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Joachim Löw: DFB-Stars zweifeln an Methoden des Bundestrainers
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Publiziert 25/11/2020 um 13:36 GMT+1 Uhr
Laut Mitteilung des DFB soll über die Zukunft von Bundestrainer Joachim Löw am 4.12. entschieden werden. Doch der Rückhalt für den DFB-Coach schwindet offenbar immer mehr. Wie der renommierte Journalist Raphael Honigstein in einem Beitrag für das US-Magazin "The Athletic" behauptet, sollen vor allem einige junge Spieler in der Nationalmannschaft nicht mehr komplett hinter dem 60-Jährigen stehen.
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Eine Woche nach der blamablen 0:6-Klatsche gegen Spanien haben die Verantwortlichen beim DFB alle Hände voll zu tun, um die höchste Niederlage in der Verbandsgeschichte aufzuarbeiten.
Doch bereits vor der historischen Niederlage in Spanien sollen sich hinter vorgehaltener Hand einige jüngere Akteure über den Bundestrainer beschwert haben. Laut dem Bericht von Honigstein falle es den namentlich nicht genannten Personen schwer, eine emotionale Verbindung zu Löw aufzubauen.
Andererseits sollen in allen Mannschaftsteilen erhebliche Zweifel an den taktischen Vorgaben des 60-Jährigen bestehen. Während ihre Trainer in den Vereinen konkrete Matchpläne entwickeln würden, seien Löws Anweisungen teilweise schwammig, so heißt es weiter.
Zudem würden die unvorhersehbaren Systemwechsel des Bundestrainers, der seine Schützlinge in Formationen aufs Feld schickte, die nie zuvor einstudiert wurden, die Spieler enorm stören. Damit ließe sich auch die schlechte Zuordnung bei Standardsituationen im Spanien-Spiel erklären.
"Die Spieler haben Angst, Fehler zu machen"
Dies schlägt sich nicht zuletzt auch in der Stimmung innerhalb der Mannschaft nieder. "Weil die Ergebnisse zuletzt schlecht waren, ist man in jedem Spiel sehr angespannt. Die Spieler haben Angst, Fehler zu machen. Auf dem Spielfeld ist die Angst sehr groß“, wird ein Nationalspieler anonym zitiert.
Trotz der zunehmenden Kritik bemerkte Honigstein allerdings auch, dass es noch eine Reihe etablierter Profis gibt, die immer noch treu zu Löw stehen. Diese würden seine Menschenführung und Einzelgespräche loben. Auch hier wurden keine Namen genannt.
Ob die Argumente ausreichen, dass Löw in Zukunft weiterhin im Amt bleibt? Eine Präsidiumssitzung mit der Spitze des Deutschen Fußball-Bundes soll am 4. Dezember über die Zukunft vom Bundestrainer entscheiden.
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