FC Liverpool - Conor Bradleys traumhafte Debütwoche: Jürgen Klopp feiert das neue Reds-Wunderkind

Conor Bradley vom FC Liverpool feiert mit einem Tor und drei Vorlagen in zwei Spielen eine herausragende Debütwoche in der Premier League. Besonders beim 4:1 gegen den FC Chelsea stach der 20 Jahre alte Rechtsverteidiger ins Auge. Bradley selbst konnte seinen Traum-Einstand kaum begreifen, Trainer Jürgen Klopp überschlug sich mit Worten des Lobes für das neue Reds-Wunderkind.

Jürgen Klopp und Conor Bradley

Fotocredit: Getty Images

Jürgen Klopp wird den FC Liverpool am Saisonende nach fast neun Jahren den Rücken kehren. Dass der ehemalige Dortmunder sich mit der Meisterschaft verabschiedet, wäre beinahe kitschig, ist aber durchaus möglich.
Die Reds führen die Premier-League-Tabelle nach 22 von 38 Spieltagen mit 51 Punkten an, die Verfolger Manchester City (ein Spiel weniger) und FC Arsenal kommen auf 46 Zähler. Dass Klopp trotz seines bevorstehenden Goodbyes nichts an seiner Begeisterungsfähigkeit eingebüßt hat, stellte er unlängst unter Beweis. Conor Bradley hatte ihm allerdings auch reichlich Gründe geliefert.
Conor wer? Conor Bradley dürfte tatsächlich nur eingefleischten Liverpool-Aficionados ein Begriff gewesen sein, der Nordire stammt nämlich aus der eigenen Jugend und kam dementsprechend bisher vornehmlich für die U-Mannschaften des LFC zum Einsatz. Unter der Woche änderte sich sein Status, Bradley avancierte vom No-Name binnen kürzester Zeit zum viel beachteten Shootingstar.
Ende Januar feierte der 20-Jährige beim AFC Bournemouth (4:0) sein Debüt in der Premier League und steurte gleich eine Vorlage bei. Am vergangenen Mittwoch ließ er eine echte Gala-Vorstellung folgen: Beim 4:1-Erfolg gegen den FC Chelsea kamen nicht nur zwei weitere Assists dazu, Bradley erzielte darüber hinaus sein erstes Tor für die Profi-Mannschaft. Als Rechtsverteidiger wohlgemerkt. Die Fans huldigten ihm mit Standing Ovations.

Klopp schwärmt: "Das ist geil!"

"Ich kann mich nicht an viele Debütwochen erinnern, die so abgelaufen sind wie seine", gestand der merklich gut gelaunte Klopp im Interview mit "Sky": "Er ist ein toller Junge. Er bringt ein gutes Paket mit."
Im Anschluss setzte Klopp zu einer Eloge auf die Liverpooler Nachwuchsschmiede im Allgemeinen an: "Was die Akademie in den vergangenen Jahren produziert hat, ist beeindruckend. Es macht unendlich viel Spaß, wenn die eigenen Kerle, bei denen man den Bartwuchs mitverfolgen kann, plötzlich in der ersten Mannschaft spielen. Das ist geil!"
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Conor Bradley spielte sich zuletzt in den Fokus

Fotocredit: Getty Images

Lobhudeleien gab es indes nicht nur vom Trainer. Liverpool-Legende Robby Fowler zeigte sich ebenfalls angetan von den Bradleys Leistungen. "Er war absolut großartig. Jeder Liverpool-Spieler war toll, aber das war eine sehr besondere Leistung", schwärmte der ehemalige Stürmer bei "TNT Sports".
Fowler prophezeite: "Der Trainer wird sich jetzt den Kopf zerbrechen. Eigentlich kannst du ihn jetzt nicht aus der Mannschaft nehmen. Er hat jeden, der über seine Seite kam, unglaublich verteidigt."
Klopps vermeintliches Dilemma: Mit Trent Alexander-Arnold kehrte der etatmäßige Rechtsverteidiger nach überstandener Knieverletzung in den Kader zurück. Der Engländer spielt bislang eine ansprechende Saison und dürfte fortan - trotz Bradleys Glanzleistung - wieder gesetzt sein.

Bradley: "Fühlt sich an wie ein Traum"

Doch daran dachte nach der Gala gegen Chelsea niemand. Erst recht nicht der gefeierte Mann des Abends. "Es fühlt sich an wie ein Traum. Es ist unglaublich", gab Bradley bei "TNT Sports" zu Protokoll.
Über sein Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 sagte der Youngster: "Ich konnte einfach nicht glauben, dass er reinging. Ich wusste gar nicht, wohin mit mir. Ich lief einfach nur zur Eckefahne und rutschte auf die Knie."
Der Umstand, dass Klopp sein vorzeitiges Ende an der Mersey kurz zuvor bekanntgegeben hatte, sei für die Mannschaft Schock und Ansporn zugleich gewesen. Laut Bradley wolle die Mannschaft alles daran setzen, Klopp den Abschied mit mindestens einer Trophäe zu vergolden. Und er selbst dürfte sich vornehmen, dem beliebten Übungsleiter bei dessen Startelf-Auswahl so viel Kopfzerbrechen wie möglich zu bescheren.
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Klopp: "Einstellung nicht das Problem dieser Mannschaft"

Quelle: Perform

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