Jugend forscht - Ole Book lockt die Youngster nach Dortmund: Wie der BVB wieder zur Talentschmiede werden will
Publiziert 18/05/2026 um 23:08 GMT+2 Uhr
Unter dem neuen Sportdirektor Ole Book soll der Kader von Borussia Dortmund wieder jünger werden. Der langjährige Elversberger Erfolgsgarant ist bekannt für seinen guten Talent-Spürsinn und soll seinen Riecher auch beim Bundesliga-Vizemeister unter Beweis stellen. Ein Talent hat er schon verpflichtet, ein noch größerer Name könnte kommen. Kehrt der BVB zu den Wurzeln zurück?
Ole Book (Mitte) mit Nico Schlotterbeck (r.) und Waldemar Anton.
Fotocredit: Imago
Während die Spieler sich nach dem Spiel gegen Werder Bremen am Samstag in die Pause verabschieden und ihren Urlaub genießen, wird die Arbeit für Ole Book erst beginnen.
Seit März ist der 40-Jährige Sportdirektor bei Borussia Dortmund. Ein begehrtes Talent hat er bereits verpflichtet, einen vielversprechenden Nachwuchsspieler zum Profi gemacht.
Doch Book kündigte mehr an: "Wir wollen zu allen Phasen in der Lage sein, Transfers zu tätigen", sagte er jüngst bei "Sky Sport". "Es kann früh oder spät sein. Uns allen, inklusive Trainerteam, wäre es aber am liebsten, wenn wir bis zum Vorbereitungsstart noch ein bis zwei Transfers tätigen können."
Auch im Rennen um Herthas Toptalent Kennet Eichhorn soll der BVB mitmischen: Welche Rolle Youngster in Zukunft spielen sollen.
Joane Gadou wechselt aus Salzburg zum BVB
Einen Neuzugang für die kommende Saison hat Ole Book schon zu Buche stehen. Und zwar nicht irgendeinen. 19,5 Millionen Euro zahlen die Dortmunder für Joane Gadou offenbar an Red Bull Salzburg, die hatten wiederum vor zwei Jahren schon rund zehn Millionen an Paris Saint-Germain gezahlt.
Laut Book verfüge der 19-jährige Innenverteidiger "über einen guten Spielaufbau". Er sei "extrem schnell und gleichzeitig auch noch entwicklungsfähig", sagte er. Dennoch: Er soll den Schwarz-Gelben zur neuen Saison sofort helfen.
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Joane Gadou (l.) steht bislang bei Red Bull Salzburg unter Vertrag.
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Nach dem Karriereende von Niklas Süle und mit der langwierigen Verletzung von Emre Can ist die Verpflichtung des Teenagers ein klares Zeichen des BVB, in welche Richtung sich der Kader entwickeln soll.
Waldemar Anton und Nico Schlotterbeck sind gesetzt, auch Ramy Bensebaini und Emre Can können zur Seite stehen: "Deswegen sehen wir uns auf dieser Position erstmal fertig, um auch den jungen Spielern ihre Möglichkeiten zu geben", zitiert der "kicker" Book.
Talente nicht mit aller Macht nach vorn
Neben der Verpflichtung Gadous verkündete der BVB in dieser Woche, den 17-jährigen Mittelfeldspieler Mussa Kaba mit einem Profivertrag auszustatten.
Der Junioren-Nationalspieler zähle laut Dortmund "zu den größten Talenten im deutschen Fußball", wie Book auf der Vereinswebsite zitiert wird. "Wir trauen ihm den Sprung in unseren Profikader zu, werden ihm auf dem Weg dahin aber auch die nötige Zeit geben." Seit der U11 spielt Kaba beim BVB. Auch der 18-jährige Samuele Inacio soll künftig stärker eingebunden werden in die Profimannschaft.
Book, der in Elversberg bekannt war für seine hervorragende Nachwuchsarbeit und Talenten wie Nick Woltemade oder Paul Wanner zum Durchbruch verholfen hat, will aber nicht mit aller Macht auf die Jugend setzen.
Forsch in Sachen Transfers gibt er sich trotzdem: "Wir sind in der Situation, in der wir gut wirtschaften sollten", sagte Book bei "Sky Sport". "Trotzdem hat Borussia Dortmund immer Möglichkeiten, Transfers zu tätigen. Wir dürfen da aber auch kreativ sein, andere Modelle finden."
Kein Wettbewerb um die meisten Talente - kommt Eichhorn von der Hertha?
Book begann bei Elversberg als Scout, das Sichten von talentierten Spielern ist ihm also eingeimpft. Dennoch stehe für ihn an erster Stelle, dass der Spieler auch in die Mannschaft passt. Das hat der 40-jährige Ex-Profi schon häufiger erzählt.
Auch beim BVB sei es "kein Wettbewerb, dass die Spieler so jung sein müssen wie irgendwie möglich", zitiert ihn der "kicker". Wichtig sei es für ihn tendenziell aber schon, dass die Spieler, die kommen jünger sind als die, die gehen.
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Kennet Eichhorn von Hertha BSC
Fotocredit: Getty Images
Noch jünger ist das wohl meist gejagte Talent in der Bundesliga: Hinter Mittelfeldspieler Kennet Eichhorn ist die halbe Liga her. In Dortmund könnte er den scheidenden Julian Brandt ersetzen.
"Wir kennen und mögen den Spieler, wie viele andere Vereine auch. Alles andere werden wir sehen", sagte Book bei "Sky Sport". Die schlechtesten Karten wird der Vizemeister nicht haben, vielleicht sorgt die Philosophie des neuen Sportdirektors ja für einen Bonuspunkt.
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Kovac freut sich auf Kaba und Gadou
Quelle: Perform
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