FC Bayern: Min-Jae Kim vor Wechsel nach München – So soll das Neapel-"Monster" dem FCB helfen
Der FC Bayern ist auf der Suche nach einem Ersatz für den abwanderungswilligen Lucas Hernández offenbar in Italien fündig geworden. Mit Min-Jae Kim soll ein vielversprechender Innenverteidiger von der SSC Neapel nach München wechseln. Günstig wird der Südkoreaner zwar nicht, dafür kommt er mit reichlich Meriten und Lobeshymnen im Gepäck über die Alpen.
Min-Jae Kim
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Sommerzeit heißt im Fußball traditionell Gerüchtezeit. Auch um den FC Bayern ranken sich während der gesamten Saison Spekulationen über mögliche Transfers, in der Bundesliga-Pause nimmt das Ganze aber immer wieder aufs Neue richtig Fahrt auf.
Der Sommer 2023 bildet dabei keine Ausnahme. Der deutsche Rekordmeister, da sind sich die Verantwortlichen, Fans und Presse einig, benötigt zwingend einen namhaften Mittelstürmer. Dafür sind die Klubbosse bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen – dass es sich beim verspäteten Nachfolger von Robert Lewandowski aus monetärer Sicht um den neuen Rekord-Spieler handeln wird, ist nicht unwahrscheinlich.
Bislang ist Lucas Hernández, der 2019 für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid zum FCB gewechselt war, der teuerste Spieler der Vereinsgeschichte. Jener Hernández war es auch, der die Planungen der Bayern kürzlich mächtig durcheinanderwirbelte.
Eigentlich stand ein neuer Innenverteidiger in diesem Sommer nicht auf dem Einkaufszettel, Hernández' überraschender und plötzlicher Wunsch, die Bayern für ein Engagement bei Paris Saint-Germain zu verlassen, animierte die Vereinsführung aber zum Handeln.
Min-Jae Kim soll Hernández-Nachfolger werden
Die Suche nach einem Nachfolger für den Franzosen, der aufgrund eines Kreuzbandrisses lange pausiert hatte, fiel verhältnismäßig kurz aus, recht schnell schien man sich auf einen Defensivspezialisten aus der italienischen Serie A geeinigt zu haben: Min-Jae Kim von der SSC Neapel soll vom Fuße des Vesuvs an die Isar wechseln.
Der Südkoreaner, der die Sommerpause aktuell nutzt, um in seiner Heimat den Militärdienst zu absolvieren, zeigte sich offenbar von der Idee prompt angetan. Noch in dieser Woche soll er an der Säbener Straße unterschreiben, im Gegenzug machen die Münchner dem Vernehmen nach von einer in Kims Arbeitspapier verankerten Ausstiegsklausel über 50 Millionen Euro Gebrauch. Eine ähnliche Summe erhofft sich der FCB übrigens bei einem Hernández-Verkauf.
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Min-Jae Kim
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Doch was zeichnet den 26-Jährigen, dessen Name noch nicht lange mit den Schwergewichten der Fußballbranche in Verbindung gebracht wird, aus? Kim wechselte vor zwei Jahren aus China in die Türkei. Fernerbahce überwies seinerzeit knapp über fünf Millionen Euro, nach nur einer Saison zahlte Neapel das Dreifache an den Klub vom Bosporus, bei den Partenopei sollte Kim den langjährigen Abwehrchef Kalidou Koulibaly (FC Chelsea, mittlerweile in Saudi-Arabien) ersetzen.
Und das tat er – und das in eindrucksvoller Manier. Kim war vom ersten Spieltag an gesetzt, spielte bis auf wenige Ausnahmen stets über 90 Minuten. Nach nur einem Monat wurde er bereits zum Spieler des Monats in Italiens Beletage gewählt, am Ende einer eindrucksvollen Saison, die Neapel auch dank ihm erstmals seit 1990 als Meister abschloss, standen nicht nur zwei Tore und zwei Vorlagen, sondern auch die Auszeichnung bester Abwehrspieler der Liga zu Buche.
Kims angsteinflößender Spitzname
Der 49-malige Nationalspieler, der in Südkorea den angsteinflößenden Spitznamen "Monster" trägt, leistete sich keine nennenswerten Patzer und verbuchte durchschnittlich die meisten Ballaktionen in der Serie A, außerdem spielte er laut "kicker" von allen Akteuren der europäischen Top-Fünf-Ligen die meisten Vorwärtspässe (1057). Eine nackte Zahl, die untermauert, dass Kim neben seiner Stärke in direkten Duellen mit einem guten Spielaufbau punktet.
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Min-jae Kim
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Eine Qualität, die den Bayern zuletzt etwas abging. Zwar wissen die etatmäßigen Innenverteidiger Matthijs de Ligt und Dayot Upamecano auch mit rigoroser Zweikampfführung zu gefallen, als große Gestalter gelten die beiden allerdings nicht. An Fürsprechern mangelt es Kim indes nicht: Sein Napoli-Trainer Luciano Spalletti setzte im März dieses Jahres zu einer Lobeshymne auf den 1,90 Meter großen Abwehrspieler an.
Spalletti adelt Kim: "Bester Innenverteidiger der Welt"
"Er ist im Moment der beste Innenverteidiger der Welt", adelte der Italiener. Er schob nach: "Er macht pro Spiel mindestens 20 unglaubliche Dinge. Wenn er mit dem Ball am Fuß losläuft, ist er innerhalb von fünf Sekunden im gegnerischen Strafraum. Er ist unglaublich, immer aggressiv."
Weniger aggressiv zeigt sich Kim bisweilen neben dem Platz. In seiner Freizeit engagiert sich der Shootingstar, der eigenen Angaben zufolge in bescheidenen Verhältnissen aufwuchs, gerne gesellschaftlich.
"Ich leiste einen sozialen Beitrag. Ich halte Vorträge vor jungen südkoreanischen Fußballern", verriet er kürzlich in einem Interview mit dem "Guardian". "Ich erzähle ihnen, wie ich mich in ihrem Alter gefühlt habe und wie ich dahin gekommen bin, wo ich jetzt bin. Ich versuche, in einer einstündigen Sitzung so viel wie möglich von meinem Wissen zu vermitteln. Meistens reicht das aber nicht aus, also mache ich es für jeden Spieler zweimal."
Sprich: Kim bringt nicht nur aus sportlicher Sicht die viel zitierten Tugenden mit, die man beim FC Bayern gemeinhin schätzt.
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Quelle: Perform
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