechsel von Bayern-Wunschspieler Declan Rice zum FC Arsenal bereits perfekt. Ein echtes Statement an die Konkurrenz.
"Der Transfer ist riesig für Arsenal", analysiert Premier-League-Experte Pete Sharland von Eurosport in London. Vor allen Dingen, da der englische Nationalspieler als Abräumer vor der Abwehr eine wesentliche Baustelle der Gunners schließen soll.
"Es ist kein Geheimnis, dass das zentrale Mittelfeld einer der schwächsten Bereiche in der vergangenen Saison war", erklärt Sharland. Es fehlte ein klassischer Sechser. Die Folge: 26 Gegentreffer kassierte der Vizemeister in der Rückrunde. Deutlich zu viel, wie auch Coach Arteta erkennen musste. Mit dieser Anzahl an Gegentreffern "kann man die Liga nicht gewinnen", stellte der 41-Jährige klar.
Declan Rice und das Hoffen auf Stabilität
Sportlich verspricht Rice den Londonern deutlich mehr Stabilität und Ausgewogenheit. Doch der Coup ist auch - und vor allem - ein Zeichen an die Konkurrenz. Denn der FC Bayern und Manchester City hatten ebenfalls um den Conference-League-Sieger von West Ham gebuhlt - eine echte Chance schienen die beiden Top-Klubs aber nie wirklich zu haben.
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Declan Rice wird voraussichtlich nicht zum FC Bayern wechseln
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Arsenal hat sich in der vergangenen Saison eindrucksvoll auf höchstem Niveau zurückgemeldet und angesichts der großen Geschichte des Vereins ist es nicht verwunderlich, dass er wieder ein attraktives Ziel für Spieler höchster Güteklasse geworden ist.
So wie für Havertz, der sich bei seiner Vorstellung beeindruckt von der "Mentalität" im Kader der Gunners zeigte. "Das war einer der Gründe, warum es kürzlich so schwer war, gegen Arsenal zu spielen." Der deutsche Nationalspieler soll die spielerisch starke Schaltzentrale der Gunners nun noch unangenehmer machen.
Havertz soll Zentrale verstärken
Denn dass Arteta mit dem 24-Jährigen nicht in der Sturmspitze plant - wo er beim FC Chelsea 69 Mal auflief - deutete der Spanier bereits an. "Er wird unser Mittelfeld enorm verstärken und unser Spiel variabler machen", sagte Arteta, der in der Zentrale den Abgang von Granith Xhaka zu Bayer Leverkusen kompensieren muss. Möglich, dass der Spanier den Linksfuß auf der linken Achterposition neben Kapitän Martin Ödegaard und Rice aufbieten möchte.
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Arsenal-Coach Mikel Arteta
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Doch damit nicht genug: Nach "Kicker"-Informationen ist Joao Cancelo ein heißer Kandidat in London. Der Hauptfokus liegt aber auf dem Niederländer Jurrien Timber von Ajax Amsterdam, der die Innenverteidigung verstärken soll – und ein weiterer Schlüssel sein kann, einen Einbruch wie im April zu verhindern.
Trotz der verlorenen Meisterschaft ließ sich Arteta die beeindruckende Saison seiner Truppe nicht schlecht reden. "Wir haben enorme Lektionen gelernt. Wir haben in diesem Verein viel verändert, wir haben große Schritte gemacht."
Arsenal rüstet sich für den Coup
Der nächste soll in der kommenden Saison folgen. Nationalspieler Havertz machte bei seiner Präsentation keinen Hehl daraus, wohin die Reise an der Themse gehen soll. "Das Ziel ist es, Titel zu gewinnen", sagte der 24-Jährige bei seiner Vorstellung.
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Der FC Arsenal wurde 2003/2004 zuletzt englischer Meister
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Dass mit Mikel Arteta der adäquate Erbe von Meister-Coach Arséne Wenger auf der Trainerbank sitzt, bezweifelt in London nach anfänglicher Skepsis längst niemand mehr. In der abgelaufenen Spielzeit hat er gezeigt, dass er taktisch in der Lage ist, mit den Besten mitzuhalten und um den Meistertitel zu spielen.
20 Jahre nach der historischen Saison 2003/2004, in der die legendären Invincibles um Jens Lehmann, Thierry Henry und Dennis Bergkamp ohne Niederlage die Premier League gewannen, stehen die Chancen im Emirates so gut wie lange nicht mehr.
Nach Jahren der sportlichen Trostlosigkeit ist Arsenal zurück – und damit auch das Selbstverständnis der Gunners, wie die jüngsten Transferaktivitäten unter Beweis stellen. Havertz, Rice - Spieler, die man verpflichtet, wenn man die Premier League gewinnen will.
Mit Arsenal ist wieder zu rechnen.
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