Was macht eigentlich Ex-BVB-Stürmer Ciro Immobile? Für Lazio Rom in der Serie A knipsen

Ciro Immobile wechselte 2014 voller Hoffnungen zu Borussia Dortmund in die Bundesliga. Der Italiener kam vom FC Turin zu den Borussen und konnte die Erwartungen nie erfüllen. Nach einem kurzen Abstecher in die spanische La Liga kehrte der mittlerweile 27-Jährige in seine Heimat zurück. Was macht Immobile jetzt? Seit 2016 für seinen Hauptstadtklub auf Torejagd gehen – und wie!

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Müsste Ciro Immobile beschrieben werden, so würden Adjektive wie sensibel, divenhaft und hitzköpfig fallen - ein Gefühlsmensch eben.
Der Italiener aus der malerischen Gemeinde Torre Annunziata in der Nähe Neapels begann seine Karriere bei der Jugendmannschaft von Juventus Turin. Nach dem Sprung zu den Profis entwickelte sich der gelernte Mittelstürmer zu einem Italien-Vagabunden.
Über Turin, Siena, Grosseto und Pescera fand er seinen Weg zum FC Genua. Beim Serie-A-Klub zeigte er zum ersten Mal, was in ihm steckt. Als harter Arbeiter erzielte er fünf Tore. Ligakonkurrent FC Turin wurde auf den jungen, bulligen Stürmer aufmerksam.

Turin und die Squadra Azzurra rufen

Bei Turin spielte sich der Rechtsfuß in den Vordergrund. Mit dem richtigen Torriecher ausgestattet, netzte er 2013/14 für die Turiner in 33 Spielen 22 Mal ein. Diese Tore sollten sich bezahlt machen. Gleich zwei Teams meldeten Interesse am mittlerweile 27-Jährigen an: zum einen ein Klub aus der Bundesliga, zum anderen die Nationalmannschaft.
Unter dem damaligen Italien-Coach Cesare Brandeli streifte sich Immobile am 5. März 2014 zum ersten Mal das Trikot der "Squadra Azzurra" über. 21 weitere Auftritte und insgesamt fünf Tore im Nationaldress folgten.
Durch seine Treffsicherheit erarbeitete sich der Italiener einen stattlichen Marktwert: 2014 wurde er auf 18 Millionen Euro taxiert.
Borussia Dortmund wollte ihn im selben Jahr ins Boot holen. Nach Giovanni Federico, Salvatore Gambino und Giuseppe Reina war Immobile der vierte Italiener beim BVB - er sollte DER Neuzugang der Saison werden.

Reserviertheit gegen Dolce Vita

18,5 Millionen Euro überwiesen die Borussen für den kolportierten Top-Stürmer nach Turin - eine Fehlinvestition, wie sich nur kurze Zeit später herausstellen sollte.
Vor allem die fehlende emotionale Wärme der Deutschen hat Immobile in Dortmund nie richtig ankommen lassen. Bei "SportWeek" hatte er damals verraten:
Und auch die angeblich fehlende Gastfreundschaft seiner Mitspieler tat ihr Übriges:
Kurz gesagt: nach nur einem Jahr war das Abenteuer "Bundesliga" für Immobile wieder vorbei. In 34 Spielen erzielte er zehn Tore. Zu wenig für die BVB-Bosse und die hohen Ansprüche.
Eine Leihe zum FC Sevilla sollte Besserung bringen. Im Januar 2016 folgte dann der offizielle Transfer von Dortmund nach Spanien. Sieben Millionen Euro Verlust musste der BVB verkraften.

Pasta und Pesce für den Torerfolg?

Nachdem er auch in Sevilla nicht Fuß fassen konnte, zog es Immobile zurück in die Heimat. Beim Hauptstadtklub Lazio Rom sollte er sein Glück finden.
In 37 Spielen für Lazio erzielte er 25 Tore – zusammen mit Teamkollege Keita Baldé bildet er einen der gefährlichsten Angriffe der Liga.
Zuletzt steuerte er zwei Treffer beim 7:3-Kantersieg von Lazio über UC Sampdoria Genua bei. Auch als Matchwinner funktioniert die Tormaschine wieder einwandfrei: beim 1:0 gegen Udinese und beim 2:0 gegen Bologna erzielte er alle Treffer. Bedeutet: drei Tore Immobile - sechs Punkte Lazio.
Ein möglicher Grund des neuerlichen Erfolges: vielleicht die persönlichen Einladungen zum Abendessen seiner Mitspieler?
Weiß man nicht. Aber eins steht fest, der Vollblutstürmer hat wieder Spaß an seinem Job.
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