"Pep Guardiola hat den Fußball zerstört": Manchester-City-Trainer wird von Ex-United-Profi Tim Howard kritisiert
Update 25/09/2024 um 11:41 GMT+2 Uhr
Tim Howard, früherer Torhüter bei Manchester United, hat Trainer Pep Guardiola von Manchester City für dessen Spielweise angeklagt: "In jeder Hinsicht hat er den Fußball zerstört", sagte der US-Amerikaner im Podcast "It’s Called Soccer": "Er hat allen vor Augen geführt, dass sie überschwänglichen Fußball spielen könnten. Doch das können sie nicht. Nur drei Teams auf der Welt können das wirklich."
Pep Guardiola prägt einen Spielstil mit viel Ballbesitz, kurzen Pässen und wenigen Freiheiten für die Spieler
Fotocredit: Getty Images
Als Beispiel für die schwache Adaption des Ballbesitz-Fußballs mit wenig spielerischen Freiheiten nannte der 45-Jährige die US-amerikanische Nationalmannschaft. Dort habe der zuletzt entlassene Trainer Gregg Berhalter einen Spielstil à la Guardiola etablieren wollen.
"Wenn du auf meine Generation zurückschaust, waren wir nur ein Haufen von harten, robusten Typen, der ein paar Matchwinner hatte. Berhalter brachte das Team dazu zu glauben, dass sie (spielerisch) mithalten könnten, überschwänglich und in der Offensive gut spielen", schilderte Howard im neuen Podcast der früheren englischen Nationalspieler Jamie Carragher und Gary Neville.
Dem neuen US-Coach Mauricio Pochettino riet Howard, der 121 Länderspiele für die USA absolvierte, deshalb, sich eher auf eine solide Defensive zu konzentrieren und offensiv kein Spektakel mit limitierten Spielern veranstalten zu wollen.
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Quelle: Perform
Auch Schweinsteiger kritisierte Adaption von Guardiolas Spielstil
Howard pflichtete damit unter anderem Weltmeister Bastian Schweinsteiger bei. Der einstige Spieler des FC Bayern München und Manchester Uniteds hatte 2023 erklärt, dass der Spielstil Guardiolas bei der deutschen Nationalmannschaft für weniger Kampfgeist gesorgt habe.
"Als Pep Guardiola zum FC Bayern München kam, dachte jeder, dass wir diese Art von Fußball spielen müssen. Mit kurzen Pässen und allem. Wir waren mehr darauf fokussiert, uns den Ball schön zuzupassen", sagte Schweinsteiger: "Die meisten anderen Länder sahen Deutschland mal als Kämpfernation, die bis zum Ende rennt. Diese Stärken sind in den vergangenen sieben, acht Jahren verloren gegangen."
Pep Guardiola prägt seit seinem Profi-Trainer-Debüt beim FC Barcelona im Jahr 2008 einen Spielstil mit viel Ballbesitz und kurzen Pässen("Tiki Taka").
Beim FC Bayern München dominierte der Spanier von 2013 bis 2016 die Bundesliga, gewann die Champions League allerdings nicht. Seit 2016 sicherte der 53-Jährige in der Premier League sechs von acht Meistertiteln mit ManCity und gewann einmal die Champions League.
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