Juventus Turin soll an Mario Götze vom FC Bayern dran sein

Nur Auswüchse des Sommerlochs - oder steckt doch mehr dahinter? Die italienische "Tuttosport" bringt Mario Götze mit einem Vereinswechsel zu Juventus Turin in Verbindung. Götze, beim FC Bayern unzufrieden, könnte sich bei Juve in eine illustre Riege einreihen: als Spielgestalter mit der Nummer 10. Das Verhältnis Götze/Guardiola soll Juve den entscheidenden Vorteil verschaffen ...

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Fotocredit: Eurosport

Laut der Zeitung habe sich Champions-League-Finalist Juventus bereits bei den Bayern bemerkbar gemacht. Demnach wäre die "Alte Dame" bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen - sehr viel sogar.
"Tuttosport" schreibt, dass potentielle Verkäufe von Arturo Vidal (bei Real Madrid im Gespräch) sowie Paul Pogba (Barca, ManCity, PSG) den nötigen finanziellen Spielraum schaffen würden, um Götze aus seinem bis 2017 laufenden Vertrag loszueisen.
Was Juventus gemäß dem Blatt in die Hände spiele: der - so wörtlich - "komplette Bruch" zwischen Götze und FCB-Trainer Pep Guardiola, der den Weltmeister-Torschützen seit seinem 37-Millionen-Wechsel im Jahr 2013 nie wirklich in seine Pläne miteinbezogen hätte.
Rummenigges halbherziges Dementi
Turin wiederum sucht angeblich einen Regisseur, und Götze würde die Planstelle der Nummer 10 besetzen, also indirekt die Nachfolge von Juve-Legenden wie Michel Platini, Roberto Baggio und Alessandro Del Piero antreten. Was sich verheißungsvoll anhört.
Weniger ansprechend waren indes Götzes jüngste Leistungen. In der Rückrunde sammelte der 23-Jährige ganze vier Torbeteiligungen, drei davon beim 8:0 über den HSV.
Eine Aussage von Karl-Heinz Rummenigge klingt denn auch recht halbgar: "Mir ist nicht bekannt, dass seine Berater ihn bei einem anderen Verein anbieten", sagte der Bayern-Boss kürzlich zur "Süddeutschen Zeitung".
Eurosport-Check: Götze ist eine hochspannende Personalie. Obwohl Guardiola seine Wertschätzung fast mantrahaft wiederholt, muss das nichts heißen - "supersuper" war bei Pep nahezu jeder Spieler. Götze kam in den wichtigen Partien nicht zum Zug, und wenn doch, überzeugte er nicht. Eine Frage von (fehlendem) Vertrauen? Ja, behauptet Götze-Berater Volker Struth in der "Bild". Natürlich hätte er sich "mehr Rückendeckung" von Bayern gewünscht, sagte Struth, dann nämlich könne Götze "einer der besten Spieler der Welt" sein. Rummenigges unterkühlte Antwort: "Am Ende des Tages ist es auch der Spieler, der die Verantwortung für sich selbst übernehmen muss …"
Die Situation scheint verfahren. Gelingt es Juventus, die hochgehandelten Vidal und Pogba gewinnbringend zu veräußern, könnte man tatsächlich einen konkreten Vorstoß wagen. Der FC Bayern dürfte zumindest nicht kategorisch abblocken.
Transferwahrscheinlichkeit: 35 Prozent.
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