Paul Pogba verletzt sich bei Startelf-Comeback für Juventus Turin - Tränen beim Frankreich-Star
Paul Pogba hat nach über sieben Jahren sein Startelf-Comeback für Juventus Turin in der Serie A gefeiert. Beim 2:0 (0:0) der Turiner am 35. Spieltag gegen US Cremonese stand der 30-Jährige erstmals seit der Saison 2015/16 wieder für Juventus von Beginn an auf dem Rasen, musste jedoch nach 24 Minuten verletzt ausgewechselt werden. Unter Tränen verließ der Frankreich-Star das Feld.
Paul Pogba - Juventus Turin
Fotocredit: Getty Images
Nach einer Halbfeldflanke verletzte sich Pogba in der 22. Minute ohne Fremdeinwirkung und ging daraufhin an der Seitenlinie zu Boden.
Pogba schlug sofort die Hände über dem Kopf zusammen. Als er nach einer ersten Behandlung auf dem Feld wieder stand, zog er sich das Trikot über den Kopf und verließ unter Tränen den Innenraum. Für ihn kam Arkadiusz Milik ins Spiel (24.). Es wird eine Muskelverletzung im Oberschenkel vermutet.
Pogba hatte zuletzt vor 390 Tagen noch in Diensten von Manchester United in einem Pflichtspiel von Beginn an auf dem Platz gestanden. In der Sommerpause war der Franzose zu Juventus Turin zurückgekehrt, wo er schon von 2012 bis 2016 gespielt hatte und zum Weltstar aufgestiegen war.
Nach einer Knie-OP verpasste der Mittelfeldspieler jedoch die komplette Hinrunde sowie die WM in Katar. Eine Adduktorenverletzung Mitte März warf in weiter zurück. Für Juventus kam der Franzose so vor Sonntag nur zu neun Kurzeinsätzen - nun ereilte ihn die nächste Verletzung.
"Es tut uns allen leid. Er hat so viel dafür getan, um wieder zurückzukommen", sagte Juve-Coach Massimiliano Allegri nach dem Spiel. Aber Pogba habe "breite Schultern. Er wird auch diese Verletzung überwinden". Die "Gazzetta dello Sport" schrieb schon von einer "endlosen Tortur"
Am Montag gab Juve nach einer Untersuchung erste Entwarnung. Es handle sich um eine weniger schwere Verletzung des linken Oberschenkel-Muskels. Pogba habe bereits die Reha aufgenommen. Über die Ausfalldauer machte die "Alte Dame" aber keine Angaben.
Juventus auf Rang zwei - zumindest vorerst
Tore von Nicolo Fagioli (55.) und Gleison Bremer (79.) sorgten derweil für den Juve-Heimsieg. Durch den Dreier haben die Turiner als Zweiter der Serie A die Champions-League-Qualifikation wieder im Blick (Tabelle).
Allerdings droht Juventus weiter ein Punktabzug (15 Zähler). Die im Januar verhängte Strafe müsse neu bewertet werden, urteilten die Richter beim Nationalen Olympischen Komitee CONI Ende April. Der Klub soll Transfers zur künstlichen Aufbesserung seiner Bilanz genutzt haben.
Die Turiner müssen nun die neue Entscheidung des Berufungsgerichts des italienischen Fußball-Verbandes FIGC abwarten, der die ursprüngliche Strafe verhängt hatte.
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