Labinot Bajrami beim FC Zürich nach Trainer-Beleidigung degradiert - Vater wegen Regenschirm-Wurf landesweit verbannt

Ein beispielloser Eklat in der Schweiz hat schwere Folgen für einen Fußball-Spieler und seinen Vater. Der 19-jährige Labinot Bajrami ist vom FC Zürich wegen einer Trainer-Beleidigung degradiert worden. Sein Vater, der wegen der darauf folgenden Auswechslung einen Regenschirm in Richtung von Trainer Ricardo Moniz warf, darf künftig in keinem Stadion in der Schweiz mehr Platz nehmen.

Labinot Bajrami vom FC Zürich in der Conference-League-Qualifikation gegen Vitoria Guimaraes

Fotocredit: Getty Images

Am vergangenen Sonntag war es beim Auswärtsspiel des FC Zürich bei Zug 94 im schweizer Pokal (2:0) zum Eklat gekommen. Mittelstürmer Bajrami war in der 62. Spielminute eingewechselt worden und erhielt wenig später eine taktische Anweisung seines Trainers Moniz, den Gegner zu pressen. Der Mittelstürmer war damit jedoch nicht einverstanden und sagte "fuck off" in Richtung seines Coaches - dieser wechselte ihn daraufhin schon in der 80. Spielminute direkt wieder aus.
Der Vater des Spielers, der bei dem Spiel auf der Tribüne saß, "schleuderte als Reaktion auf diese Auswechslung einen mit einer Metallspitze versehenen Schirm gezielt auf FCZ-Cheftrainer Ricardo Moniz", wie der Verein in einer Mitteilung schilderte.  
Am Mittwoch teilte der FC Zürich mit, dass beide Vorfälle "unentschuldbar" seien und verhängte Strafen. Der Spieler wird in die U21 des Vereins versetzt und muss ein Bußgeld zahlen, dessen Höhe nicht mitgeteilt wurde. Gegen seinen Vater wurde ein "mehrjähriges schweizweites Stadionverbot" ausgesprochen sowie ein Hausverbot im Trainingszentrum des FC Zürich. Wegen der "versuchten Körperverletzung" behalte sich der Verein zudem weitere Schritte vor. 
Der schweizer Zeitung "Blick" sagte der nicht getroffene niederländische Trainer: "Ich liebe diesen Sport. Doch dieser Vorfall hatte nichts mit Fußball zu tun. Das ist schade und besorgniserregend." 
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Quelle: SID


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