FC Chelsea holt FA Cup gegen Manchester United, Hazard trifft zum Sieg

Der FC Chelsea hat zum achten Mal in seiner Vereinsgeschichte den FA Cup gewonnen. Im Finale von Wembley setzte sich das Team von Trainer Antonio Conte mit 1:0 (1:0) gegen Manchester United durch, Eden Hazard erzielte per Foulelfmeter das goldene Tor (22. Minute). Damit schloss Chelsea seine Saison erfolgreich ab, nachdem es in der Premier League nur zur Europa-League-Qualifikation gereicht hatte.

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So lief das Spiel:

Beide Mannschaften befanden sich im ersten Durchgang, der von der Taktik geprägt war, auf Augenhöhe. Die erste nennenswerte Möglichkeit hatte Eden Hazard (9.), der jedoch am stark parierenden David De Gea scheiterte.
13 Minuten später bezwang der Belgier den Keeper allerdings und erzielte den Führungstreffer: Hazard drang mit vollem Tempo in die rechte Sechzehnerhälfte ein. Er lief an Phil Jones vorbei, der von hinten zur Grätsche ansetzte. Jones traf den Ball nicht, senste aber den Belgier um, weswegen Referee Michael Oliver zutecht auf den Elferpunkt zeigte.
Jones hatte Glück, dass er nur Gelb und nicht Rot sah. Chris Smalling befand sich zwar auf gleicher Höhe wie sein Abwehrkollege, Chelseas Nummer zehn hätte aber aus kurzer Distanz freie Schussbahn gehabt. Der Gefoulte trat selbst zum Strafstoß an, schickte De Gea auf die falsche Seite und schob rechts unten zum 1:0 ein.
Anschließend investierten die "Red Devils", die Thibaut Courtois noch nicht prüfen konnten, mehr, konnten den hohen Ballbesitz (65,1 Prozent) aber nur selten in gefährliche Strafraumszenen ummünzen.
ManUnited schaltete im zweiten Durchgang mehrere Gänge nach oben und feuerte nach dem Seitenwechsel elf Schüsse ab. Eine Vielzahl davon wurde jedoch aus der zweiten Reihe abgezogen und stellte kein Problem für Courtois dar.
Chelsea fokussierte sich auf Konter und schnelle Gegenstöße. Die Mannschaft von Trainer Antonio Conte, die mit einer Dreier- bzw. bei gegnerischem Ballbesitz mit Fünfer-Abwehrkette verteidigte, machte defensiv keine entscheidenden Fehler, sodass Manchester das Abwehr-Bollwerk nicht knacken konnte. "Man of the Match" wurde der deutsche Nationalverteidiger Antonio Rüdiger, der den ersten Profi-Vereinstitel seiner Karriere einfuhr.
Chelsea gewann den FA Cup zum achten Mal. In der Vorsaison standen die Londoner ebenfalls im Finale, mussten sich aber 1:2 gegen Stadtrivale Arsenal geschlagen geben. Sie verpassten in dieser Saison im Gegensatz zu ManUnited die Champions-League-Teilnahme.
Ob Conte auch in der nächsten Spielzeit noch auf der Trainerbank der Londoner sitzt, scheint eher unwahrscheinlich.

Die Stimmen:

Antonio Conte (Trainer FC Chelsea): "Wir haben das verdient. Wir haben sehr hart gearbeitet. Wir haben unseren Platz in der Champions League verpasst - für ein Team wie Chelsea ist das ein Problem. Wir haben den FA Cup gewonnen, haben zum zweiten Mal in Serie das Finale gespielt. Ich denke, das ist großartig. Ich möchte mich bei allen meinen Spielern, dem Mitarbeiterstab und den Fans bedanken."
Eden Hazard (FC Chelsea): "Es ist ein großartiges Gefühl. Wir haben keine gute Saison gespielt, aber gut aufgehört. Ich bin glücklich für die Jungs und die Fans."
Olivier Giroud (FC Chelsea): "Ich habe ihnen erzählt, dass ich der Glücksbringer sein werde. Das Wichtigste ist der Sieg. Um ehrlich zu sein, haben wir nicht unseren besten Fußball gespielt. Bis wir trafen, haben wir zu viele lange Bälle gespielt. Es war hart, miteinander zu kombinieren."
José Mourinho (Trainer Manchester United): "Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Ich weiß, dass die Spieler heute absolut alles gegeben haben, was sie konnten. Es war etwas hart für uns, gegen ein Team, das mit neun Spielern verteidigt, ohne Lukaku (Anm. d. Red.: wurde in der 73. Minute eingewechselt) zu spielen. Du brauchst diese Präsenz in der Box, die wir für eine lange Zeit nicht hatten."

Der Tweet zum Spiel:

Beide Vereine standen sich bereits zum dritten Mal im Endspiel des FA Cups gegenüber. Kein Finalduell im ältesten Fußball-Wettbewerb der Welt gab es öfter.

Das fiel auf: Royal Wedding anstatt Pokalübergabe

Prinz William, Präsident des englischen Fußballverbandes FA, der normalerweise die Pokalübergabe vornimmt, verpasste diesmal die Siegerehrung. Prinz Harry heiratete am selben Tag Meghan Markle, weswegen sein älterer Bruder, der Trauzeuge war, im Wembley-Stadion fehlte.

Die Statistik: 20

Es war das 20. FA-Cup-Finale von Manchester. Damit stellten die "Red Devils" den Rekord von Arsenal ein. Die "Gunners" gewannen den Titel 13 Mal (Bestwert), United hingegen einmal weniger.
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