Schweizer Klubchef des FC Sion kündigt wohl vielen Stars

Der Schweizer Fußball-Erstligist FC Sion soll acht seiner Spieler wohl fristlos gekündigt haben, weil sich diese weigerten, der vom Verein verordneten Kurzarbeit zuzustimmen. Mit dieser Maßnahme, die nur noch ein Maximalgehalt von 12.350 Franken im Monat erlaubt, versuchen derzeit etliche Klubs der Schweizer Super League in der Corona-Krise ihre Kosten zu reduzieren.

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So forderte auch der FC Sion seine Spieler zu Wochenbeginn in einem Schreiben auf, der Kurzarbeit zuzustimmen - und gab ihnen dazu laut einem Bericht des "Blick" nur wenige Stunden Bedenkzeit.
Doch nicht alle Profis stimmten der Maßnahme zu, einige erbaten sich offenbar Bedenkzeit oder antworteten nicht innerhalb der gesetzten Frist. Daraufhin ließ Klubchef Christian Constantin diesen neunSpielern die Kündigung aussprechen.
Betroffen sind anscheinend der frühere Arsenal- und Barca-Profi Alex Song sowie Kapitän Xavier Kouassi, Ermir Lenjani, Johan Djourou, Seydou Doumbia, Mickaël Facchinetti, Christian Zock, Birama Ndoye und Pajtim Kasami, die allesamt eine teils massive Kürzung ihre Bezüge nicht oder nicht so kurzfristig hinnehmen wollten.
"In dieser kurzen Zeitspanne war es unmöglich, die Sache seriös abzuklären. Und vom Klub war für Nachfragen niemand erreichbar. Was der FC Sion da gemacht hat, ist alles andere als korrekt", sagte Djourous Berater Costa Bonato dem Schweizer Boulevardblatt.
Die Spieler gehen zusammen mit der Vereinigung der Schweizer Fußballspieler (SAFP) gegen den radikalen Schritt des Vereins vor. In einem Schreiben , aus dem der "Blick" zitiert, fordert SAFP-Präsident Lucien Valloni den FC Sion auf, "diese missbräuchlichen Kündigungen unverzüglich [zu ]widerrufen".
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