Jack Grealish spielt bei Manchester City keine Rolle mehr: Der Liebling von Pep Guardiola wird nicht erwachsen

2021 ließ sich Manchester City die Dienste von Jack Grealish 117,5 Millionen Euro kosten. In seinen ersten beiden Jahren überzeugte der Flügelspieler und wurde für Trainer Pep Guardiola unverzichtbar. Doch seit dem Triplegewinn 2023 ist Grealishs Karriere arg ins Stocken geraten. Seinen Wunsch von der WM-Teilnahme 2026 kann er sich nur erfüllen, wenn er den Klub wechselt - aber Grealish bockt.

Guardiola: "Wird keine Saison auf dem roten Teppich"

Quelle: Perform

Bierdosenstechen mit Phil Foden, Champagnerduschen mit Erling Haaland, Flirts mit weiblichen Fans vor laufender Kamera - Jack Grealish hatte sich den Titel "Feierbiest" redlich verdient.
"Ich habe vier Tage durchgesoffen", gestand der Offensivspieler von Manchester City nach dem Gewinn der Champions League zur Vollendung des Triples aus Meisterschaft, FA Cup und Königsklasse. City war nach einem langen Anlauf und aberwitzigen Investitionen im Olymp angekommen.
Grealish spielte beim Erreichen des totalen Triumphs eine wichtige Rolle. Im Starensemble war er auf dem linken Flügel gesetzt. Sein Trainer Pep Guardiola wandelte einen berühmten Satz von Louis van Gaal ("Thomas Müller spielt immer") leicht um in "Jack Grealish muss immer spielen".
So glücklich und ausgelassen wie beim Partymarathon 2023 hat man Grealish im Dunstkreis von Manchester City seitdem jedoch nie wieder gesehen. In den letzten beiden Saisons kam Grealish gerade mal auf ein Drittel der Spielzeit im Vergleich zu den ersten beiden.

Höchststrafe für Grealish im FA-Cup-Finale

2024/25 stand er lediglich siebenmal in der Startelf und erhielt im FA-Cup-Finale gegen Crystal Palace (1:2) die Höchststrafe. Obwohl City ein Tor für die Verlängerung brauchte, wurde Grealish nicht eingewechselt. Im abschließenden bedeutungslosen Ligaspiel gegen Fulham schaffte er es nicht mal in der Kader.
"Er hat nicht gespielt, weil er nicht gespielt hat", lautete Guardiolas seltsame Begründung. "Es ist nichts Persönliches gegen Jack. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass er nach Manchester kommt. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass er noch hier ist. Alles andere kann ich nicht beeinflussen."
In Guardiolas Plänen für die kommende Saison spielt Grealish keine Rolle, obwohl City mit dem Franzosen Rayan Cherki (21) bislang nur einen Offensivspieler geholt hat. Schon in der letzten Saison zog Guardiola Grealish den eher auf dem rechten Flügel beheimateten Savinho vor. Etatmäßig links spielte Jeremy Doku.
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keine Liebesbeziehung mehr: Jack Grealish und Pep Guariola

Fotocredit: Getty Images

WM-Traum nur realistisch mit Vereinswechsel

Sein Absturz im Verein kostete Grealish 2024 schon die EM-Teilnahme. Sein letztes Länderspiel für England bestritt er am 13. Oktober in der Nations League B gegen Finnland.
Die WM 2026 ist Grealishs großer Traum, doch dafür muss er regelmäßig im Verein spielen. Dies hat Coach Thomas Tuchel mehrfach öffentlich klargemacht. Bei City wird es für den (ehemaligen) Guardiola-Liebling enorm schwer, sich für die Reise in die USA, Mexiko und Kanada zu empfehlen.
Die einfache Lösung heißt Vereinswechsel - doch dieser gestaltet sich schwierig. TV-Experte Rio Ferdinand legte Grealish nahe, "seine Füße schleunigst in saudi-arabischen Sand zu stecken." Doch das viele Geld in der Wüste reizt Grealish nicht.
Übereinstimmenden englischen Medienberichten zufolge würde der FC Everton gerne zuschlagen. Der Haken: Grealishs Gehalt von 345.000 Euro pro Woche. Die Toffees streben ein Leihgeschäft an, können sich den 29-Jährigen aber nur leisten, wenn City einen Großteil des Gehalts übernimmt.

Der Name Grealish zieht nicht mehr

Allerdings zieht Grealish erneut nicht so richtig. Ein Klub, der die letzte Premier-League-Saison auf Tabellenplatz 13 beendete, ist kein Ort, an dem sich Träume erfüllen lassen.
Wie rasant Grealishs Stern gesunken ist, zeigt die Tatsache, dass es keinen ambitionierten europäischen Klub gibt, der ihn gerne verpflichten würde. Und das in einem Transfersommer, in dem die Kohle bei vielen Vereinen recht locker sitzt. Siehe Chelsea, siehe Liverpool, wo selbst Ablösebeträge nahe der dreistelligen Millionengrenze oder sogar darüber möglich sind.
Grealishs Widerspenstigkeit, sich einem neuen Arbeitgeber zu öffnen, verträgt sich nicht mit dem WM-Traum. "Er wird im September 30 Jahre alt. Das ist keine große Überraschung, wenn man bedenkt, dass er 29 Jahre alt ist, aber es ist doch bemerkenswert. Um es ganz offen zu sagen: Er ist kein Kind mehr, verhält sich aber wie eins", schrieb "The Athletic".
Eine Woche vor dem Saisonstart in England steht das "Feierbiest" von einst am Scheideweg seiner Karriere.
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Fünf Teenager-Talente im Fokus für die neue Saison

Quelle: Perform


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