Chelsea klopft wie Rivale Liverpool bei Xabi Alonso an: Verbrennt sich der Ex-Real-Trainer die Finger an den Blues?
Publiziert 12/05/2026 um 23:12 GMT+2 Uhr
Der FC Chelsea steckt in der Krise: Dem Klubweltmeister droht nach turbulenten Monaten eine Saison ohne Europapokal, die Blues schlittern einer Identitätskrise entgegen. Nach dem Rauswurf von Liam Rosenior befindet sich der britische Hauptstadtklub wieder einmal auf Trainersuche - und schielt auf Xabi Alonso. Doch der Spanier tut gut daran, sich ein Engagement bei Chelsea gründlichst zu überlegen.
Xabi Alonso wird mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht
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Auf die fehlgeschlagene Prophezeiung soll der zweite Anlauf folgen - aber wo?
Nachdem Xabi Alonso im zurückliegenden Januar infolge einer siebenmonatigen Seifenoper bei Real Madrid vor die Tür gesetzt wurde, steht der Weltmeister von 2010 beim FC Chelsea ganz oben auf dem Zettel.
Einem Bericht von "The Athletic" zufolge sollen sich sowohl der ehemalige Trainer von Bayer Leverkusen als auch die Blues prinzipiell eine Zusammenarbeit vorstellen können. Ein Engagement in London birgt für Alonso jedoch mehr Gefahren als der erste Blick vermuten lässt.
"Xabi Alonso sollte ein Projekt finden, das ihm ermöglicht, seine Zeit in Madrid hinter sich zu lassen", meinte Redakteur und Fußball-Experte Jorge Ordás von Eurosport España. "Für ihn ist es von größter Bedeutung, jetzt die richtige Entscheidung zu treffen."
FC Chelsea: Verbrennt sich Alonso die Finger?
Eine Wohlfühloase findet Alonso beim FC Chelsea jedenfalls nicht vor: Lediglich vier Siege fuhren die Blues in den jüngsten 15 Partien ein, drei davon im FA Cup - inklusive zweier Siege gegen unterklassige Mannschaften. In der Premier League schlitterte der Klub mit einem Kaderwert von 1,16 Milliarden Euro auf Rang neun ab, womit ihm eine Saison ohne Europapokal droht.
Chelsea will diesen Sumpf so schnell wie möglich verlassen, was auch das Schicksal von Liam Rosenior verdeutlicht. Im Januar heuerte der 41-jährige Engländer als Nachfolger von Enzo Maresca und mit reichlich Vorschusslorbeeren dank seiner Arbeit bei Racing Straßburg an der Stamford Bridge an.
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Liam Rosenior wurde beim FC Chelsea nach nur 23 Spielen entlassen
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Auf einen eindrucksvollen Erfolgslauf folgten teils peinliche Niederlagen - und nach nur 23 Spielen im Amt war das Abenteuer für Rosenior wieder beendet.
"Derzeit ist die Trainerbank bei Chelsea eine der schwierigsten überhaupt, da der Klub angesichts der hohen Investitionen in Transfers und des mangelnden sportlichen Erfolgs in dieser Saison sofortige Ergebnisse verlangt", ordnete Ordás die Situation ein. "Das ist ein großes Risiko für Alonso."
Ähnlich wie bei Real Madrid würde Alonso sofort unter Druck stehen, jeder Fehler könnten bei der Vereinsführung Zweifel aufkommen lassen. Mit anderen Worten: Der Spanier könnte sich ordentlich die Finger verbrennen, ein weiterer Fehlschlag würde seiner Trainerkarriere früh einen empfindlichen Schlag versetzen.
Alonso und sein Umgang mit Starspielern
Die Qualitäten von Alonso sind jedoch unumstritten. "Er hat sich während seiner Zeit bei Leverkusen in kürzester Zeit einen herausragenden Ruf erarbeitet", hob Ordás hervor. "Vielleicht braucht seine Philosophie aber einfach eine längere Anpassungszeit. Und genau das war wohl einer der Gründe für sein Scheitern bei Real."
Die aktuelle Situation bei Chelsea sei jedoch "für Xabi und auch jeden anderen Trainer eine gewaltige Aufgabe", führte er weiter aus. Eine weitere Ursache für diesen Umstand ist die Dynamik innerhalb der Mannschaft.
Die Autorität von Rosenior sei laut übereinstimmenden Berichten von einem Großteil der Spieler untergraben worden, der Coach sei von einigen Leistungsträgern nicht mehr ernst genommen worden. Eine Parallele zu den Erfahrungen von Alonso, der sich in Madrid offenbar von seiner Mannschaft "entfremdete", wie es in den spanischen Medien hieß.
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Vinícius Júnior und Xabi Alonso hatten bei Real Madrid kein gutes Verhältnis
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"Wahrscheinlich ist seine größte Herausforderung, eine mit Stars gespickte Kabine zu führen", führte Ordás an.
Zwar besteht zwischen Real Madrid mit Namen wie Kylian Mbappé oder Vinícius Júnior und dem FC Chelsea ein großer Unterschied in Sachen Diva-Faktor, in der Kabine gilt Respekt jedoch überall als allerhöchstes Gut. Alonso könne in dieser Hinsicht aber immerhin auf einen wertvollen Trumpf setzen.
"Zum Glück verfügt er über eine makellose Spielerkarriere. Er spielte bei den größten Vereinen der Welt, arbeitete unter den besten Trainern und gewann die wichtigsten Titel", so Ordás. "Das ist für einen Trainer immer ein Pluspunkt, wenn er eine Kabine betritt."
Alonso: Wie steht es um eine Zukunft bei Liverpool?
Neben Alonso sollen den Chelsea-Verantwortlichen allerdings noch weitere Namen vorschweben, unter anderem haben auch Andoni Iraola (AFC Bournemouth sowie Marco Silva (FC Fulham) und auch Oliver Glasner (Crystal Palace) das Interesse des Vereins geweckt.
Darüber hinaus ist der zweimalige Champions-League-Sieger nicht der einzige Klub, der mit Alonso in Verbindung gebracht wird. Seit einigen Monaten wird der 44-Jährige auch mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht, sollten sich die Reds tatsächlich im Sommer von Meistertrainer Arne Slot trennen.
Laut Ordás wäre Alonsos Rückkehr zu jenem Verein, für den er zwischen 2004 und 2009 auf dem Rasen stand, eine angenehmere Lösung als Chelsea.
"Dort genießt er nach wie vor hohes Ansehen, und Liverpool ist ein Klub, der weniger kurzfristig denkt wie etwa Real oder Chelsea", erklärte er. "Das unterstreicht auch das Vertrauen, welches Jürgen Klopp in seinen ersten Jahren an der Anfield Road geschenkt wurde."
Wie "The Athletic" berichtet, sei eine solche Zusammenarbeit zurzeit jedoch vom Tisch, Slot soll auch in der kommenden Saison an der Anfield Road das Sagen haben.
Trotzdem wäre Alonso alles andere als gezwungen, im Gegenzug an der Stamford Bridge anzuheuern - und sollte sich seinen nächsten Karriereschritt gründlich überlegen.
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Flick emotional nach Todesfall und Meistertitel: "Barça wie eine Familie"
Quelle: Perform
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