Donezk-Trainer Roberto De Zerbi steckt in Kiew fest: "Von den Bomben aufgeweckt" - Meisterschaft verschoben

Roberto De Zerbi, Trainer von Schachtjor Donezk, sitzt gemeinsam mit seinem Betreuerstab in Kiew fest. "Die Botschaft forderte uns auf zu verschwinden, aber ich konnte meine Mannschaft nicht zurücklassen", erklärte der Italiener. Es sei schwierig, diese Entscheidung den Liebsten zu Hause zu erklären. "Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich die gleiche Wahl treffen."

Roberto De Zerbi

Fotocredit: Getty Images

Es sind Stunden des Schreckens und der Angst, die auch De Zerbi und seine Mitarbeiter beschäftigen. "Heute Nacht wurden wir von den Bomben geweckt", erklärte er.
Die ukrainischen Behörden hätten allen Bewohnern geraten, ihre Häuser nicht zu verlassen. Die Fluchtwege seien zurzeit unpassierbar.
"Ich bin in meinem Zimmer, es ist ein schlimmer Tag", schilderte der 42-Jährige die momentane Situation. Er habe lange auf die Aussetzung des ukrainischen Meisterschaftsbetriebs gewartet, nun sei endlich die diesbezügliche Entscheidung getroffen worden. Für einen Monat wird in der Ukraine der Ball nicht rollen.
"Ich bin hier für den Sport. Der Meisterschaft und unseren Fans konnte ich nicht den Rücken kehren", erläuterte er weiter. "Wir wollen keine Helden sein, weil es keine Helden gibt. Aber unsere Arbeit stellt uns eben gewisse Pflichten."

De Zerbi hofft auf sichere Heimreise

Nach der Absage der anstehenden Spiele könne er nun nach Hause zurückkehren. Doch angesichts des Krieges ist eine Rückkehr nur schwer umzusetzen.
"Wir vertrauen darauf, dass uns die Botschaft und die Regierung bei der Heimreise helfen werden. Ich bin zuversichtlich", blickte er optimistisch in die nahe Zukunft.
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Quelle: Perform

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