Manchester United: Wer folgt auf Trainer Rúben Amorim? Oliver Glasner, Thomas Tuchel, Xavi Hernández als Kandidaten
Update 06/01/2026 um 14:21 GMT+1 Uhr
Manchester United hat sich von Trainer Rúben Amorim getrennt - und fängt nun wieder bei null an. In England gilt Oliver Glasner, zurzeit bei Crystal Palace unter Vertrag, als heißer Kandidat auf die Nachfolge. Nachteil: Der Coach ist erst ab Sommer zu haben. Neben ihm geistern mit Thomas Tuchel, Enzo Maresca und Xavi Hernández prominente Namen durch die Gerüchteküche - wer macht das Rennen?
Amorim-Bilanz: Seine Trainerkarriere bei Manchester United in Zahlen
Quelle: Perform
Mit Rúben Amorim hat sich Manchester United von seinem sechsten festangestellten Trainer seit Sir Alex Ferguson getrennt. Den Erfolgen unter der schottischen Klubikone laufen die Red Devils bislang vergeblich hinterher.
Wieder einmal fängt die Klubführung bei null an: Wie soll die Zukunft des englischen Traditionsvereins aussehen?
"United kann vermutlich die größten Namen verpflichten. Aber warum passiert das immer wieder?", sagte Owen Hargreaves, Experte bei TNT Sports. José Mourinho, Louis van Gaal, Ole Gunnar Solskjaer, Erik ten Hag oder Amorim: Selbst die bunteste Mischung an Coaches verhalf Manchester nicht aus der Misere.
Mit Darren Fletcher wurde wie einst bei Solskjaer ein Spieler aus goldenen Zeiten zum Interimstrainer befördert. Wiederholt sich die Geschichte - oder welcher Coach auf dem Zettel des Rekordmeisters könnte auf der Trainerbank landen? Manchester United schmeißt jedenfalls das Trainerkarussell wieder an.
Fletcher will in Solskjaers Fußstapfen folgen
Der Name Fletcher stellt auf Anhieb die romantischste Lösung dar. Als Spieler feierte er mit den Red Devils fünf Meisterschaften und den Champions-League-Titel 2008, die mittlerweile abhandengekommene Sieger-DNA bringt der einstige Mittelfeldmann definitiv mit.
Dann hören die Parallelen zu Solskjaer aber schon auf. Im Gegensatz zu seinem ehemaligen Teamkollegen weist der 41-jährige Schotte keine Erfahrung als Cheftrainer vor, bislang war er vor allem als Co-Trainer im Einsatz.
Fletcher wurde als vorübergehende Lösung vorgestellt, eine überzeugende Leistung beim Tabellen-19. aus Burnley am Mittwoch (ab 21:15 Uhr im Liveticker) könnte jedoch die Tür für eine dauerhafte Zusammenarbeit öffnen.
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Darren Fletcher springt bei ManUnited als Interimstrainer ein
Fotocredit: Getty Images
ManUnited: Übernimmt Glasner ab Sommer?
Englischen Medienberichten zufolge ist Oliver Glasner ein heißer Kandidat für den Trainerposten im Old Trafford. Der Vertrag des Österreichers bei Crystal Palace, wo er in den vergangenen Monaten sensationell FA Cup und Community Shield gewann, läuft noch bis Juni 2026.
Glasner (3-4-2-1) setzt in London auf ein ähnliches System wie Amorim (3-4-3), wodurch der Kader für ihn nicht komplett auf den Kopf gestellt werden müsste. Darüber hinaus bewies der ehemalige Frankfurt-Coach, dass er einen Klub auch ohne die ganz großen Namen im oberen Tabellendrittel etablieren kann.
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Oliver Glasner gewinnt mit Crystal Palace den FA Cup
Fotocredit: Getty Images
In der laufenden Saison kämpft Glasner mit Crystal Palace trotz des Abgangs von Starspieler Eberechi Eze um die Qualifikation für die Champions League und liegt in der Tabelle nur vier Punkte hinter dem FC Chelsea auf Platz fünf. In der Conference League stehen die Eagles in der K.o.-Phase.
Maresca und Xavi vor Comeback?
Mit Xavi Hernández und Enzo Maresca geistern zwei weitere Namen durch die Gerüchteküche, die in den vergangenen Jahren große Erfolge feierten.
Letzterer musste vier Tage vor Amorim seinen Hut beim FC Chelsea nehmen, nachdem vor allem teaminterne Meinungsverschiedenheiten zu Spannungen zwischen Trainer und Klubführung geführt haben.
Mit dem Triumph in der Conference League und dem überraschenden Titel bei der Klub-WM im zurückliegenden Sommer hat der 45-jährige Italiener starke Argumente auf seiner Seite. Maresca wäre sofort verfügbar und bräuchte im Alltag der Premier League keine Zeit zum Einfinden.
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Enzo Maresca
Fotocredit: Getty Images
Anders verhält es sich bei Xavi, der seit seinem Abschied beim FC Barcelona im Juni 2024 vereinslos ist. Der Spanier bringt zwar Erfahrung auf allerhöchstem Niveau - Gewinn der spanischen Meisterschaft und Supercopa - mit, müsste sich auf der Insel aber wohl erst eingewöhnen. Mitten in der Saison bleibt dafür aber nur wenig Zeit.
Was für den Weltmeister von 2010 spricht: Der 45-Jährige hat ein Auge für Talent und gibt jungen Spielern gerne eine Chance. So feierte unter anderem Super-Teenager Lamine Yamal unter Xavi sein Debüt beim FC Barcelona. Mit einem solchen Vorgehen wird auch eine stärkere Identifikation der Fans mit den eigenen Spielern bewirkt - in Manchester war dies in der jüngeren Vergangenheit nicht der Fall.
Klublegende wünscht sich Tuchel als Trainer
Natürlich gibt es auch eine Luxuslösung - und die hört auf den Namen Thomas Tuchel. Klublegende Paul Scholes hat den englischen Nationaltrainer als möglichen Nachfolger von Amorim ins Spiel gebracht - allerdings erst ab Sommer.
"Ich halte Tuchel für einen der Besten überhaupt", sagte die United-Ikone im Podcast "The Good, The Bad and The Football". Tuchel sei sein "Wunschkandidat – und sein Vertrag bei der englischen Nationalmannschaft läuft nur noch bis zum Sommer". Mit England ist Tuchel bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko (11. Juni bis 19. Juli) gefordert.
Laut Scholes, mit 716 Einsätzen der Spieler mit den drittmeisten Partien für ManUnited, müsse sich der Klub um den derzeitigen englischen Nationalcoach Tuchel bemühen. "Ich denke, er kann etwas temperamentvoll sein und ist mitunter schwierig im Umgang", sagte Scholes, er ergänzte aber mit Blick auf Tuchels Stationen bei Paris Saint-Germain, dem FC Chelsea oder Bayern München: Der 52-Jährige habe es "schon bei großen Vereinen bewiesen".
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Tuchel ist seit Januar 2025 Nationalcoach
Fotocredit: SID
Gary Neville, der zwischen 1992 und 2011 in Manchester unter Vertrag gestanden hatte, forderte ein Ende der "Experimente" auf der Trainerbank. "Ich war immer sehr stolz auf das, wofür dieser Verein steht – abenteuerlichen, aufregenden Fußball, der jungen Spielern Spielpraxis verleiht und die Zuschauer begeistert. Sie müssen Risiken eingehen und den Mut haben, offensiven, aggressiven Fußball zu spielen", sagte der zweimalige Champions-League-Sieger bei "Sky".
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(mit SID)
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Quelle: SID
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