FC Bayern: Kimmich, Davies, Hernández: Die Abwehr geht auf dem Zahnfleisch

Beim FC Bayern München ist ein großer Teil der Defensiv-Formation verletzt. Das ist gerade in der aktuellen Saisonphase kritisch. Beim Heimremis gegen Werder Bremen am vergangenen Bundesliga-Spieltag wurden die wunden Punkte gleich eklatant offengelegt. Trainer Hansi Flick muss kreativ werden, das kündigte er zuletzt bereits schon an. Doch welche Alternativen bleiben ihm aktuell?

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Meniskuseinriss, Bänderriss und Beckenprellung. Diese Begriffe geben beim beliebten Gesellschaftsspiel Scrabble durchaus vorzeigbare Punktzahlen, an der Säbener Straße hört man sie derzeit aber alles andere als gern.
Es handelt sich um die Diagnosen bei Joshua Kimmich, Alphonso Davies und Lucas Hernández. Die drei Stars fehlen dem FC Bayern München derzeit und sorgen damit für viel Kopfzerbrechen bei Trainer Hans-Dieter Flick.
Zwar stieg Davies rund einen Monat nach seiner Verletzung im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt schon wieder ins leichte Lauftraining ein, mit seinem Comeback ist aber erst im Januar zu rechnen. Der gleiche Zeitraum ist für Kimmich vorgesehen.
Linksverteidiger Hernández könnte - und das ist durchaus überraschend - im vierten Vorrundenspiel des Rekordmeisters in der Champions League gegen den FC Salzburg heute Abend (ab 21:00 Uhr im Liveticker) schon wieder auf der Bank sitzen.
"Wir hoffen, dass es klappt", sagte Flick auf der Pressekonferenz vor der Partie. Knapp wird es aber auf jeden Fall. Erst kurz vor Anpfiff soll entschieden werden.
Doch auch das verbliebene - halbwegs fitte - Personal macht Probleme.

Bayerns Viererkette gegen Salzburg stellt sich alleine auf

Neuzugang Bouna Sarr ist nach Muskelproblemen noch nicht wieder ganz auf der Höhe, für Corentin Tolisso gilt ähnliches, Niklas Süle wurde vor dem Bremen-Spiel gar vom eigenen Trainer aus dem Kader verbannt. Trainingsrückstand hieß es. Laut "Bild" kämpft Süle aktuell mit Gewichtsproblemen.
Der 24-Jährige hatte sich Anfang November wegen eines positiven Corona-Tests in Quarantäne begeben müssen. Danach kehrte er ins Bayern-Training zurück und flog zur Nationalmannschaft. In Topform war Süle da nicht mehr.
"Er hat Trainingsrückstand, muss 100 Prozent fit sein, dann ist er wieder Thema für uns", erklärte Flick kurz und knapp.
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"Nehme ihn raus": So erklärt Flick den Verzicht auf Süle

Quelle: Perform

Den eigenen erzieherischen Ansatz unterstrich der Triple-Trainer auf Nachfrage klar und deutlich. "Wir arbeiten intensiv mit ihm, damit er seinen Rückstand aufholt. Vielleicht kann er am Samstag gegen Stuttgart wieder dabei sein. Aber auch da müssen wir mal gucken."
Und auch auf Tanguy Nianzou kann Flick nicht bauen. Der Neuzugang wurde erst kürzlich von seinem ehemaligen Coach Zsolt Löw - Tuchels Co bei PSG - in den Himmel gelobt. In der Champions League darf er aber trotzdem nicht spielen. Für die Bayern rächt sich jetzt eine Entscheidung, die sie vor Saisonbeginn trafen.
Wegen einer Norm der UEFA, die jedes Team dazu zwingt, mindestens vier vom Verein ausgebildete Spieler in den Kader zu berufen, verzichtete man auf den Franzosen und berief neben Thomas Müller, David Alaba und Ron-Thorben Hoffmann auch den am Kreuzband verletzten Malik Tillman. Für den 18-jährigen Nianzou war kein Platz mehr. Nun könnte man ihn dringend gebrauchen.

Flick muss Alaba und Boateng bei Laune halten

Somit dürfte sich die Viererkette gegen Salzburg quasi von selbst aufstellen. Benjamin Pavard auf rechts, Alaba auf links, Javi Martinez und Jérôme Boateng in der Zentrale. Die Alternativen dazu heißen Chris Richards und Bright Arrey-Mbi.
In Alaba und Boateng entfällt ein Großteil der Verantwortung also auf zwei Spieler, deren Zukunft beim Klub alles andere als in Stein gemeißelt ist. Stand jetzt sind die beiden langjährigen Leistungsträger spätestens im kommenden Sommer weg.
Flick braucht sie aber mehr denn je, versucht deshalb alles, um die beiden Doppel-Triple-Champions bei Laune zu halten.
"Dass mit Jérôme nicht mehr geplant wird, habe ich in dieser Klarheit nicht gehört“, widersprach der 55-Jährige erst kürzlich der eigenen Vereinsführung. "Mit seiner Einstellung hat er uns sehr geholfen. Einen solchen Spieler darf man nicht abschreiben."
Alaba lobte Flick zuletzt in den höchsten Tönen als "feinen Menschen und genialen Fußballer" der die Mannschaft zusammenhalte, forderte ihn aber auch auf, Verantwortung in Vertragsfragen zu übernehmen.

Bremen-Spiel als Gradmesser für Salzburg

Gegen Werder - beim unvorhersehbaren Remis - wurde deutlich, wo der Schuh den Rekordmeister mitten in der Verletztenmisere drückt.
Pomadiges Umschaltspiel und ungewohnte Lücken in der umstrukturierten Defensivabteilung luden den Gegner zu einer Vielzahl hochkarätiger Chancen ein. Nur Manuel Neuer verhinderte eine Niederlage.
Und Salzburg ist da ein anderes Kaliber. Schon im Hinspiel hatten die Bayern arge Probleme mit den flinken Kontern der Österreicher.
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Bayern wie Bon Jovi? Salzburg-Trainer Marsch mit Lacher auf PK

Quelle: Perform

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