Borussia Dortmund dank Trainer Niko Kovac in der kommenden Saison in der Champions League dabei - BVB-Bosse loben den Coach in höchsten Tönen

Hans-Joachim Watzke schlug Lars Ricken mit breitem Grinsen erleichtert auf die Schulter, dann erklang die Champions-League-Hymne. Borussia Dortmund hat seine furiose Aufholjagd in der Bundesliga gekrönt und ist durch ein 3:0 (1:0) gegen Absteiger Holstein Kiel doch noch in die Königsklasse eingezogen. Der Mann des Tages aber stand nicht auf dem Platz, sondern an der Seitenlinie: Coach Niko Kovac.

Kovac lobt BVB-Entwicklung: "Lange Zeit waren wir nur Beifahrer"

Quelle: Perform

Niko Kovac herzte nach der Partie jeden seiner Spieler, dabei gebührte dem Trainer der größte Dank. Der 53-Jährige hatte den BVB Anfang Februar auf Platz elf übernommen - und zurück in die Erfolgsspur gebracht.
"Ich bin total erleichtert, auch wenn es nur das Mindestziel ist", sagte Sport-Geschäftsführer Ricken bei "Sky" und adelte Kovac: "Was Niko geleistet hat, ist eine der größten Trainerleistungen des BVB."
Kovac hatte den BVB Anfang Februar auf Platz elf übernommen - und mit einer furiosen Aufholjagd doch noch in die sportlich attraktive und finanziell lukrative Königsklasse geführt.
Der BVB gewann sieben der acht vergangenen Spiele. "Das ist außergewöhnlich", lobte Klub-Boss Hans-Joachim Watzke, den es "genervt" hätte, wenn der BVB ausgerechnet "in meinem letzten Jahr" die Champions League verpasst hätte.

Kovac bescheiden: "Lob an die Jungs weitergeben"

Dortmund beendet durch den Sieg die Saison auf Platz vier und schob sich noch am SC Freiburg vorbei. Kovac blieb bescheiden: "Ich möchte das Lob an die Jungs weitergeben."
Serhou Guirassy per Foulelfmeter (3.), Marcel Sabitzer (47.) und Felix Nmecha (73.) sorgten für den Sieg, die frühe Rote Karte gegen Kiels Abwehrchef Carl Johansson (9.) kam dem BVB zusätzlich entgegen.
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BVB-Stürmer Serhou Guirassy trifft gegen Holstein Kiel

Fotocredit: Imago

Im Vergleich zum überzeugenden Sieg in Leverkusen (4:2) brachte Kovac Sabitzer für den gelbgesperrten Pascal Groß.
Die Ausgangslage war klar: "Heute ist es ein Endspiel, es wird verdammt schwer. Erst wenn wir um 17:20 Uhr zwei Tore mehr haben als der Gegner, haben wir es geschafft", sagte Kovac im Vorfeld, stellte aber auch klar: "Wir wollen nicht nach Freiburg schauen - eher müssen die anderen nach Dortmund schauen."

Das Mainz-Trauma? Kein Thema mehr beim BVB

Und der BVB legte vor 81.365 Zuschauern im Fernduell mit dem Sportclub und Eintracht Frankfurt gleich doppelt vor. Nach 75 Sekunden holte Nmecha den Elfmeter raus, Toptorjäger Guirassy verwandelte sicher zu seinem 21. Saisontor.
Das Trauma von vor zwei Jahren, als Dortmund mit dem 2:2 gegen den FSV Mainz 05 auf den letzten Metern die sicher geglaubte Meisterschaft verspielt hatte, sei in der Mannschaft "überhaupt kein Thema" gewesen. Und spätestens nach der Notbremse von Johansson gegen den enteilten Karim Adeyemi vermochte im ausverkauften Stadion niemand an ein ähnliches Szenario zu denken.
Der haushohe Favorit war drückend überlegen, legte sich die Gäste zurecht - doch kam in der ersten Halbzeit zu wenig zwingenden Torchancen. Das wurde fast bestraft, Shuto Machino scheiterte mit der ersten Gelegenheit der Gäste am glänzend reagierenden Gregor Kobel (39.).

Can spricht von "AchterbahnSaison"

Durch die Führung der Freiburger rutschte der BVB zu diesem Zeitpunkt wieder aus den Königsklassen-Rängen. Und so machte sich nach der furiosen Anfangsphase immer mehr Unruhe im Stadion breit, auch bei Kovac an der Seitenlinie.
Kurz nach Wiederanpfiff beruhigte Sabitzer aber mit dem zweiten Tor der Begegnung die Schwarz-Gelben, die letztlich ungefährdet gewannen.
"Champions League ist einfach das Höchste", erklärte Kapitän Emre Can bei "Sky". Man habe sich allerdings "nicht diese Achterbahnsaison" gewünscht. Dennoch sei das Team "sehr glücklich über den vierten Platz, wenn man sieht, wie die Saison gelaufen ist".
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(SID)
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Fallrückziehertor aus 22 Metern: Wenn der geht, geht alles!

Quelle: Eurosport


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