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FC Liverpool erfindet sich neu mit neuen Stars: Eine Entscheidung für Jürgen Klopp
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Publiziert 09/08/2023 um 17:35 GMT+2 Uhr
Beim 1. FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund war für Jürgen Klopp nach jeweils sieben Jahren Schluss. Auch beim FC Liverpool verlief das verflixte siebte Jahr nicht ohne Probleme. Nach einer verkorksten Saison planen die Reds nun mit vielen neuen Spielern einen Neuanfang. Dass Klopp diesen moderieren darf, spricht für sich. Dass er auch erfolgreich wird, ist allerdings noch nicht gesagt.
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Quelle: Perform
Nach Jahren des Dauererfolgs erlebten die Fans der Reds in der abgelaufenen Saison erstmals wieder einen schwachen FC Liverpool.
Das Team von Trainer Jürgen Klopp dümpelte in der Premier League lange in ungewohntem Terrain vor sich hin und qualifizierte sich erst mit einem erfolgreichen Schlussspurt für die Europa League. Doch 67 Punkte und Platz fünf waren zu wenig für den Meister von 2020.
In Verbindung mit dem Achtelfinal-Aus in der Champions League und dem League Cup sowie dem K.o. in der vierten Runde des FA Cups wurde den Verantwortlichen an der Anfield Road eines klar: Es muss ein Umbruch her.
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Gemeinsam mit dem neu angestellten Sportdirektor Jörg Schmadtke (ehemals VfL Wolfsburg und FC Köln) hatte man "viel zu tun", wie Klopp gegenüber "Sky" zugab.
FC Liverpool: Das ist neu
Die Liste abgegangener langjähriger Stützen liest sich lang: Jordan Henderson, Fabinho und Roberto Firmino wechselten jeweils in die saudi-arabische Pro League. James Milner (Brighton), Naby Keita (Werder Bremen) und Alex Oxlade-Chamberlain (vereinslos) verließen den Verein ebenfalls.
"Im Leben sind die meisten Dinge endlich. Dass ein top Kader, den wir über Jahre hatten, irgendwann verändert werden muss, ist ja klar. Sehr erfolgreiche Mannschaften bleiben tatsächlich sehr lange zusammen. Das war bei uns der Fall", ordnete Klopp die Abgänge ein.
Mit dem argentinischen Weltmeister Alexis Mac Allister (Brighton) und Dominik Szoboszlai (RB Leipzig) verstärkten sich die Reds für umgerechnet insgesamt 112 Millionen Euro mit zwei vielversprechenden Neuzugängen.
"Das sind top Jungs, top Spieler. Jung und trotzdem schon sehr, sehr gut. Das hilft. Sie haben ein unterschiedliches Profil und trotzdem eine ähnliche Position, die sie spielen können. Ich bin happy damit", bewerte Klopp die beiden Neuzugänge positiv.
FC Liverpool: Die neue Hoffnung
Darwin Núñez ist nicht mehr ganz neu in Liverpool. Schon im vergangenen Sommer schloss er sich den Reds an. Nach der stolzen Ablösesumme von umgerechnet 80 Millionen Euro konnte der 24-jährige Argentinier in seiner ersten Saison jedoch nicht vollends überzeugen.
In 42 Pflichtspielen erzielte die Nummer neun 15 Tore und legte vier weitere Treffer auf. Noch nicht genug, um die Fußstapfen von Firmino und Sadio Mané auszufüllen.
Doch an der Anfield Road hat man großes Vertrauen in Núñez: "Er ist eine Maschine. Er ist schnell, kann mit jedem Teil seines Körpers treffen. Er braucht Zeit, und die geben wir ihm hier", erklärte Klopp gegenüber "Optus Sport".
Zumindest die Vorbereitung liest sich vielversprechend: In fünf Spielen traf der Argentinier viermal.
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Genießt das Vertrauen von Jürgen Klopp: Darwin Núñez
Fotocredit: Getty Images
FC Liverpool: Das Fragezeichen
Nach den Abgängen jahrelanger Leistungsträger muss sich in Liverpool erst noch eine Hierarchie bilden. Mit Henderson ging der einzige Kapitän, den Klopp in Liverpool bislang hatte.
Hendersons Wechsel zu Al-Ettifaq sei "traurig, absolut seltsam", erklärte Klopp am Rande des Testspiels gegen den FC Bayern (3:4). Zwölf Jahre lang stand der englische Nationalspieler in Diensten der Reds: "Wir werden ihn ohne jeden Zweifel vermissen, das ist klar – als Mensch und als Spieler."
Gemeinsam mit Milner und Fabinho verließ den Verein die geballte Erfahrung von 1019 (!) Pflichtspielen im Dress des FC Liverpool. Eine neue Ära bahnt sich an. Mit dem neuen Kapitän Virgil van Dijk, Torhüter Allison, den Außenverteidigern Trent Alexander-Arnold und Andrew Robertson sowie Stürmer Mohamed Salah hat Klopp aber immer noch genügend Führungsspieler mit jahrelanger Liverpool-Erfahrung im Kader.
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Eine Ära geht zu Ende: James Milner und Jordan Henderson haben den FC Liverpool verlassen
Fotocredit: Getty Images
FC Liverpool: Hier ist noch Bedarf
Neben dem Führungsstil hinterlassen Henderson, Milner und Fabinho besonders in der Zentrale eine große Lücke: "Da müssen wir natürlich noch was machen, da sind wir dran", betonte Klopp.
Gehandelt wird Roméo Lavia, defensiver Mittelfeldspieler von Southampton FC. Neben Manu Koné (Borussia Mönchenglabdach) fällt auch der Name Joshua Kimmich (Bayern München) immer wieder.
An den Spekulationen beteiligen will sich Klopp aber nicht: "Es macht keinen Sinn, irgendeine Aussage zu tätigen. Wir sondieren den Markt und wollen für uns die bestmögliche Lösung finden."
FC Liverpool: Das kommt auf Jürgen Klopp zu
In jedem Klub, in dem Klopp Trainer war, überzeugte jeweils ein kämpferisch starkes Kollektiv mit bedingungslosem Sieges- und Kampfeswillen auf dem Platz. Ohne die verlängerten Arme Henderson und Milner muss sich diese Identität erst entwickeln.
Von den Liverpooler "Fabulous Three", bestehend aus Firmino, Mané und Mohamed Salah ist zudem nur noch letzterer übrig. Doch mit Núñez, Luis Díaz, Cody Gakpo und Diogo Jota stehen schon kompetente Nachfolger bereit.
Vor dem Hintergrund des massiven Umbruchs zeigt sich Klopp aber optimistisch: "Die Spieler sind nun alle nicht mehr da. Neue Türen gehen auf für andere Spieler, die müssen natürlich auch durchgehen. Ich werde ihnen dabei helfen. Es ist spannend und eine Herausforderung. Ich bin voller Vorfreude und denke nicht: Huch, wie sollen wir das hinkriegen?"
Klopp hat nun die Gelegenheit, zum wiederholten Male zu beweisen, was er für ein außergewöhnlicher Trainer ist. Los geht es für den FC Liverpool in der Premier League am 13. August beim FC Chelsea.
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