Joe Hart tritt gegen Pep Guardiola nach und erklärt Wechsel von Manchester City zum FC Turin

Der englische Nationaltorwart Joe Hart wechselte im Sommer von Manchester City zum FC Turin. Der Grund dafür war einfach: Coach Pep Guardiola hatte keine Verwendung mehr für den langjährigen Leistungsträger der "Skyblues". Gegenüber dem "Guardian" sprach Hart nun ausführlich über seine Degradierung bei City und konnte sich dabei eine Spitze gegen den ehemaligen Bayern-Trainer nicht verkneifen.

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348 Spiele hatte Joe Hart für Manchester City absolviert, im vergangenen Sommer spielte er sportlich dann aber keine Rolle mehr. Der neue Coach Pep Guardiola präferiert in seinen Mannschaften Torhüter, die mitspielen, fast wie ein zusätzlicher Feldspieler agieren.
Doch genau diese Fähigkeiten sah der Spanier bei Hart nicht, stellte Willy Caballero ins Tor und verpflichtete zu allem Überfluss auch noch Claudio Bravo vom FC Barcelona.

Hart: "Guardiola hatte keine hohe Meinung von mir"

Nach drei Liga-Spielen auf der Ersatzbank "flüchtete" Hart schließlich zum FC Turin, wohin er für zwölf Monate ausgeliehen wurde und unter Trainer Sinisa Mihajlović auf Anhieb zum Stammkeeper avancierte.
Im "Guardian" sprach der Torwart nun erstmals über seinen Wechsel. "Fußball ist ein Spiel von Meinungen: Einige Menschen haben eine hohe Meinung von mir, andere denken möglicherweise, ich bin nutzlos", erklärte der 29-Jährige und übte indirekt Kritik an Pep Guardiola:
Aufgrund dieser Situation sah sich Hart gezwungen, sich einen neuen Arbeitgeber zu suchen: "Ich musste mich umschauen und jemanden finden, der überzeugt davon war, dass ich seinem Team helfen kann."

Nicht viele Optionen

Sonderlich groß waren die Auswahlmöglichkeiten für den Torwart nicht. "Ich werde nicht lügen: Es war nicht so, dass ich dasaß und 25 Angebote vor mir liegen hatte. Außerdem musste alles ja relativ schnell gehen", sagte Hart und führte weiter aus:
Rein sportlich läuft es für Joe Hart bei seinem neuen Klub durchaus gut. Das erste Spiel, das er für Turin absolvierte, ging zwar verloren, in den folgenden vier Partien sammelte das Team jedoch acht Punkt und feierte sogar Siege gegen AC Florenz und AS Rom.

Mit Southgate "Nationalmannschaft auf Kurs bringen"

Aufgrund seiner guten Leistungen hat er auch keine Angst um seinen Stammplatz in der englischen Nationalmannschaft. Und das, obwohl ihm mit Fraser Forster (FC Southampton) und Jack Butland (Stoke City, aktuell verletzt) zwei Torhüter im Nacken sitzen, die in der heimischen Premier League als Stammkräfte zwischen den Pfosten stehen.
"Ich musste mich schon immer einem Konkurrenzkampf stellen. Auch schon, als ich bei Shrewsbury Town in der C-Jugend gespielt habe", erklärt Hart, der viel von Englands neuem Nationaltrainer Gareth Southgate hält. "Ich freue mich darauf, mit ihm zusammenzuarbeiten. Niemand konnte voraussehen, dass so etwas passiert, doch ich denke, dass man das beste aus der Situation machen muss", sagte der 64-fache Nationalspieler und ergänzte:
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