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Kein Vorteil für Marseille
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Publiziert 03/04/2012 um 14:42 GMT+2 Uhr
Für den FC Bayern sollte das Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Olympique Marseille (ab 20:45 Uhr im Liveticker) in der heimischen Allianz Arena eigentlich nur noch Formsache sein. Doch auch mit dem 2:0-Auswärtssieg im Rücken nehmen die Münchener die Partie sehr ernst.
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Vom FC Bayern berichtet Felix Mattis
Trainer Jupp Heynckes schonte sogar drei Spieler im Derby am Samstag: Franck Ribéry, David Alaba und Luiz Gustavo. Und das, obwohl es für den deutschen Rekordmeister auch im Bundesliga-Titelrennen um sehr viel geht.
"Wir haben eine hervorragende Ausgangsposition, aber man sollte sich daran erinnern, dass Marseille in der Gruppenphase in Dortmund nach einem 2:0-Rückstand zurückgekommen ist und 3:2 gewonnen hat", erklärt Heynckes seine Ehrfurcht. "Wir unterschätzen den Gegner nicht, wir respektieren ihn. Das ist eine Selbstverständlichkeit."
FCB spielt voll auf Sieg
Aus Respekt und sicher auch auf Grund des Selbstverständnisses der Bayern soll auch an der Spielweise nichts verändert werden. "Wir sind nicht die Mannschaft, die jetzt versuchen wird, das Ergebnis zu halten. Wir werden natürlich versuchen, das Spiel zu gewinnen", sagt Stürmer-Star Mario Gomez, der eine hitzige Partie erwartet. "Marseille hat viele Spieler, die über die Härte, den Zweikampf und die Aggressivität ins Spiel finden. Da müssen wir dagegenhalten."
Wie aus den vergangenen Wochen gewohnt, muss Heynckes auf Mittelfeld-Regisseur Bastian Schweinsteiger verzichten, der sich im Hinspiel nach seiner späten Einwechslung noch eine Gelbsperre einhandelte.
Vier Bayern sind vorbelastet
Die Farbe "Gelb" könnte in der Allianz Arena auch am Dienstag wieder eine große Rolle spielen. Sowohl Gustavo als auch Thomas Müller, Toni Kroos und Jerome Boateng haben bereits zwei Verwarnungen gesammelt und würden somit bei einem weiteren Vergehen gegen Marseille im möglichen Halbfinal-Hinspiel - wahrscheinlich gegen Real Madrid - gesperrt. Anders als bei der Europameisterschaft wird keine dieser Karten bis zum Finale verfallen.
"Ob ich die gefährdeten Spieler später auswechsle, das ist natürlich vom Spielverlauf abhängig. Aber ich glaube, dass ich clevere Spieler habe, die wissen, wo man eine Gelbe Karte vermeiden muss", erklärt Heynckes zu den Möglichkeiten, einer drohenden Sperre zu entgehen. Seine Startaufstellung wird er von der Karten-Situation jedenfalls unbeeinflusst lassen. "Das habe ich in meiner Karriere nie berücksichtigt", so der 66-Jährige.
Mit einer verlängerten Vorbereitungszeit reiste Olympique am Montag in München an. Nicht nur, weil der Flug der Franzosen wegen eines Streiks in Marseille um vier Stunden verschoben wurde, sondern auch weil das Team von Trainer Didier Deschamps am Wochenende kein Ligaspiel zu bestreiten hatte. Die Partie gegen Montpellier wurde zugunsten der Regeneration verlegt. Ein Vorteil?
Gomez sieht keinen Nachteil
"Das weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es ein Indiz dafür, dass die Mannschaft hier nochmal alles probieren will. Wir sind gewarnt, weil der Gegner sich sehr gezielt vorbereiten konnte", sagt Heynckes.
Gomez nimmt das, was von vielen Fans bereits empört als Wettbewerbsverzerrung bezeichnet wurde, locker hin. "Ich habe es viel lieber, wenn wir alle drei Tage ein Spiel haben, als wenn dann eine Woche kommt, wo unter der Woche kein Spiel ist. Denn dann verliert man ein bisschen den Rhythmus", so der mit elf Treffern zweitbeste Torjäger der Königsklasse.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Bayern: Neuer - Lahm, Boateng, Badstuber, Alaba - Luiz Gustavo, Kroos - Robben, T. Müller, Ribery - Gomez
Trainer: Heynckes
Marseille: Mandanda - Azpilicueta, Fanni, Nkoulou, Morel - Kaboré, Mbia - Amalfitano, Valbuena, A. Ayew - Remy
Trainer: Deschamps
Video: Barca mit Vorteilen im Rückspiel
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