Man habe "viele Informationen über das, was passiert ist, und wir brauchen Zeit, um sie durchzugehen. Dann werden wir Maßnahmen ergreifen, wir werden sie erklären und es wird nie wieder passieren, weil es ein Skandal ist", erklärte der Präsident auf die Frage, warum so viele Barcelona-Anhänger ihre Jahrestickets nicht nutzten.
Denn erst dadurch konnten die Frankfurter die freien Plätze besetzen. Rund 25.000 Eintracht-Fans saßen am Ende wohl im Stadion, berichtete Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche bei "RTL".
Insgesamt waren knapp 85.000 Zuschauer im Camp Nou. Eigentlich hätten den Gästen nur 5000 Tickets zur Verfügung gestanden.
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Barcelona kündigte an, man werde von nun an "strenger sein und prüfen, was erlaubt war, um dies in Zukunft zu vermeiden". Laporta sagte: "Wir haben eine unerwünschte Situation erlebt. Als Barça-Fan schäme ich mich und es tut mir wirklich leid, was ich gesehen habe."

FC Barcelona will personalisierte Tickets einführen

Dem Klub träfe laut Laporta aber keine Schuld. In einem Interview mit "TV3" erklärte der Barcelona-Präsident, dass der Klub als erste Maßnahme bereits plane, Tickets zukünftig nur noch personalisiert herauszugeben. "Wir haben keine andere Wahl", sagte er: "Wir wollen nicht, dass so etwas in diesem Stadion noch einmal passiert."
Laut Rechnung der Katalanen waren 37.746 Tickets an Dauerkarteninhaber vergeben wurden, 34.440 Tickets gingen in den öffentlichen Verkauf. Nur 5000 Tickets waren nach Frankfurt gegangen. 2425 Tickets waren anderweitig (UEFA, Teams, Sponsoren etc.) vergeben worden.
Bei den 34.440 Tickets im freien Verkauf war laut Laporta sichergestellt worden, dass sie nicht mit einer deutschen Kreditkartennummer oder IP-Adresse bestellt werden konnten. Plätze aus diesem Ticketkontingent waren allerdings 24 Stunden vor dem offiziellen Verkauf den eigenen Mitgliedern zum halben Preis angeboten worden.
Vizepräsidentin Elena Fort rechnete derweil vor, dass der Klub durch die Vollauslastung von 79.468 Zuschauern rund drei Millionen Euro eingenommen habe. Für das Erreichen des Halbfinals hätte Barcelona von der UEFA eine Präme von "nur" 2,8 Millionen Euro erhalten.

Xavi über Situation im Camp Nou: "Es war enttäuschend"

Auch Barcelona-Trainer Xavi war mit der Situation im heimischen Camp Nou nicht gerade glücklich. Frankfurt habe sich im Viertelfinalrückspiel der Europa League "wie zu Hause gefühlt". Der 42-Jährige meinte weiter: "Natürlich hat das nicht geholfen. Das ist ein Planungsfehler."

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"Wir möchten wissen, was geschehen ist. Wenn wir zu Hause spielen, kann das nicht passieren", sagte Xavi. Der frühere Profi verglich die Situation mit einem Finale, in dem die eine Hälfte des Stadions für die eine, die andere Hälfte für die andere Mannschaft sei. "Das war enttäuschend", erklärte er.
Frankfurts Vorstandsmitglied Axel Hellmann dagegen verteidigte die Verantwortlichen bei Barcelona. "Da trifft den FC Barcelona gar keine Schuld", sagte er: "Unsere Fans sind am kreativsten, sich auf allen Wegen Tickets zu besorgen. Das war so und wird immer so sein."
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