Kai Havertz nach brutalem Foul im Fokus: Arsenal steht nach grobem Foulspiel und umstrittener VAR-Szene vor dem Titel
Update 19/05/2026 um 18:11 GMT+2 Uhr
Der FC Arsenal hat am Montagabend einen großen Schritt in Richtung Titel gemacht - und mittendrin: Kai Havertz. Der deutsche Nationalspieler erzielte am 37. Spieltag der Premier League den entscheidenden Treffer gegen Burnley (1:0), aber durfte sich nach einem groben Foulspiel in der zweiten Halbzeit glücklich schätzen, nicht vom Platz geflogen sein. In England spricht man schon vom "Lucky Boy".
"Hatte es im Gefühl": Wie Artetas Bauch zu Havertz' Tor führte
Quelle: Perform
Kai Havertz setzte zur Blutgrätsche an - und in der Kommentatoren-Box schlugen selbst die einschlägig vorbelasteten Gary Neville und Jamie Carragher die Arme über dem Kopf zusammen.
"Puh, da ist er aber ein absoluter Glückspilz", sagte "Sky"-Experte Neville. Und Carragher rief erregt: "Das muss einfach eine Rote Karte sein." Wird ein Foulspiel zum Zünglein an der Waage im Titelkampf?
Havertz hatte den FC Arsenal am Montagabend zum 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Burnley geköpft und damit dem ersten Meistertitel nach 22 Jahren ganz nahe gebracht. Gewinnt Verfolger Manchester City am Dienstagabend nicht beim AFC Bournemouth (ab 20:30 Uhr im Liveticker), ist Champions-League-Finalist Arsenal durch.
Doch nicht wegen seines Treffers in der 37. Minute stand der Ex-Leverkusener nach dem Schlusspfiff in London im Mittelpunkt - mit seinem herben Tritt gegen Burnleys Lesley Ugochukwu versetzte Havertz die seit den Zeiten eines Roy Keane oder Vinnie Jones durchaus hartgesottene Premier League in Aufruhr.
Havertz: Stollen an der Wade - aber kein Rot
"Ein brutales Einsteigen von Havertz. Er ist meilenweit vom Ball entfernt. Es ist ja nicht nur das Umgrätschen, sondern vor allem der Treffer weit oben mit offener Sohle", sagte Neville, früherer Keane-Kollege und selbst kein Kind von Traurigkeit, nachdem Havertz seinen Gegenspieler in der 66. Minute ohne wirkliche Chance auf den Ball fies mit den Stollen an der Wade erwischt hatte: "Das ist echt nicht okay."
Schiedsrichter Paul Tierney gab trotz freier Sicht Gelb, der VAR-Check bestätigte dieses Urteil. Die Premier League veröffentlichte wenig später ein Statement zur Szene: "Die Entscheidung des Schiedsrichters, Havertz die Gelbe Karte zu zeigen, wurde vom VAR überprüft und bestätigt - das Foul wurde dabei nicht als grobes Foulspiel eingestuft."
Burnleys Interimscoach Mike Jackson verstand die Welt nicht mehr.
"Das war gefährlich und hätte zu einer Verletzung führen können", sagte Jackson: "Im heutigen Fußball ist das einfach eine Rote Karte. Und die hätte das Spiel zu unseren Gunsten kippen lassen können."
Vieira stellt sich hinter Havertz
Kaum verwunderlich: Bei Arsenal gab man sich ganz kleinlaut. Trainer Mikel Arteta, der Havertz gleich nach der Szene auswechselte, meinte: "Ich habe mir durchaus Sorgen gemacht, als die Szene überprüft wurde."
Vereinslegende Patrick Vieira stellte sich sogar hinter den Schiedsrichter und fand eine mögliche Erklärung, warum Havertz nicht im hohen Bogen vom Platz flog.
"Es war ein Tackling von hinten, und man konnte die Stollen sehen, aber der Schiedsrichter hat die richtige Entscheidung getroffen", so der Weltmeister von 1998. "Es war nicht genug Kraft oder Härte für eine Rote Karte. Die Gelbe Karte war eine faire Entscheidung."
Trotz aller Erklärungsversuche bleibt es aber dabei: Havertz war der "Lucky Boy", wie Neville anmerkte.
Wird Havertz' spezieller Abend zum Entscheider?
Die Frage lautet: Wird Havertz nun auch zum "Title Boy"?
In der 37. Minute - also lange vor seinem umstrittenen Einsteigen gegen Ugochukwu - drückte der 26-Jährige den Ball nach einer Ecke per Kopf über die Linie und erzielte den entscheidenden Treffer des Abends.
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Kai Havertz erzielte das entscheidende 1:0 gegen Burnley per Kopf
Fotocredit: Getty Images
Momente, für welche der ehemalige Leverkusener wie geschaffen scheint.
Vor fünf Jahren bescherte er dem FC Chelsea im Finale der Champions League mit seinem Treffer den Titel, auch in dieser Saison avancierte er schon zum Zünglein an der Waage. Im CL-Viertelfinale besiegelte er mit dem einzigen Tor der Paarung das Weiterkommen - und nun den ersten Meistertitel der Gunners seit 22 Jahren?
Dank Havertz könnte Arsenal am Dienstagabend auf der Couch Meister werden. Und "Lucky Title Boy" Havertz steckt mittendrin.
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(mit SID)
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