Manchester City und Pep Guardiolas Erbe: Der Plan von Enzo Maresca unter der Lupe - Rodri bleibt Schlüsselfaktor

Bei Manchester City beginnt nach dem Abschied von Pep Guardiola eine neue Ära. Mit Enzo Maresca übernimmt ausgerechnet einer seiner einst engsten Vertrauten und soll die erfolgreiche Spielphilosophie fortführen. Doch trotz millionenschwerer Transfers und großer Zukunftspläne hängt vieles an einer Personalie: Weltmeister Rodri, dessen Zukunft und Fitness zum entscheidenden Faktor werden.

Maresca über Vorgänger: "Ein Privileg Pep zu beerben"

Quelle: SNTV

"Außergewöhnlich." Mit diesem Wort beschrieb Pep Guardiola seinen damaligen Trainer-Assistenten Enzo Maresca bereits 2021.
"Ich hatte bei Enzo dasselbe Gefühl wie damals bei Mikel Arteta. Er wird ein außergewöhnlicher Trainer", prophezeite der Starcoach. Fünf Jahre später ist genau dieses Szenario eingetreten: Maresca beerbt Guardiola bei Manchester City.
Nach fast einem Jahrzehnt unter dem erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte beginnt bei den Skyblues nun eine neue Ära – allerdings ohne radikalen Umbruch.
"Manchester City ist ein Verein, den ich sehr gut kenne. Die Chance, diese Mannschaft zu trainieren, ist eine großartige Gelegenheit für mich", sagte der Italiener nach seiner Vorstellung. Tatsächlich sind dem 45-Jährigen die Strukturen bestens vertraut. In der Saison 2022/23 arbeitete er bereits als Guardiolas Assistent im Etihad Stadium, ehe Stationen bei Leicester City und dem FC Chelsea folgten.

Maresca war immer die A-Lösung für Manchester City

Obwohl Maresca mit den Blues in seiner Premierensaison die Conference League gewann und anschließend auch die Klub-WM holte, wurde er nach eineinhalb Jahren entlassen. Laut "Sky" stand seine Rückkehr nach Manchester intern allerdings bereits seit März fest.
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Enzo Maresca: Die neue Ära bei Manchester City beginnt

Fotocredit: Getty Images

Dass sich City ausgerechnet für Maresca entschied, ist kein Zufall. Die Vereinsführung möchte zwar nach vorne blicken, gleichzeitig aber möglichst wenig an der Identität der Mannschaft verändern. Maresca gilt als einer der Trainer, die Guardiolas Philosophie am konsequentesten verinnerlicht haben.
Geduldiger Ballbesitz, Positionsspiel, permanente Flexibilität in der Offensive und ein kontrollierter Spielaufbau bleiben die Grundpfeiler seines Fußballs. Statistisch kam in den vergangenen anderthalb Jahren keine Premier-League-Mannschaft dem Stil von Guardiolas City näher als Marescas Chelsea.
Ganz identisch wird Manchester City künftig dennoch nicht auftreten. Während Guardiola häufig maximale Kontrolle bevorzugte, ließ Maresca seine Mannschaft aggressiver gegen den Ball arbeiten. Chelseas Pressing war unter dem Italiener intensiver, die Mannschaft attackierte Gegner früher und mutiger. Genau diese zusätzliche Dynamik soll künftig auch Manchester City auszeichnen.

Anderson als neuer Stratege der Skyblues

Passend dazu investieren die Skyblues kräftig in neues Personal. Mit Elliot Anderson verpflichtete City den englischen Nationalspieler für rund 135 Millionen Euro von Nottingham Forest – Vereinsrekord. Der 23-Jährige führte in der vergangenen Premier-League-Saison sowohl die Statistik der Ballkontakte als auch der gewonnenen Zweikämpfe an und soll nach dem Abgang von Bernardo Silva dem Mittelfeld mehr Intensität verleihen.
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Elliot Anderson machte auch bei der WM auf sich aufmerksam

Fotocredit: Getty Images

Gleichzeitig arbeitet City weiter an der Verjüngung des Kaders. Jeremy Monga unterschrieb bis 2031, Abdukodir Khusanov und Jérémy Doku stehen laut "The Athletic" ebenfalls vor langfristigen Vertragsverlängerungen. Zudem bemühen sich die Citizens intensiv um Mittelfeldjuwel Ayyoub Bouaddi vom OSC Lille. Der erst 18-Jährige könnte nach Anderson bereits der nächste 100-Millionen-Transfer werden.
Auch intern setzt Maresca auf Kontinuität. Laut "Football Insider" soll Phil Foden künftig die zentrale Figur seines Offensivspiels werden. Nach seiner Vertragsverlängerung bis 2030 plant der neue Trainer, den englischen Nationalspieler noch stärker in den Mittelpunkt zu rücken, anstatt ausschließlich auf weitere spektakuläre Neuzugänge zu setzen.
So viel Zukunftsplanung betrieben wird – über allem schwebt dennoch eine Personalie: Rodri. Für Guardiola war der Spanier "mit Abstand der beste Mittelfeldspieler der Welt", wie er im vergangenen Jahr betonte.

"Bester Mittelfeldspieler der Welt": Kann City Rodri halten?

Seine Bedeutung zeigte sich immer wieder, wenn er fehlte. Ohne den Weltmeister verlor City regelmäßig an Kontrolle, Dominanz und Stabilität. Genau deshalb verfolgen die Verantwortlichen die aktuellen Entwicklungen mit besonderer Aufmerksamkeit.
Transferexperte Fabrizio Romano berichtet, Rodri träume weiterhin von einem Wechsel zu Real Madrid und habe zeitgleich ein Angebot zur Vertragsverlängerung von City vorliegen. "Sky" meldete zuletzt sogar ein Treffen zwischen Rodris Beratern und Vertretern der Königlichen. Zwar dementieren andere spanische Medien konkrete Verhandlungen, ausgeschlossen scheint ein Wechsel aber keineswegs. Hinzu kommt ein weiterer Faktor: Rodri muss sich am Montag einer Rückenoperation unterziehen.
Auch personell gibt es weitere Veränderungen. John Stones (vereinslos) und Bernardo Silva verließen den Verein nach Auslaufen der Verträge, während der Kern der Mannschaft ansonsten weitgehend zusammenbleibt.
Für Maresca beginnt damit eine der schwierigsten Aufgaben: Er soll den erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte beerben, ohne dessen Handschrift vollständig zu verlieren. Die Voraussetzungen dafür sind gut, weil er den Klub und seine Philosophie wie kaum ein anderer kennt.
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Klopp bei seiner Vorstellung: "Ich will Fußball, der allen gefällt"

Quelle: Perform


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