Manchester City lange ohne Rodri: Wie geht es für das Team von Pep Guardiola weiter? Premier-League-Konkurrenz bereit

Rodri fällt monatelang aus - und Pep Guardiola hat ein Problem. Der Mittelfeld-Stratege und Ballon-d-Or-Finalist ist so etwas wie eine Sieggarantie für Manchester City. Nun muss der amtierende Meister ohne den Superstar auskommen. Und die Konkurrenz macht sich berechtigte Hoffnungen: Vor allem der FC Liverpool und der FC Arsenal schielen jetzt in Richtung Premier-League-Titel.

ManCity nur mit B-Elf: Guardiola will "keine Energie verschwenden"

Quelle: Perform

Was ist der Unterschied zwischen einem sehr guten Team und einem der weltbesten Teams? Wenn man einigen Zahlen Glauben schenken mag, lautet die Antwort: Rodri.
Seit der Saison 2019/20 absolvierte der Spanier 174 Spiele in der Premier League für Manchester City. Nur 19 davon gingen verloren, der Punkteschnitt beträgt 2,37 pro Spiel. Ohne Rodri waren es 21 Spiele, von denen City sieben verlor. Ohne den Europameister fällt der Punkteschnitt auf 1,9 pro Spiel.
Auf die restliche Saison hochgerechnet würde das für die Skyblues am Ende 76 Punkte bedeuten. Mutmaßlich zu wenig für die erneute Meisterschaft. Zumal die Konkurrenz in absoluter Schlagdistanz ist. Arsenal erkämpfte sich am Tag von Rodris Verletzung ein 2:2 in Unterzahl gegen den Meister.
Schon an diesem Tag wurde die Rivalität in Worten (und Taten) unter Beweis gestellt. In den vergangenen beiden Saisons war Arsenal nicht weit weg vom ersten Titel seit 2004 - jetzt wittert die Mannschaft von Mikel Arteta erneut ihre Chance.

Die Rivalen wittern ihre Chance

Und auch Liverpool, das 2020 als bisher letztes Team Citys Dominanz durchbrechen konnten, ist unter seinem neuen Trainer Arne Slot sehr gut gestartet. Erst ein Gegentor gab es in fünf Saisonspielen - das reichte zwar für die überraschende Niederlage gegen Nottingham Forest. Ansonsten hielt sich die Mannschaft schadlos.
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Harvey Elliott und Arne Slot vom FC Liverpool klatschen sich ab

Fotocredit: Getty Images

Rodris Wunderstatistik lässt sich noch beeindruckender formulieren: Seit Februar 2023 hat Guardiolas Team mit dem Mittelfeldmann kein Spiel verloren, von elf Spielen ohne ihn gingen vier an den Gegner.
Und auch wenn die exakte Diagnose und die Ausfallzeit seiner Bänderverletzung im rechten Knie noch nicht feststehen, so ist wohl klar, dass die Citizens einen Großteil der Saison ohne Rodri überstehen müssen - und erst im Wintertransferfenster auf den Ausfall reagieren können.
Im Spiel gegen Arsenal ersetzte Mateo Kovacic den Verletzten, konnte dem Spiel aber sehr viel weniger seinen Stempel aufdrücken. Mit Ilkay Gündogan kam erst kurz vor Ende des Transfersommers ein Rückkehrer vom FC Barcelona ins zentrale Mittelfeld. Er (und Trainer Guardiola) interpretieren seine Rolle jedoch deutlich offensiver als Rodri.

Muss City auf den Ausfall reagieren? DIe Optionen

Im Ligapokal gegen den FC Watford bekleideten die jeweils 19-jährigen Rico Lewis und Nico O'Reilly die Doppel-Sechs. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Guardiola diese Kombination auch in der Premier League oder Champions League bringen wird.
Dass diese beiden die "B-Formation" bildeten, zeigt: Die Citizens haben ein Problem im zentralen Mittelfeld. Hinter Rodri gibt es abgesehen von Kovacic keine Alternativen von internationalem Format. Verteidiger John Stones könnte eine Position aufrücken, ist aber bei Weitem nicht der Spielgestalter, den sich Guardiola an dieser Stelle wünscht, weswegen er "seinen" Europameister zuletzt als "unersetzbar" bezeichnete.
Matheus Nunes warf nach dem Sieg gegen Watford seinen eigenen Hut in den Ring - er würde sich auf allen Positionen heimisch fühlen, auch auf der Sechs. Für Manchester City hat er diese Position allerdings noch nicht ausgefüllt, war deutlich offensiver und auf den Außen unterwegs.
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Rodri wohl schwer verletzt

Fotocredit: SID

Wenn Rodri tatsächlich die ganze Saison verpassen sollte, muss City die gut gefüllten Taschen wahrscheinlich öffnen. Sollte Martin Zubimendi von Real Sociedad kommen - wie für Spanien im EM-Finale? Bruno Guimaraes von Newcastle United? Die Gerüchteküche kocht erst langsam auf. Eine Verstärkung wäre vielleicht auch in Rodris Sinne.
Er beklagte die Überlastung im europäischen Fußball zuletzt lautstark und drohte sogar mit einem Streik. Sein unfreiwilliger Ausfall bringt nun womöglich Manchester City ins Wanken.
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Experten-Analyse: Das spricht für Bellingham, Rodri und Vini Jr.

Quelle: Perform


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