Der Tabellenführer der Premier League zog schnell sein gewohntes Spiel auf und ließ Ball und Gegner laufen. City generierte Ballbesitzanteile die sich kontinuierlich um die 80 Prozent bewegten.
Bereits nach zwei Minuten prüfte Gabriel Jesus Swansea-Keeper Freddie Woodman mit einem wuchtigen Schuss aus 17 Metern, doch der Schlussmann war hellwach und parierte den strammen Versuch mit beiden Händen.
Nach einer knappen Viertelstunde stand der Brasilianer in Reihen der Skyblues erneut richtig, konnte den flachen Pass von Benjamin Mendy allerdings nicht im Tor unterbringen Sein Schuss aus zehn Metern flog knapp links am Kasten vorbei (15.). Eine Minute nach dieser Szene versuchte es Aymeric Laporte mit einem Kopfball gegen die Laufrichtung von Woodman, doch auch dieser Versuch verfehlte sein Ziel knapp.
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City erhöhte nach und nach den Druck: Ferrán Torres prüfte Swanseas Keeper erneut, doch der 23 Jahre junge Schlussmann vereitelte auch den Versuch des Spaniers aus spitzem Winkel mit einer sehenswerten Parade (22.).
Trotz zahlreichen Gelegenheiten resultierte das 1:0 für den Favoriten aus einem Zufallsprodukt: Kyle Walker schlug einen flachen Ball aus dem rechten Halbfeld in Richtung Fünfer, wo Torres zur Grätsche ansetzte, das Leder aber nicht mehr berührte. Die Kugel trudelte am irritierten Schlussmann vorbei und hoppelte zur Führung für die Citizens ins Tor (30.).
Diese war zwar hochverdient, dennoch steckten die Hausherren keineswegs auf und bemühten sich um die direkte Antwort: Eine Flanke von Connor Roberts fand Jay Fulton am ersten Pfosten, der die Hereingabe aus vollem Lauf knapp am Gehäuse vorbeiköpfte (32.).
Auch kurz vor der Pause boten sich dem Zweitligisten zwei gute Gelegenheiten auf den Ausgleich, doch erst blockte Eric García den Schuss von Jamal Lowe in höchster Not ab, dann verpasste Verteidiger Joel Latibeaudiere mit einem Kopfball nach einer Ecke nur knapp das 1:1 (40.). Es blieb also bei der 1:0-Pausenführung für das Team von Pep Guardiola.
Nach dem Seitenwechsel machte City dann aber kurzen Prozess: Rodri bediente Raheem Sterling nach einem frühen Ballgewinn in der gegnerischen Hälfte mit einem präzisen Pass in die Schnittstelle. Der englische Nationalspieler blieb cool und schob den Ball locker zum 2:0 für die Gäste in die untere rechte Ecke (47.).
Drei Minuten später legten die Gäste nach: Erneut provozierten die Skyblues durch hohes Pressing einen Fehler im Aufbauspiel und machten sich diesen Fauxpas zu Nutze. Bernardo Silva leitete ein hohes Zuspiel von Ilkay Gündogan mit dem Kopf in die Mitte weiter, wo Gabriel Jesus den Ball technisch anspruchsvoll aus der Luft nahm, sich schnell drehte und anschließend trocken aus fünf Metern einnetzte (50.).
Mit dem zweiten Gegentor binnen fünf Minuten war Swansea gebrochen. Diverse Wechsel auf beiden Seiten nahmen zusätzlich den Rhythmus aus der Partie. City dominierte weiterhin und erspielte einige Halbchancen. Treffen sollte allerdings der Außenseiter. Der in der 66. Minute gekommene Morgan Whittaker nahm elf Minuten nach seiner Einwechselung ein Zuspiel sehenswert mit dem linken Fuß aus der Luft und platzierte seinen Schuss aus knapp 13 Metern im unteren rechten Eck (77.).
Trotz des Anschlusstreffers gelang es den Schwänen jedoch nicht, die Citizens in der Schlussphase weiter unter Druck zu setzen. Es blieb beim 3:1 für den Favoriten, der mit diesem Ergebnis das Ticket für das Viertelfinale löste.

Die Stimmen:

Kyle Walker (Manchester City): "Wir haben gut gespielt und meine Flanke, die zum Tor wurde, war der verdiente Dosenöffner. Wir waren sehr dominant und hatten wesentlich mehr Ballbesitz. (…) Wir gehen jedes Spiel an, als wenn es unser Letztes wäre. Egal ob Liverpool oder Swansea, unser Trainer stellt uns hervorragend ein. Wir arbeiten noch an den Details, sodass wir hoffentlich am Ende der Saison ein paar Pokale gewonnen haben."
Pep Guardiola (Trainer Manchester City): "Ich bin echt glücklich! Ich hatte so ein Gefühl, dass der Gegner ein paar Chancen haben würde, und das hatte er. Vorne waren sie sehr gefährlich. (…) Manchmal ist es schwer gegen eine Fünferkette zu spielen, aber wir haben es gut gemacht. In die zweite Hälfte sind wir dann brilliant gestartet. Das war ein schöner Sieg für uns."

Der Tweet zum Spiel:

Mit seinem ersten Treffer im FA Cup seit knapp zehn Jahren eröffnete Kyle Wakler den Torreigen in Wales.

Das fiel auf: Rodri leitet das City-Spiel

Swansea machte vor allem im ersten Durchgang kein schlechtes Spiel, lief aber dennoch nur hinterher. City kombinierte wie aus einem Guss und versuchte immer wieder Swansea-Akteure aus der kompakten Kette zu ziehen, um sich so Räume zu verschaffen, was auch teilweise gelang. Die Skyblues bewegten sich auch abseits des Balles gut und hatten dadurch immer wieder Platz zum Kombinieren.
Die Hausherren agierten bis zur 30 Minute viel zu passiv, ehe sie sich gegen Ende der ersten Hälfte ein paar gute Chancen erspielten - da stand es allerding schon 1:0 für den Gegner. Eventuell hätte das Team von Steve Cooper von Anfang an mehr für die eigene Offensive tun sollen, was gegen ein Team wie Manchester City natürlich mit einem hohen Risiko verbunden ist.
Nach Wiederanpfiff zog der Favorit den Gastgebern mit zwei schnellen Toren den Zahn. Immer wieder beteiligt: Rodri. Der Spanier war Dreh und Angelpunkt im Mittelfeld und überzeugte durch eine überragende Passquote, Übersicht und Rhytmuswechsel, die den Gegner ein ums andere Mal aus dem Tritt brachten.

Die Statistik: 15

Durch den heutigen 3:1-Erfolg im Pokal über Swansea City baut das Team von Pep Guardiola die wettbewerbsübergreifende Siegesserie von 14 auf 15 Siege in Folge aus.
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