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Sami Khedira von Juventus Turin: Zeit des Ex-DFB-Stars ist vorbei - oder?
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Publiziert 04/07/2019 um 14:58 GMT+2 Uhr
Sami Khediras Saison bei Juventus Turin glich einer Dauer-Odyssee voller Verletzungen und gesundheitlicher Rückschläge. Im Frühjahr musste sich der Ex-Nationalspieler sogar einer Herz-OP unterziehen. Nach der desaströsen WM 2018 kam Khedira nie mehr wirklich auf die Beine, inzwischen häufen sich Meldungen, wonach sein Vertrag bei Juve aufgelöst werden könnte. Khediras Zeit ist vorbei - oder?
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Fotocredit: Eurosport
Rauchzeichen stiegen auf, nicht nur, weil Maurizio Sarri so passioniert am Glimmstängel hängt wie er Fußball lehrt. Juventus Turin formiert sich zur Attacke auf Europas Thron, mit neuem Coach, der Ikone Gianluigi Buffon und vermutlich ohne Sami Khedira. Aber der Reihe nach.
Der Champions-League-Titel sei das "klare Ziel", hat Massimiliano Allegris Nachfolger Sarri zum Einstand gesagt. Prompt präsentierte Juve mit Aaron Ramsey und Adrian Rabiot zwei Mittelfeldspieler, auf der Gegenseite schreckt Sarri nicht zurück, alte Zöpfe abzuschneiden, auch wenn sie dem Verein zugearbeitet haben wie treue Diener.
Khedira: Mit der WM kam der Bruch
Mehrere Medien melden, dass die Ex-Bundesligaprofis Khedira (32) und Mario Mandzukic (33) kein Teil der Zukunftsplanungen seien; dasselbe gelte für Blaise Matuidi (32). Der Sommer 2019 kann Turin zur Zäsur gereichen, zugleich kehrt Buffon zurück - der Mann ist ja erst 41.
Khedira wiederum war 2015 nach fünf Jahren bei Real Madrid zu Juve gewechselt. "Er hat es in seinen ersten drei Jahren wirklich großartig gemacht, war vor allem 2017/18 sehr konstant und erzielte neun Tore in der Serie A", berichtet unser Eurosport-Kollege Davide Bighiani aus Italien.
Dann kam's zum Bruch, und niemand war überraschter als Khedira. Das deutsche WM-Desaster erlebte er als Reiseführer mit falsch geeichtem Kompass. Khedira lieferte Verheerendes, und er wusste das. "Ich habe meine beiden schlechtesten Spiele des Jahres bei der WM abgeliefert", schrieb der 77-malige Nationalspieler später auf Instagram.
Anlass des Eintrags war Joachim Löws Personalwechsel im DFB-Team. Khedira registrierte und akzeptierte die Not zum Umsturz (der anfangs zaghaft ausfiel), aber insgeheim schielte er schon darauf, Löw nochmals daran erinnern zu können, was diesen Box-to-Box-Player in seinen besten Phasen ausgezeichnet hatte: Robustheit, Dynamik, Offensivstärke.
Khediras Herz-OP als bedrohlicher Schreck
Tatsächlich entpuppte sich die Vorsaison als Dauer-Odyssee. "Aufgrund zu vieler Verletzungen und gesundheitlicher Rückschläge kann Khedira gar nicht beurteilt werden", sagt Bighiani.
Muskelbündelriss, Sprunggelenksblessur, immer wieder das Knie - und im Frühjahr ein bedrohlich wirkender Schreck: Bei einer Routineuntersuchung wurden Herzrhythmusstörungen entdeckt, eine OP war nötig. "Da machst du dir extreme Gedanken", sagte Bruder Rani Khedira vom FC Augsburg im Eurosport-Interview.
Anfang April feierte Sami Khedira sein Comeback, musste sich nach "vier Monaten andauernder Schmerzen" allerdings einem Eingriff am Knie unterziehen. Die Saison war beendet, 17 Einsätze, zwei Treffer, viele Fragen - bis heute.
Erst im September war Khediras Kontrakt bis 2021 verlängert worden, inklusive Option. Inzwischen häufen sich Meldungen über andere Vorzeichen.
Khedira: Türkei, Amerika - oder Bundesliga?
"Unser Eindruck ist, dass Juve ihn ziehen lassen würde, falls es Angebote gibt", sagt Bighiani und bestätigt damit das Geraune in den Blättern, wonach eine einvernehmliche Vertragsauflösung denkbar sei:
Der Eurosport-Journalist weiter:
Besiktas sowie New York und Los Angeles sollen interessiert sein. Oder gibt's ein Comeback in der Bundesliga, wo der Schwabe zwischen 2006 und 2010 für den VfB Stuttgart spielte?
127 Mal trug Khedira das Juventus-Trikot, er hat 21 Tore geschossen, 13 vorbereitet und wurde in jedem Jahr seines Schaffens italienischer Meister. "Angesichts seiner Verletzungshistorie hat er im Spitzenfußball alles getan, was er tun konnte", sagt Bighiani. "Jetzt kann er weiterziehen, wenn er will. Die Juve-Fans werden ihn stets in guter Erinnerung behalten."
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