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Bundesliga - Relegation Wolfsburg-Kiel: Die Reaktionen von Arnold, Labbadia und Drexler

Reaktionen: "Dann hätten wir nicht diese Scheißspiele"
Von Eurosport

18/05/2018 um 00:03Aktualisiert 18/05/2018 um 07:41

Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung hat der VfL Wolfsburg die Tür zum Klassenerhalt weit aufgestoßen. Die "Wölfe" siegten gegen Holstein Kiel im Hinspiel der Relegation mit 3:1 (2:1). Kiel drückte gegen Spielende, konnte seine zahlreichen Chancen aber nicht nutzen. Eurosport.de hat die Reaktionen von Spielern und Trainern zusammengestellt.

Dominik Drexler (Holstein Kiel): "Wir müssen hinten raus mutiger spielen. Wenn wir zu viele lange Bälle spielen, kommen wir nicht in unsere Abläufe. Wir müssen zielstrebiger Spielen. Sonst haben wir gegen Wolfsburg keine Chance. Man hat gesehen, dass Wolfsburg einfach viel Qualität hat. Unser Matchplan war anders. Wir haben zuviel reagiert, kamen nicht in unser Spiel. Wir brauchen den Ball und mehr Dominnaz im Spiel."

Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg): "Wir haben das vierte Tor verpasst, kamen dann ins Schwimmen. Wir sind 16. der Bundesliga, das da nicht alles klappt, ist auch klar. Gegen Köln haben wir schon eine anderes Gesicht gezeigt mit den eigenen Fans im Rücken. Hätten wir das ein paar Mal mehr geschafft in dieser Saison, dann hätten wir jetzt nicht diese Scheißspiele. Wir haben den ersten Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit dem vierten Tor hätten wir Kiel die Luft zum Atmen genommen. Aber der Sieg ist verdient, wir werden in Kiel alles klar machen."

Markus Anfang (Holstein Kiel): "Wir hatten ein Jahr mit dem Videobeweis nichts zu tun. Ich habe keine Ahnung. Vielleicht hätten alle Jungs protestieren müssen, damit sich der Schiedsrichter das anschaut. Wenn ich die Szene so sehe, glaube ich, dass sie im Mittelfeld gepfiffen werden würde. Wir haben das hinten raus sehr gut gemacht. Viele unserer Jungs haben vor einem Jahr noch in der dritten Liga gespielt, da müssen sie sich erst an die höhere Qualität anpassen, das hat etwas gedauert. Hinten raus muss sich keiner beschweren, wenn wir zwei Tore schießen. Wenn wir dass so spielen, ist alles möglich und wir kommen zu unseren Chancen. Leider haben wir uns dafür nicht belohnt. Wir freuen uns auf ein gutes Spiel zuhause und werden alles geben."

Bruno Labbadia (VfL Wolfsburg): "Wir hatten gute Möglichkeiten, haben die Kontrolle dann abgegeben, haben nicht mehr nach vorne gespielt. Da war zu wenig Druck nach vorne. Wir sind dann nicht mehr gut angelaufen, haben den Gegner nicht mehr gut attackiert, dadurch kam Kiel dann ins Spiel. Wir merken seit Wochen, dass die Arbeit fruchtet. Mit dem Ball haben wir gut agiert. Spielerisch haben wir da heute gut gemacht, hätten das ein oder andere Tor mehr machen können. Aber eben auch noch Tore kassieren können. Ich glaube für die Zuschauer war es ein Wahnsinnsspiel. Wir wussten vorher schon von Kiels Offensivstärke. Wir nehmen viel Gutes aus der Partie mit, wissen aber auch, was wir im Rückspiel abstellen müssen."

Eurosport-Experte Matthias Sammer: "Man sieht ja, wie es läuft. 70 Minuten dachte man, es ist nur eine Frage der Zeit bis das vierte Tor fällt, dann gibt es ein paar Veränderungen und es ist alles möglich. Wenn sie zu Hause Wolfsburg so unter Druck setzen können, kannst du drei, vier Tore machen. Die letzte Viertelstunde macht Kiel ja eigentlich zum moralischen Primus."

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