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Cristiano Ronaldo übertrifft dank seiner fünf Liga-Tore Alfredo di Stefano und Raul
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Publiziert 13/09/2015 um 13:43 GMT+2 Uhr
Nach seinem historischen Fünferpack verzichtete der "außerirdische" Cristiano Ronaldo ungewohnt bescheiden auf große Sprüche. Dass der Weltfußballer beim 6:0 von Real Madrid bei Espanyol Barcelona Rekordtorschütze Raúl überbot und seine persönliche Krise beendete, war ihm nicht mehr als ein Schulterzucken wert. Die Schwärmereien überließ er gönnerhaft den anderen.
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"Er ist der Alfredo Di Stéfano des 21. Jahrhunderts", sagte Klub-Legende Francisco "Paco" Gento in Anlehnung an Madrids größten Fußballer. Doch den "blonden Pfeil" hat Ronaldo an diesem denkwürdigen Samstag im Power8 Stadium ebenso hinter sich gelassen wie den legendären Raúl. Di Stéfano traf in der Primera Division 227-mal für die Königlichen, Raúl war 228-mal erfolgreich - Ronaldo hält nun bei 230 Toren.
In der ewigen Torschützenliste Spaniens reicht das trotz der besten Quote (1,13 Treffer/Spiel) freilich "nur" für Platz vier. An der Spitze, klar: Lionel Messi. Der kleine, große Argentinier führte Barça beim Ligadebüt von Nationaltorwart Marc-André ter Stegen als Edeljoker mit seinem Tor zum 2:1 (0:0)-Erfolg bei Atlético Madrid. Barcelona behauptete mit dem dritten Sieg im dritten Spiel Platz eins, Real hat zwei Punkte Rückstand.
"Tag der Bestie"
Gesprächsthema Nummer 1 war dennoch Ronaldo. "Die Zahlen sprechen für sich. Ihm gebührt wie Raúl oder Di Stéfano ein ewiger Platz in den Geschichtsbüchern", sagte Real-Coach Rafa Benítez: "Wir sprechen da über drei historische Spieler und ich hoffe, er kann so weitermachen."
Reals Hausblatt Marca, das als einziges Medium sogar 231 Treffer zählte, schwärmte vom "Tag der Bestie". Ronaldo, der die Gala mit einer Vorlage zu Karim Benzemas 4:0 krönte, habe nach sieben Spielen ohne Tor als persönliches "Antivirus" seine "Dämonen vertrieben". Der "Außerirdische" habe seine "Superkräfte" gezeigt und sei "wie ein Donner" über Espanyol gekommen, schrieb AS.
Dritter Spieler einen Fünferpack auf fremden Terrain erzielt
Der für den Champions-League-Start gegen Schachtjor Donezk geschonte Weltmeister Toni Kroos gratulierte in der Kabine, Verteidiger Pepe meinte: "Wenn er einen Lauf hat, ist er nicht zu stoppen." Und Torhüter Keylor Navas ergänzte: "Cristiano ist unglaublich. Wir alle wissen nur zu gut, dass er der beste Spieler der Welt ist."
Auch wenn sie in Barcelona anderer Meinung sind: Ronaldos Zahlen sind tatsächlich beeindruckend. Der Portugiese (30) ist erst der dritte Spieler in der über 86-jährigen Geschichte der Primera División, dem auswärts ein Fünferpack gelingt. Außerdem ist er der erste Profi seit 72 Jahren, der einen solchen "Repoker" in zwei aufeinander folgenden Saisons schafft, und erst der dritte überhaupt - bereits beim 9:1 in der vergangenen Saison gegen Granada traf er fünfmal. Kein Wunder, dass Klub-Boss Florentino Pérez zuletzt eine ebenso außerirdische Ablösesumme für ihn aufrief: eine Milliarde Euro.
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