Jadon Sancho war bei Manchester United ein Rätsel - Benni McCarthy erklärt möglichen Grund für die schwere Zeit
Publiziert 06/10/2024 um 12:44 GMT+2 Uhr
Das Kapitel Manchester United stellt in der Karriere von Jadon Sancho keine allzu glorreiche Zeit dar. Der englische Nationalspieler geriet bei den Red Devils nach vier herausragenden Jahren bei Borussia Dortmund ziemlich schnell aufs Abstellgleis. Wie Benni McCarthy, ehemaliger Stürmertrainer bei ManUnited, nun verriet, wurden Sancho vor allem Kommunikationsprobleme zum Verhängnis.
Jadon Sancho während seiner Zeit bei Manchester United
Fotocredit: Getty Images
"Sancho ist ein sehr ruhiger Typ. Niemand weiß irgendetwas über Jadon", erklärte McCarthy im Podcast "On the Whistle".
Sancho komme demnach zum Training, "macht seinen Job, arbeitet und ist dann einfach sehr ruhig".
Gute Eigenschaften für einen fokussierten Sportler, McCarthy sieht in dieser persönlichen Zurückhaltung aber den Knackpunkt in Sanchos United-Karriere.
"Er ist ein großartiger Junge, großartiger Charakter, fantastischer Fußballer, unglaublich, was er kann. Für mich war es wirklich schade, dass es bei United nicht geklappt hat, weil ich dachte, er wäre der Typ Spieler, der in einem United-Trikot aufblühen würde", führte er weiter aus.
Heimweh und Probleme mit ten Hag
Sanchos Probleme seien womöglich auch auf sein Heimweh und die Entfernung zu seiner Familie in London zurückzuführen.
"Er ist oft heimlich nach London gefahren. Wahrscheinlich wollte er einfach näher bei Familie, Freunden und seiner Kultur sein", so McCarthy. Die Londoner Kultur ist sehr stark, also denke ich, dass Jadon vielleicht mehr davon wollte. Deshalb war er oft in London."
Das schlechte Verhältnis zwischen Sancho und Trainer Erik ten Hag war beim englischen Rekordmeister zudem ein allgegenwärtiges Thema.
Im vergangenen Winter "flüchtete" der 24-Jährige daher auf Leihbasis zurück nach Dortmund und erreichte mit dem BVB - auch dank so manch genialer Momente seitens Sancho - das Finale der UEFA Champions League.
McCarthy: "Hoffentlich findet Sancho die Magie wieder"
Im Sommer sollen sich Sancho und ten Hag ausgesprochen haben, zu einer Versöhnung kam es aber nicht. Vielmehr wechselte der Flügelstürmer per Leihe mit Kaufpflicht zum FC Chelsea.
"Jetzt ist er näher an zu Hause", hielt McCarthy fest. "Hoffentlich findet er den Frieden und die Magie wieder, die er in Dortmund hatte, und bekommt die Liebe, die er vom Trainerstab und den Spielern verdient. Ich denke, er wird wieder ein besonderer Spieler werden."
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