Jürgen Klopp hat noch eine Rechnung offen. So viele Trophäen stemmte der deutsche Teammanager mit dem FC Liverpool bereits in die Höhe, doch dieser eine Makel stört ihn gewaltig. Ausgerechnet mit dem FA Cup, dem ältesten Fußballwettbewerb der Welt, konnte er noch keine Freundschaft schließen. "Es ist ein ruhmreicher Titel. Es ist schon cool, mal im Halbfinale im Wembley zu sein. Das hat lange gedauert für mich. Aber besser spät als nie", sagte der 54-Jährige mit einem Grinsen.
Bislang reihte sich seit seinem Dienstbeginn im Jahr 2015 im FA Cup eine Enttäuschung an die andere, einmal Viertelfinale war bei sechs Anläufen das Höchste der Gefühle. Nun schnuppert er mit seinem Team am Endspiel, doch im Halbfinale lauert mit Manchester City und Star-Coach Pep Guardiola am Samstag (16:30 Uhr im Liveticker) der größtmögliche Stolperstein. Nach dem 2:2 in der Premier League in der Vorwoche schaltete Klopp in den Kampfmodus.
City sei in jenem Ligaspiel "sehr stark" gewesen, betonte er: "Aber wir haben nicht unser Bestes gezeigt. Also lasst uns schauen, was passiert, wenn wir auch unser Bestes zeigen. Das wird interessant. Auf einigen Positionen können wir noch auf einem ganz anderen Level agieren."
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Während Klopp unter der Woche beim Weiterkommen in der Champions League gegen Benfica Lissabon (3:3) gleich sieben Spieler schonte und nun aus dem Vollen schöpfen kann, plagen Guardiola Sorgen. "Wir sind in großen Schwierigkeiten", klagte er: "Wir haben vor drei Tagen gespielt, jetzt haben wir viele Verletzungen, ich weiß nicht, was in den nächsten Wochen passieren wird."

De Bruyne und Walker mussten in Madrid angeschlagen raus

Sowohl Topstar Kevin De Bruyne als auch Rechtsverteidiger Kyle Walker mussten am Mittwochabend ausgewechselt werden, Phil Foden ging angeschlagen aus dem äußerst hitzigen und am Ende gar eskalierten Duell mit Atletico Madrid (0:0).
"Der Kalender ist verrückt", monierte Mittelfeldspieler Rodri: "Es sind zu viele schwierige Spiele auf einmal, aber es ist, wie es ist."
Klopp hat sich mit der Terminhatz auf der historischen Quadruple-Jagd längst abgefunden. "Es ist unser Problem, dass wir in zwei Halbfinals sind, aber damit gehen wir gerne um. Es ist einfach so", sagte der ehemalige BVB-Trainer: "Es ist hart, aber es ist der beste Zeitplan, den du haben kannst. Weil das heißt, dass du noch in allen Wettbewerben Chancen hast."

Klopp: "Alle Spieler müssen Unglaubliches auf den Platz bringen"

Er erwarte am Samstag einen offenen Schlagabtausch. "Wir werden versuchen ihr Spiel zu verhindern, aber es wird gleich mehrere spielentscheidende Herausforderungen geben. Alle Spieler müssen Unglaubliches auf den Platz bringen", frohlockte Klopp: "Es wird nicht schrecklich langweilig, da bin ich mir sicher."
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