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FC Bayern schlägt Inter Mailand: Julian Green empfiehlt sich als Alternative für Robert Lewandowski
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Publiziert 31/07/2016 um 11:23 GMT+2 Uhr
Der FC Bayern München präsentiert sich beim 4:1 über Inter Mailand in durchaus beeindruckender Frühform, US-Lokalmatador Julian Green trifft dreifach für den Rekordmeister. Nur Zufall? "Er wird noch wichtig für uns in dieser Saison", sagt Trainer Carlo Ancelotti über Green, der den Sprung bisher nicht schaffte. Zumindest in der Vorbereitung empfiehlt er sich als Alternative für Robert Lewandowski.
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Carlo Ancelotti schmunzelte. "Für mich nicht. Aber für die Spieler", erwiderte der Trainer des FC Bayern München auf die Frage, ob's denn sehr heiß gewesen sei da draußen, in der Sauna von Charlotte. Das konnte zwar nur rhetorisch gemeint sein (nicht von Ancelotti, sondern vom Fragesteller), aber der Italiener vereint halt viele Facetten in sich: Lebemann, Stoiker, Disziplinfanatiker. Und Humorbolzen.
Ja, es war ziemlich heiß bei Bayerns zweitem Spiel im Rahmen des International Champions Cup. Im US-Bundesstaat North Carolina siegte der Deutsche Rekordmeister gegen Inter Mailand, und die Vorstellung war durchaus beeindruckend. 4:1 (4:0) hieß es, die bajuwarische Frühform stimmt, davon konnten sich 53.629 Schaulustige im Stadion des Super-Bowl-Finalisten Carolina Panthers überzeugen.
FC Bayern ohne Jetlag und mit fünf Neuen
Zur Freude der Einheimischen glänzte speziell der amerikanische Bayer - und das nicht vor Schweiß bei 35 Grad unter der unnachgiebig vom Himmel stechenden Sonne. Julian Green, geboren in Tampa/Florida und deshalb firm mit solchen Temperaturen, gelang ein Dreierpack (7./30./35.), auch Franck Ribéry traf (12.), das 1:4 durch Mauro Icardi (90.) interessierte höchstens Statistiker. Ancelotti resümierte:
Drei Wochen vor dem Pflichtspielstart beim FC Carl Zeiss Jena und drei Tage nach der Partie gegen den AC Milan (3:5 i.E.) zeigten die Münchner, was ohne Jetlag möglich ist. Dabei trat Inter mit Promis an, Stefan Jovetic, Miranda, Felipe Melo etwa. Ancelotti hatte nach der Milan-Pleite fünf Wechsel in der Startelf vorgenommen, anstelle von Sven Ulreich, Holger Badstuber, Juan Bernat, Xabi Alonso und Philipp Lahm begannen Tom Starke, Nicolas Feldhahn, Fabian Benko, Milos Pantovic und Arturo Vidal, der erstmals nach seinem Urlaub ins Geschehen eingriff.
Ancelotti lobt Team und Green
Im Laufe des einseitigen Duells tauschte Ancelotti viermal, Bernat, Timothy Tillman, Niklas Dorsch und Karl-Heinz Lappe kamen zu ihrem Recht. Trotz zehn fehlender Stammkräfte kombinierte Bayern gefällig, und vorne stand eben ständig dieser Green, 21, von den Amateuren. "Wir haben es offensiv gut gemacht, er war da und hat getroffen", bemerkte Ancelotti.
Und das ging so: David Alaba flankte von links, Green finalisierte aus fünf Metern - 0:1. Benko behauptete sich an der rechten Grundlinie, Rückpass auf Ribéry - 0:2. Bayern-Konter, Green mit dem linken Fuß von der Strafraumkante - 0:3. Flache Rechtsflanke von Rafinha, erneut verwertete Green - 0:4. Ein grober Alaba-Fehlpass ermöglichte Inter den Ehrentreffer.
Greens Karriere kommt seit Jahren nicht voran
Green durfte 90 Minuten absolvieren und entpuppte sich hinterher als gefragter Gesprächspartner. Bayern war so pfiffig, den US-Lokalmatador schon vorher für Marketingzwecke einzusetzen, nach dem Hattrick wirkte das Ganze praktischerweise nicht einmal mehr gezwungen: "Drei Tore sind immer etwas Besonderes und hier in Amerika umso schöner. Ich bin Stürmer, es ist meine Aufgabe, Tore zu schießen. Darum freue ich mich."
Ancelotti fand Greens Leistung "sehr gut", der Coach lobte:
Letzteres wäre einigermaßen überraschend, nachdem Green im Vorjahr zehn Tore in 28 Spielen schoss - dies allerdings in der viertklassigen Regionalliga. Einmal durfte er "oben" ran, in der Champions League bei Dinamo Zagreb.
Auf Profiebene wurde Green bisher für zu leicht befunden, wie bei seiner Leihe zum Hamburger SV, wo er 2014/15 bloß fünfmal auflief, ohne Tor. Davor reüssierte er 15 Mal in der Regionalliga und sammelte zwei Champions-League-Minuten (gegen ZSKA Moskau). Das war's. Keine allzu gloriose Vita, trotz eines Treffers bei der WM 2014.
Jetzt die Wende? Der FC Bayern will ja angeblich keinen weiteren Angreifer verpflichten, als Ersatz/Unterstützung/Konkurrent für Robert Lewandowski. Vielleicht gibt's aus dem eigenen Unterbau tatsächlich einen, der - Pardon - nicht mehr Green hinter den Ohren ist.
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