Xherdan Shaqiri ballert den FC Basel zur Meisterschaft: Ex-Bayern-Star verzückt die Schweiz mit Traumtoren
Update 14/05/2025 um 11:46 GMT+2 Uhr
Der FC Basel ist nach achtjähriger Leidenszeit auf den Thron des Schweizer Fußballs zurückgekehrt. Ganz eng verbunden mit dem 21. Meisterschaftstitel der Vereinsgeschichte ist der Name Xherdan Shaqiri. Mit 18 Toren und 20 Vorlagen stieg der verlorene Sohn zum König auf, selten wurde die Schweizer Super League von einem einzelnen Spieler derart dominiert. Nun ist auch ein Rekord zum Greifen nah.
Xherdan Shaqiri blüht beim FC Basel auf
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Ein kurzer Blick nach oben, fünf Trippelschritte Anlauf und der Ball senkt sich nach seinem Parabelflug fast im rechten Winkel nieder. Die Traumtorfabrik, sie läuft einwandfrei.
Als Xherdan Shaqiri am vergangenen Samstag das zwischenzeitliche 3:1 gegen den FC Lugano (5:2) erzielte, war das nicht nur ein weiteres Tor in seiner Vita.
Es war die Kirsche auf dem Sahnehäubchen, die Rückkehr des verlorenen Sohnes mündete in die Krönung eines neuen Schweizer Königs. Mit einem Hattrick besiegelte der 33-Jährige die erste Meisterschaft des FC Basel seit acht Jahren, machte sich damit unsterblich. Drei Spieltage vor Schluss herrschte am Rhein der Ausnahmezustand.
Ganz nebenbei polierte der 33-Jährige seine Statistiken in der besten Saison seiner Karriere fleißig auf - eine besondere Ehre blieb ihm aber verwehrt.
Shaqiri: Wer braucht Geld, wenn man Herz hat?
Vor zwölf Jahren war Shaqiri von Basel zum FC Bayern München gewechselt, gewann mit dem deutschen Rekordmeister und später auch mit dem FC Liverpool die Champions League. Im vergangenen August schloss sich der Kreis, nach einem zweijährigen Engagement beim MLS-Klub Chicago Fire, trug der Eidgenosse wieder die Farben Rot und Blau.
Die Heimkehr zu seinem Jugendklub war für viele Beobachter trotz aller Romantik überraschend. Für Shaqiri selbst gab es aber stets nur einen einzigen Traum.
"Ich hatte einige Angebote, aber ich habe alles abgeblockt. Ich wollte heimkehren zum FCB und wir haben eine gute Lösung gefunden", erklärte er bei seiner Vorstellung. "Wenn ich hierher zurückkehre, geht es nicht ums Geld, sondern ums Herz."
Allein für Gefühlsduselei hatte Shaqiri aber nicht an alter Wirkungsstätte angeheuert. Das Ziel war die Rückkehr an die Spitze - und größer hätte sein Anteil daran nicht sein können.
Eine Statue für Basel-Held Shaqiri
In 35 Pflichtspielen steuerte Shaqiri 20 Tore und 21 Vorlagen bei, in der Schweizer Super League ist der Oldie sowohl Erster der Torschützenliste (18) als auch im Ranking der besten Vorlagengeber (20) vorne.
Kurios: In seiner gesamten Laufbahn, die in der Saison 2007/08 ihren Anfang nahm, kommt der ehemalige Bayern-Star mit 112 Toren und 109 Assists auf insgesamt 221 Scorerpunkte - 18,5 Prozent davon erarbeitete er sich in den zurückliegenden neun Monaten.
Tatsächlich ging Shaqiri beim Award der Swiss Association of Football Players aber leer aus, bereits Ende März kürten die Akteure der Super League das 22-jährige Talent Alvyn Sanches zum MVP der Liga.
Eine Niederlage, die der Routinier wohl verschmerzen kann. Zumal ihm ein Monument für die Ewigkeit in Aussicht gestellt wurde. "Shaq hätte den einfachen Weg nehmen können, Geld kassieren in Saudi-Arabien oder sonst was", schwärmte FCB-Präsident David Degen gegenüber "Blue Sport" vom Vereinshelden: "Aber nein, er ist zurückgekommen zum FCB. Das löst auch für ihn persönlich enormen Druck aus. Er hat allem standgehalten. Hut ab, großes Kino. Ich habe ihm gesagt: Ich baue dir eine Statue."
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Xherdan Shaqiri hat großen Anteil am 21. Meisterschaftstitel des FC Basel
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Ein Titel steht noch aus
Die Meisterschaft ist unter Dach und Fach, das famose Abenteuer des Xherdan Shaqiri ist jedoch noch lange nicht zu Ende. In den Playoffs zur Champions League 2025/26 bietet sich Basel die Chance auf die Rückkehr in die Königsklasse, letztmals waren die Bebbi dort vor sieben Jahren vertreten.
Auch in der kommenden Saison will Shaqiri eine tragende Rolle spielen, der Vertrag des ehemaligen Nationalspielers läuft immerhin noch bis Juni 2027.
Zuvor stehen zwei weitere Höhepunkte auf der Agenda: Zum einen träumt der FC Basel vom Double, am 1. Juni steht der Traditionsverein im Finale des Schweizer Cups dem Drittligisten FC Biel-Bienne gegenüber.
Darüber hinaus steht Shaqiri vor einem persönlichen Meilenstein. Den Rekord für die meisten Assists in einer Super-League-Saison von Miroslav Stevanovic (20) hat er bereits egalisiert. An den letzten drei Spieltagen will er sich nun zum besten Vorlagengeber der Schweizer Geschichte krönen.
Nach acht Toren und sechs Vorlagen in den zurückliegenden fünf Ligaspielen fast ein Selbstläufer. Das Heldenepos des Xherdan Shaqiri - es ist noch nicht auserzählt.
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