Meisterrennen in der Premier League: Manchester City sitzt Arsenal im Nacken - das Momentum spricht für Guardiola
Update 21/04/2026 um 11:09 GMT+2 Uhr
Der FC Arsenal führt die Premier League noch an, doch Manchester City sitzt den Gunners mit einem Spiel weniger im Nacken. Während die Skyblues pünktlich zum Saisonendspurt Konstanz, Erfahrung und Momentum ausstrahlen, wirken die Nord-Londoner erneut nervös und anfällig. Wer hat das bessere Restprogramm, wer die stärkeren Nerven - und spricht jetzt alles für das Team von Pep Guardiola?
Arteta nach Arsenal-Pleite gegen Manchester City "sehr verärgert"
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"Wir müssen einfach demütig bleiben." Mit diesen Worten brachte Siegtorschütze Erling Haaland nach dem 2:1-Heimsieg von Manchester City gegen Arsenal die aktuelle Mentalität der Skyblues auf den Punkt. Es ist genau jene Haltung, mit der das Team von Pep Guardiola in die heiße Schlussphase der Saison geht.
Mit 67 Punkten liegt City nur noch drei Zähler hinter Tabellenführer Arsenal - hat dabei aber ein Spiel weniger absolviert.
Die Meisterschaft ist damit wieder völlig offen. Vor allem, weil City in der Liga seit Wochen konstant punktet. Die letzte Niederlage datiert vom 17. Januar, als das Stadtderby gegen Manchester United mit 0:2 verloren ging.
Auch Guardiola blieb trotz des Big Points demonstrativ gelassen. "Wenn ich sagen würde, das Momentum habe sich verändert, müsste ich ja sagen, dass das Momentum bei Arsenal schlecht ist nach dem heutigen Spiel. Aber wie soll das schlechtes Momentum sein?", sagte der Spanier bei "Sky Sports". "Sie stehen im Halbfinale der Champions League und haben dort noch kein Spiel verloren."
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Guardiola nach City-Sieg gegen Arsenal "stolz" auf Spieler
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Arsenal schwächelt in heißer Saisonphase - mal wieder
Guardiola ergänzte: "Natürlich wollten wir gewinnen. Aber wir mussten hart kämpfen. Für viele Spieler war es das erste echte Titelrennen in der Premier League, sie haben den Druck gespürt. Die Leistung war nicht überragend - aber das ist normal. Es gehört zum Prozess."
Während City rechtzeitig zur Crunchtime wieder Stabilität ausstrahlt, sendet Arsenal andere Signale. Noch vor wenigen Wochen waren die Gunners in allen Wettbewerben auf Titelkurs, dann folgte das Aus im FA Cup gegen Zweitligist Southampton, die Niederlage im League-Cup-Finale gegen City sowie das Abschmelzen des Vorsprungs in der Liga.
Besonders alarmierend: Aus den vergangenen sechs Pflichtspielen gelang nur ein Sieg - ein 1:0 bei Sporting Lissabon im Viertelfinale der Königsklasse. Die Mannschaft, die monatelang nahezu unantastbar wirkte, erscheint plötzlich anfällig. Es ist ein Muster, das Arsenal in den vergangenen Jahren immer wieder begleitet hat: starke Phasen und Nachlassen, sobald die Saison in die entscheidende Phase eintritt.
Trainer Mikel Arteta will davon jedoch nichts wissen. "Wir werden nicht stoppen, wir greifen wieder an. Das Titelrennen ist überhaupt nicht vorbei", sagte der Arsenal-Coach nach der Niederlage am Sonntagnachmittag trotzig. "Es sind noch fünf Spiele für uns und sechs für sie. Wir liegen noch drei Punkte vorne. Es ist noch so viel möglich. Wir können es schaffen."
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Mancher City: Zur richtigen Zeit in der richtigen Form?
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Manchester City: Zur richtigen Zeit in der richtigen Form?
Ein klarer Vorteil für Manchester City ist die enorme Titel-Erfahrung im Kader. Spieler wie Rodri, Bernardo Silva, John Stones, Ruben Dias, Phil Foden oder Erling Haaland wissen genau, wie man enge Meisterrennen gewinnt und unter Druck liefert.
Viele von ihnen holten bereits mehrfach den Premier-League-Titel und gewannen zudem die Champions League. Bei Arsenal ist die Lage anders: Leistungsträger wie Bukayo Saka, Martin Ödegaard, Declan Rice, William Saliba oder Gabriel besitzen zwar enorme Qualität, haben im Vergleich aber deutlich weniger Erfahrung im Gewinnen großer Titel. Gerade in den letzten Saisonwochen kann dieser Unterschied ein entscheidender Faktor werden.
In einer Einschätzung für Eurosport erklärte der englische Sportjournalist Pete Sharland von TNT Sports, dass er trotz der aktuellen Formkrise der Gunners "Arsenal weiterhin als Favoriten" im Titelrennen sehe, wenngleich die Entscheidung "vielleicht sogar über die Tordifferenz" fallen könne.
Sharland beobachtet bei Arsenal ein wiederkehrendes Muster unter Mikel Arteta, bei dem "die Anspannung der Fans auf die Spieler übergeht", was er jedoch weniger auf die Mentalität als vielmehr auf die fehlende Kaderbreite zurückführt.
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Der FC Arsenal steht auf dem Saisonendspurt massiv unter Druck
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Arsenal mit vermeintlich einfacherem Restprogramm
Den entscheidenden Arsenal-Vorteil sieht er im Restprogramm: Während City gegen vier Teams antreten muss, die um Europa kämpfen, hat Arsenal den "deutlich einfacheren Endspurt", wobei er lediglich das Auswärtsspiel bei West Ham als "echte Stolperfalle" markiert hat.
Das Guardiola-Team trifft noch auf Burnley, Everton, Brentford, Bournemouth, Crystal Palace und Aston Villa. Arsenal bekommt es noch mit Newcastle United, Fulham, West Ham United, Burnley und Crystal Palace zu tun.
Brisant: Gewinnt City das Nachholspiel gegen Burnley, wäre das Guardiola-Team punktgleich mit Arsenal. Dann könnte sogar das Torverhältnis entscheidend werden - aktuell ein knapper Vorteil für die Gunners (63:23 gegen 65:29). Sollte auch das gleich sein, zählen erzielte Treffer, anschließend der direkte Vergleich. Den konnten die Citizens für sich entscheiden (1:1 im Hinspiel, 2:1-Erfolg im Rückspiel).
Das Momentum aber scheint derzeit - auch wenn Ex-Bayern-Coach Guardiola dem widerspricht - auf Seiten von Manchester City zu liegen. Der Sieg gegen Arsenal, die größere Erfahrung im Titelendspurt und die gewohnte Nervenstärke sprechen aktuell für den Serienmeister. Arsenal dagegen wirkt anfälliger und muss beweisen, dass dieses Team diesmal echte Nervenstärke hat.
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Hoeneß gratuliert Bayern zur Meisterschaft: "Das ist beeindruckend"
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