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Regionalliga: Skandalös! Christian Müller erst mit Verzögerung von Sanitätern behandelt

Skandalös! Sanitäter lassen schwer verletzten Spieler in Stich
Von SID

06/11/2017 um 12:35Aktualisiert 06/11/2017 um 13:38

Ex-Profi Christian Müller vom Regionalligisten KFC Uerdingen hat beim Spiel des West-Spitzenreiters am Samstag beim Wuppertaler SV (1:0) schwere Gesichtsverletzung erlitten. Nach einem Zweikampf mit Peter Schmetz vergingen nach Angaben des Magazins "Reviersport" viele bange Minuten, in denen der frühere Bundesligaprofi ohne Hilfeleistung von Rettungskräften blutverschmiert auf dem Platz lag.

Demnach eilten die Sanitäter erst nach lautstarker Aufforderung der Akteure beider Teams, zwei Durchsagen des Stadionsprechers und einem gellenden Pfeifkonzert der 4322 Zuschauer zur Hilfe auf den Platz.

Eine Person aus dem Umfeld des WSV stellte später Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung.

Der frühere Bundesligaprofi von Hertha BSC wurde nach einer zehnminütigen Unterbrechung auf einer Trage abtransportiert und zu weiteren Untersuchungen in ein Wuppertaler Krankenhauses gebracht. Der 33-Jährige erlitt Medienangaben zufolge einen Bruch des Joch- und Nasenbeines.

Sportvorstand erwartet "lückenlose Aufklärung"

Wuppertals Sportvorstand Manuel Bölstler kündigte gegenüber dem "Reviersport" "eine lückenlose Aufklärung" des Vorfalls an. "Wir haben 16 Sanitäter und einen Notarzt für dieses Spiel gestellt", sagte Bölstler:

"Ich habe aber nur vier auf dem Vorplatz gesehen und später zwei, die von der Tribüne kamen, die sagten, dass sie nur für den Tribünenbereich zuständig seien. Da fehlen aber noch zehn Sanitäter. Ich weiß nicht, wo die waren."

Der 33-Jährige erlitt nach Informationen der "Bild" einen Nasenbeinbruch sowie eine Gehirnerschütterung und konnte am Sonntag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

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