Höjbjerg plant "anderen Weg"

Unter anderem David Alaba hat vorgemacht, wie es funktionieren könnte. Im Frühjahr 2011 ließ sich der Österreicher nach Hoffenheim ausleihen, sammelte Spielpraxis und kehrte anschließend als Stammspieler nach München zurück. Mit Pierre-Emile Höjbjerg verfolgt nun ein weiteres Bayern-Talent diesen Plan.

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Der 19-Jährige ist unzufrieden. Trotz einiger langfristiger Ausfälle im zentralen Mittelfeld - Bastian Schweinsteiger, Javi Martinez, Thiago Alcantara - kommt Höjbjerg in dieser Saison nur sporadisch zum Einsatz.
Das will der Däne nun ändern und sich daher ausleihen lassen. "Ich glaube, dass es so weit ist, einen anderen Weg zu gehen", erklärte er. An Interessenten mangelt es nicht, gleich mehrere Bundesligaklubs könnten sich Höjbjerg in ihren Reihen vorstellen.
"Ende November werden wir uns zusammensetzen", erklärte sein Berater Sören Lerby, der auch weiß: "Klar ist, dass Pierre regelmäßig Spiele braucht." Das sieht auch Höjbjerg so: "Ich will besser werden, dazulernen - und dazu brauche ich jetzt Spiele."
Laut dem "kicker" will ihn Hannover 96 ebenso ausleihen wie auch Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg. "Ich habe hier alles gelernt, Bayern ist die beste Schule, die es geben kann, doch ich fühle mich bereit, den Sprung zu schaffen", sagt das Talent.
Eurosport-Check:Pep Guardiola gilt eigentlich als großer Befürworter von Höjbjerg, er schätzt dessen reife und intelligente Spielanlage. Daher ist es ein wenig verwunderlich, dass er ihm trotz Rotation nur selten vertraut.
Die Pläne Höjbjergs sind angesichts der geringen Spielzeit also durchaus verständlich. Führt man sich vor Augen, dass nun auch noch die genannten Verletzten nach und nach zurückkehren werden, könnten seine Einsatzzeiten weiter sinken.
Von einer Ausleihe dürften schlussendlich sowohl die Bayern als auch Höjbjerg selbst profitieren. Alternativen gibt es schließlich genug im Münchner Kader. Zwar steht ein Wechsel im Januar (noch) nicht zur Debatte, allerdings scheint es fraglich, ob sich Höjbjerg einen Großteil der Rückrunde auf die Bank setzen wird. Transferwahrscheinlichkeit: 70 Prozent.
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