Bis ins Jahr 2022 ist das Arbeitspapier datiert, welches Cristiano Ronaldo derzeit in Turin hält.
Sollte der Portugiese bis dahin - also ein weiteres Jahr - bleiben, hätte er vier Jahre für Juventus gespielt. Derzeit wirkt aber unklar, ob es dazu kommen kann.
Denn nach dem erneuten frühen Ausscheiden in der Champions League scheinen sich Verein und Spieler zumindest darüber nachzudenken, ob das gemeinsame Vorhaben - den großen Henkelpott zu gewinnen - noch in die Tat umzusetzen ist.
Serie A
Ronaldo vor Sensations-Rückkehr zu Real Madrid?
12/03/2021 AM 12:16
Und weil hinter den Kulissen schon in aller Tiefe analysiert und für die Zukunft geplant wird, dringen Inhalte der Überlegungen natürlich auch nach außen, in die Öffentlichkeit.
Eine Möglichkeit, die noch vor wenigen Wochen undenkbar schien, rückt nun durchaus im Bereich des Möglichen: Eine Rückkehr von Cristiano Ronaldo zu Real Madrid.
Die Königlichen - also der Verein, mit dem der fünffache Weltfußballer fast eine Dekade lang Europa beherrschte, bevor es ihn nach Italien zog - wollen den verlorenen Sohn gern zurückholen. Und auch CR7 soll alles andere als abgeneigt sein.

Ronaldo zurück zu Real? Das sagt Trainer Zidane

Ronaldo meldet sich via Instagram

Auch wenn er als erste öffentliche Reaktionen auf die Spekulationen via Instagram ein kämpferisches Treuebekenntnis zu seinem aktuellen Verein veröffentlichte.
"Wichtiger als die Anzahl der Rückschläge, die man im Leben erfährt, ist, wie schnell man wieder zurückkommt. Echte Champions hören nie auf! Unser Fokus liegt auf der Serie A und auf dem italienischen Pokalfinale", schrieb er dort.
Am Sonntagabend - nach seinem Hattrick gegen Cagliari, mit dem er den Torrekord des großen Pelé brach - legte im selben Medium noch einmal nach. "Meine Geschichte ist noch nicht vorbei. Es gibt noch viel zu gewinnen mit Juventus und Portugal."
Doch während sich Ronaldo auf sportliche Dinge konzentriert, sollen Hintermänner längst den nächsten Schritt in die Wege leiten. Wie "AS" berichtet, soll Berater Jorge Mendes bereits in Gesprächen mit Real Madrid stehen.
Signale aus der Chefetage von Juventus hätten der Ronaldo-Seite gezeigt, dass die Alte Dame sich mit einer Trennung ein Jahr vor Vertragsende anfreunden könnte.
Auch wenn Sportdirektor Fabio Paratici öffentlich einen Schmusekurs einschlägt. "Es ist ein Privileg, ihn in unserem Team zu haben. Er repräsentiert die Zukunft von Juventus", sagte er.

Cristiano könnte zum Schnäppchen werden

Trotzdem sind die Leistungskurven des alternden Weltstars und der jungen, sich im Umbruch befindlichen Mannschaft nicht im Einklang. Zum anderen hat die Sache natürlich auch eine finanzielle Komponente.
Juve will das Netto-Gehalt von 31 Millionen Euro gerne einsparen und sich obendrein einen Teil der vor drei Jahren investierten 118 Millionen Euro Ablöse zurückholen.
Wie "Corriere dello Sport" berichtet, verlangen die Italiener mindestens 29 Millionen Euro für den 36-Jährigen. Wenn man bedenkt, wie weit Juventus in den vergangenen drei Ronaldo-Saisons vom Titel in der Königsklasse entfernt war, machen diese Überlegungen durchaus Sinn.

Cristiano Ronaldo

Fotocredit: Getty Images

Ramos und Zidane lassen tiefe Einblicke zu

Und Real? Nun, zwei aktuelle Zitate sagen mehr als tausend Worte.
"Cris und Real Madrid haben beide verloren, als man ihn verkaufte", sagte Real-Kapitän Sergio Ramos in einem "Twitch"-Gespräch mit Streamer Ibai Llanos. "Ich", so Ramos weiter, "hätte ihn nicht gehen lassen, denn Cris ist einer der besten Spieler der Welt, und mit ihm wären wir Erfolgen ein wenig näher gekommen, ohne Zweifel."
Cris, also Cristiano Ronaldo, ist in Madrid nach vier wie vor ein Heiligtum. Sollte er Bereitschaft signalisieren, würden sie ihn hier mit Kusshand zurücknehmen.
"Sie wissen, was Cristiano für Real Madrid bedeutet, was er geleistet hat, was für eine Zuneigung wir alle ihm gegenüber empfinden, nicht nur ich als Trainer. Was er hier geleistet hat, ist historisch und großartig“, sagte Zinedine Zidane am Freitag unmittelbar nach dem ersten Aufkommen der Gerüchte.
Derzeit aber sei "er ein Spieler von Juventus". Das müsse man respektieren.
So sagt man das eben in solchen Situationen.

Die Rückkehr wäre auch für Ronaldo logisch

Bei den Madrilenen sind sie ganz offensichtlich der Meinung, Ronaldo könnte den erfolgsverwöhnten Klub mit einigen seiner langjährigen Kollegen wie Karim Benzema, Toni Kroos, Luka Modric oder Casemiro und einigen jungen Wilden wieder konkurrenzfähig machen.
Besonders die Torgefährlichkeit Ronaldos hatten die Königlichen seit dessen Abschied nie wirklich ersetzen können. Nun könnte der Superstar quasi sein eigener Nachfolger werden.
"Es sieht so aus, als habe Real nicht genug Geld auf der hohen Kante, um in diesem Sommer Kylian Mbappé oder Erling Haaland zu verpflichten. So komisch es klingt, aber Cristiano könnte hier eine erfolgversprechende Zwischenlösung sein", schätzt La-Liga-Fachmann Adrain Garcia von Eurosport in Spanien die Situation ein.
Aus fußballerischer und finanzieller Sicht sei das "ein guter Deal" für Real Madrid, findet er.
Garcia sieht auch für Ronaldo selbst neben folkloristischen auch weitere positive Aspekte. "Mit nun 36 Jahren ist es für Ronaldo die vielleicht letzte Chance, auch weitere Einzeltitel einzuheimsen. In Madrid wäre er zwangsläufig relevanter und könnte noch einmal nach dem Ballon d'Or streben, den er seit 2017 nicht mehr gewinnen konnte."
Es scheint so, als gäbe es bei einem eventuellen Deal nur Gewinner. Noch aber ist lange nichts in trockenen Tüchern.
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