AC Mailand steht vor einem riesigen Scherbenhaufen: Knallhart-Abrechnung nach Saison voller Misserfolge

Die AC Mailand erlebte am vergangenen Mittwoch den wohl tiefsten Tiefpunkt einer Saison voller Tiefpunkte. Im Finale der Coppa Italia unterlagen die Rossoneri dem FC Bologna (0:1) und verpassten so, die anspruchsvollen Fans zumindest ein wenig zu befrieden. Im Anschluss fand Milan-Boss Giorgio Furlani deutliche Worte - für Trainer Sergio Conceição dürfte das nichts Gutes bedeuten.

Die AC Mailand erlebt eine Saison zum Vergessen

Fotocredit: Getty Images

Am Ende jubelten die anderen - wieder einmal. Während sich die Spieler des FC Bologna in freudiger Erwartung der Coppa-Italia-Trophäe in den Armen lagen, spendeten die bedröppelten Rossoneri den mitgereisten Fans, die den Weg ins Stadio Olimpico nach Rom auf sich genommen hatten, apathisch Applaus.
0:1 hatte die AC Mailand das Finale des prestigeträchtigen Pokalwettbewerbs verloren - und das hochverdient. Die große Chance darauf, die frustrierten Anhänger nach einer schwachen Saison doch noch versöhnlich zu stimmen, sie war vergeben.
Vorstandschef Giorgio Furlani fand im Nachgang gegenüber "Sport Mediaset" deutliche Worte. "Man kann nicht widersprechen, dass diese Saison ein einziger Misserfolg ist", sagte er. Es seien "verschiedene Fehler gemacht worden", nun gelte es, diese schnellstmöglich zu korrigieren.
Milan, dieser stolze Klub mit enormer Historie, liegt dieser Tage am Boden. Nach 36 Partien stehen in der Serie A nur 60 Punkte und Platz acht zu Buche, die Chance aufs internationale Geschäft ist gering, die große Möglichkeit auf die Teilnahme an der Europa League wurde durch die Niederlage im Coppa-Finale verschenkt.

Milan auch in der Champions League schwach

In der Champions League musste die Mannschaft von Trainer Sergio Conceição, der im Winter für den geschassten Paulo Fonseca übernommen hatte, schon in den Playoffs gegen Feyenoord die Segel streichen (0:1, 1:1). "Wir sind weit davon entfernt, wo wir eigentlich sein wollen", machte Furlani klar: "Wir teilen die Enttäuschung mit unseren Fans."
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Die AC Mailand verlor das Finale der Coppa Italia verdientermaßen

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Worte, die für Conceição nichts Gutes erahnen lassen. Der ehemalige portugiesische Nationalspieler steht kurz vor dem Aus, auch er hatte den wankenden Riesen augenscheinlich nicht stabilisieren können. Womöglich steht Milan aber auch ein dringend nötiger Umbruch ins Haus.
Theo Hernández, Rafael Leão, Mike Maignan, Tijjani Reijnders wecken regelmäßig Begehrlichkeiten bei anderen europäischen Schwergewichten, sie alle würden viel Geld in die Kassen spülen. Wie es weitergeht, vermochte Milan-Direktor Furlani nicht zu beantworten: "Für den Moment herrscht große Enttäuschung, weil wir den Pokal verpasst haben."

Fabio Capello: "Milan hat nichts gemacht, null!"

Auch Trainer-Legende Fabio Capello, der selbst etliche Jahre bei Milan die Geschicke an der Seitenlinie leitete, konnte seine Frustration über die missliche Lage nicht verbergen.
Mit Blick auf die Darbietung im Coppa-Endspiel gegen Bologna schrieb der 78-Jährige in seiner Kolumne für die "Gazzetta dello Sport": "Mir hat das Spiel insgesamt nicht gefallen. Das war keine Werbung für den italienischen Fußball. Bologna hat das entscheidende Tor gemacht, auf der anderen Seite ließ die Leistung von Milan zu wünschen übrig."
Capello weiter: "Was ist los mit Conceiçãos Team? Die Rossoneri haben nichts gemacht, null! Das war zu wenig in einem Finale, vor allem nach dieser enttäuschenden Saison."
Am kommenden Sonntag kann die enttäuschende Saison zumindest noch minimal korrigiert werden. Milan trifft am vorletzten Spieltag im direkten Duell um die Conference League auf die AS Rom (20:45 Uhr im Liveticker). Im Falle eines Sieges würden die Lombarden den Klub aus der Hauptstadt überholen.
Sollte Milan die Partie in der Ewigen Stadt verlieren, wären sämtliche Europa-Hoffnungen dahin. Es würde zu dieser Seuchensaison passen, wenn im Olimpico wieder mal die anderen jubeln.
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Alonso: "Haben es nicht verdient, um die Schale zu kämpfen"

Quelle: Perform


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