Manchester City: Pep Guardiola droht mit Kündigung wegen Kaderproblem - Tränen bei Abschied von Kevin De Bruyne
Update 21/05/2025 um 12:41 GMT+2 Uhr
Der Abschied von Kevin De Bruyne hat Pep Guardiola nicht kaltgelassen. Nach dem 3:1-Sieg von Manchester City über den AFC Bournemouth brach der spanische Trainer in Tränen aus, als auf den riesigen Leinwänden im Ethihad Stadium Botschaften ehemaliger Mitspieler an De Bruyne abgespielt wurden. Im Anschluss drohte er ManCity sogar mit seiner Kündigung, sollten sich gewisse Umstände nicht ändern.
Guardiola setzt City Ultimatum: "Da würde ich aufhören"
Quelle: Perform
Als Grund für seine Drohung gab Guardiola den aufgeblähten Kader an. "Ich habe dem Klub gesagt, dass ich das so nicht haben möchte", sagte er auf der Pressekonferenz über die vielen Profis: "Ich will nicht fünf oder sechs Spieler auf Eis legen müssen. Das will ich nicht. Ich werde aufhören. Verkleinert den Kader - und ich bleibe."
Gegen den AFC hatte der Starcoach gleich fünf gestandene Profis auf die Tribüne setzen müssen, weil der Spieltagskader nur 20 Spieler umfassen darf. Diese Verhältnisse, sagte Guardiola, sind "unmöglich für meine Seele". In der nächsten Saison dürfe es "nicht mehr so sein".
Der 54-Jährige weiter: "Ich kann nicht 24 Spieler trainieren und jedes Mal, wenn ich den Kader auswähle, vier, fünf oder sechs von ihnen zu Hause in Manchester lassen, weil sie nicht spielen dürfen. Das wird nicht passieren. Das habe ich dem Klub gesagt."
Aus Sicht von Guardiola gefährden zu viele Topspieler die "Teamhygiene". Für die Premier League dürfen 25 Profis gemeldet und darüber hinaus jederzeit Spieler dazugeholt werden, die jünger als 21 Jahre alt sind. Der City-Kader auf der Internetseite des Klubs listet 28 Spieler auf, dazu vier, die in dieser Saison verliehen sind.
Guardiola weint bei Abschied von De Bruyne
City hatte im Winter mehr als 200 Millionen Pfund (rund 240 Millionen Euro) für neue Stars wie Omar Marmoush von Eintracht Frankfurt ausgegeben. Als einziger Abschied zum Saisonende steht der von Spielmacher Kevin De Bruyne fest.
Ebenjener Abgang sorgte bei Guardiola für große Gefühle. De Bruyne wurde im großen Stile von ManCity verabschiedet, für das er seit seinem Wechsel vom VfL Wolfsburg im Sommer 2015 in 421 Spielen 108 Tore erzielt und 177 Vorlagen gemacht hat.
Während der Grußworte der ehemaligen Mitspieler des belgischen Zauberkünstlers brachen schließlich auch bei Guardiola alle Dämme.
"Titel sind schön und alles, was er erreicht hat, aber wenn man nach zehn Jahren mit so viel Respekt und Dankbarkeit geht, gibt es nichts Besseres als das. Es ist ein trauriger Tag", meinte er wenig später.
Mit 33 Jahren sieht sich De Bruyne, dessen im Juni auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert wurde, noch nicht am Ende seiner Karriere. Laut einem Bericht von "The Athletic" steht ein Wechsel in die Major League Soccer (MLS) zu Chicago Fire im Raum.
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(mit SID)
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