Das Team von Trainer Stefan Kuntz erwischte gegen die Niederländer einen wahren Traumstart in die Partie und lag nach acht Spielminuten bereits mit 2:0 in Führung. Nur 29 Sekunden nach Anpfiff fand Lukas Nmecha per eleganter Außenristflanke am Fünfmeterraum den perfekt einlaufenden Florian Wirtz, der das Spielgerät aus kurzer Distanz über die Linie lenkte (1.).
Leverkusens Toptalent blieb der Mann der Anfangsphase und legte kurz darauf seinen zweiten Treffer nach. Auf Zuspiel von Rechtsverteidiger Ridle Baku verzögerte der 18-Jährige am Sechzehner, um anschließend mit einem präzisen Flachschuss von der Strafraumgrenze auf 2:0 für die DFB-Elf zu stellen (8.).
Der deutsche Express rollte in einer furiosen Anfangsphase unaufhaltsam in Richtung Finale: Mergim Berisha traf mit einem herrlichen Freistoß aus gut 20 Metern nur den Pfosten und hätte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt alles klar machen können (20.).
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Berishas Pfostenknaller fungierte zugleich als Weckruf für die Niederländer, die daraufhin etwas besser ins Spiel fanden und durch Leipzigs Justin Kluivert (22.), Kapitän Dani De Wit (37.) sowie Toptalent Myron Boadu (42.) zumindest noch zu einigen Halbchancen kamen. Es blieb aber beim 2:0 zur Pause.
Berisha blieb auch im zweiten Durchgang das Pfostenpech treu, als der Salzburger binnen 20 Sekunden erst den linken Pfosten traf und Momente später eine Raum-Flanke an den rechten Pfosten köpfte (60.).
Das große Zittern für die DFB-Junioren begann in Minute 67: Ein Oranje-Freistoß von der rechten Seite rutschte bis zu Perr Schuurs durch, der aus zehn Metern mit der Innenseite den Anschluss herstellte. Torwart Finn Dahmen machte bei dem Schuss gegen die Laufrichtung nicht die beste Figur (67.).
Die Niederländer erhöhten in der Schlussphase zwar den Druck, kamen gegen eine leidenschaftlich verteidigende DFB-Elf aber zu keiner guten Torchance mehr. Die Kuntz-Elf warf sich aufopferungsvoll in jeden Zweikampf und rettete den knappen Vorsprung in Ziel. Im Finale am Sonntag trifft Deutschland auf Portugal.

Die Stimmen:

Stefan Kuntz (Bundestrainer Deutschland): "Wir haben ein tolles Spiel gezeigt mit einer starken ersten Halbzeit. Es freut mich wirklich von Herzen, dass wir es geschafft haben."
David Raum (Deutschland): "Wir hatten einen super Matchplan. Es war unser Ziel, die Holländer direkt zu überraschen, das ist perfekt aufgegangen. Im Finale werden wir wieder alles reinschmeißen."
Nico Schlotterbeck (Deutschland): "Es war von Anfangs bis Ende ein super Spiel von uns, wir sind natürlich ganz stark reingekommen. Ich denke, die Mannschaft hat kein Limit."

Der Tweet zum Spiel:

Das fiel auf: Grandioser Kampf bis zum Schluss

Die kräftezehrenden 120 Minuten vom Viertelfinale gegen Dänemark machten sich beim immer tiefer stehenden deutschen Team mit zunehmender Spielzeit immer deutlicher bemerkbar.
Die deutschen Youngster nahmen die Situation aber stark an und hielten die Niederländer einer grandiosen Energieleistung sowie cleveren kleinen Fouls vom eigenen Tor fern. Trotz am Ende nur 40 Prozent Ballbesitz geht der Sieg für Deutschland aufgrund von 14 zu sieben Torchancen mehr als in Ordnung.

Die Statistik: 3

Nach 2017 und 2019 steht die deutsche U21-Nationalmannschaft unter Trainer Stefan Kuntz zum dritten Mal ins Serie im Finale der Europameisterschaft.

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